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Nach meiner Ansicht scheint es in diesem Falle unzweifelhaft sicher,
dass bei geeigneter Abstimmung der Instrumente und bei richtiger Wahl der
passenden Resonatoren bei weitem günstigere Resultate in Bezug auf Schall-
weite sowohl, wie auf charakteristischen Ton erreicht werden können.!) -
Kleine hydrographische Notizen.
ı. Einsegelung in den Färoe-Sund. Insel Gottland.®) Der
Commandant S. M. S. „Medusa“, Corv.-Capt. Hollmann, berichtet über die
Einsegelung in den Färoe-Sund (Insel Gottland) Folgendes:
„Grössere Schiffe können die Einfahrt in den Färoe-Sund nur von Süden
her benutzen, und unter Segel auch nur bei günstigem Winde, da ein Kreuzen
zwischen den von beiden Seiten ausstehenden Riffen unter allen Umständen
gefährlich sein würde. So trefflich der Hafen sonst auch ist, so macht ihn
der letztgenannte Umstand zu einem Nothhafen wenig geeignet.
. Die auf der dem Sunde vorliegenden Insel Bunge (Bunge-ör) aufgestellte
Bake bietet ein gutes Object für die Ansegelung, doch hat sie nicht, wie es
nach den Karten den Anschein hat, nach allen Seiten hin dasselbe Aussehen,
Am Sunde liegt auf der Insel ein kleiner Ort, ohne jede Bedeutung für
Handel und Verkehr.
2. Flaschenpost. a) Von S. M.S. „Nymphe“, Commandant Corv.-Capt.
von Kall, ist auf der Reise von Jamaica nach Havanna, am 11, April d. J.
12° Mittags, in 21° 41.5‘ Nord-Br. und 84° 58.5‘ West-Lg. eine Flasche aus-
geworfen worden, welche am 1. Juni d. J. um 4* 40=in. Nachmittags in 28° 27‘ 39“
Nord-Br. und 80° 31’ 25“ West-Lg., nahe bei dem Leuchtthurm auf Cap Canaveral,
an der Küste von Florida, von Assistent Light Keeper John A. Meyer auf-
gefunden worden ist. Zur Zeit des Auffindens der Flasche wehte es stark aus
NE, und es ist leicht möglich, dass die Flasche nördlich von Cap Canaveral
aus dem Golfstrom gekommen und durch den an der Küste wehernden NE-Wind
zurückgetrieben worden ist,
b) Die „Weser-Zeitung“ vom 19. Juli d. J. enthält folgende Nachricht.
Bei Wilson’s Promontory, Melbourne, ist am 13. Mai d. J. eine Flasche auf-
gefunden worden, welche am 16. April 1842, also vor mehr als 35 Jahren, von
dem Schiffe „Kelso“ über Bord geworfen ist. Der in der Flasche enthaltene
Zettel enthält folgende Zeilen: „Schiff Kelso, Capitain Roxburgh, von London
nach Sydney mit Passagieren und Ladung, am 16. April 1842 auf 40° 24‘ 8.
und 96° 44‘ 0. An Bord alles wohl. Sollte diese Flasche irgendwo aufgfunden
werden, so wird gebeten, behufs Feststellung der Strömungen Mittheilung davon
zu machen. Gez. P, Gardner, Passagier.“
1) Auf Anregung des Verfassers des obigen Artikels sind von der Kaiserlichen Admiralität
Versuche in dieser Richtung in Aussicht genommen worden, über deren Ausfall seiner Zeit berichtet
werden wird. A. d. R,
2) s. „The Baltic Pilot“ Supplement (1855) pag. 6.
Gedruckt und in Commission bei E. S. Mittler & Sohn,
Königliche Hofbuchhandlung,
Kochstrasse 69/70.