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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

R In. 
Nach meiner Ansicht scheint es in diesem Falle unzweifelhaft sicher, 
dass bei geeigneter Abstimmung der Instrumente und bei richtiger Wahl der 
passenden Resonatoren bei weitem günstigere Resultate in Bezug auf Schall- 
weite sowohl, wie auf charakteristischen Ton erreicht werden können.!) - 
Kleine hydrographische Notizen. 
ı. Einsegelung in den Färoe-Sund. Insel Gottland.®) Der 
Commandant S. M. S. „Medusa“, Corv.-Capt. Hollmann, berichtet über die 
Einsegelung in den Färoe-Sund (Insel Gottland) Folgendes: 
„Grössere Schiffe können die Einfahrt in den Färoe-Sund nur von Süden 
her benutzen, und unter Segel auch nur bei günstigem Winde, da ein Kreuzen 
zwischen den von beiden Seiten ausstehenden Riffen unter allen Umständen 
gefährlich sein würde. So trefflich der Hafen sonst auch ist, so macht ihn 
der letztgenannte Umstand zu einem Nothhafen wenig geeignet. 
. Die auf der dem Sunde vorliegenden Insel Bunge (Bunge-ör) aufgestellte 
Bake bietet ein gutes Object für die Ansegelung, doch hat sie nicht, wie es 
nach den Karten den Anschein hat, nach allen Seiten hin dasselbe Aussehen, 
Am Sunde liegt auf der Insel ein kleiner Ort, ohne jede Bedeutung für 
Handel und Verkehr. 
2. Flaschenpost. a) Von S. M.S. „Nymphe“, Commandant Corv.-Capt. 
von Kall, ist auf der Reise von Jamaica nach Havanna, am 11, April d. J. 
12° Mittags, in 21° 41.5‘ Nord-Br. und 84° 58.5‘ West-Lg. eine Flasche aus- 
geworfen worden, welche am 1. Juni d. J. um 4* 40=in. Nachmittags in 28° 27‘ 39“ 
Nord-Br. und 80° 31’ 25“ West-Lg., nahe bei dem Leuchtthurm auf Cap Canaveral, 
an der Küste von Florida, von Assistent Light Keeper John A. Meyer auf- 
gefunden worden ist. Zur Zeit des Auffindens der Flasche wehte es stark aus 
NE, und es ist leicht möglich, dass die Flasche nördlich von Cap Canaveral 
aus dem Golfstrom gekommen und durch den an der Küste wehernden NE-Wind 
zurückgetrieben worden ist, 
b) Die „Weser-Zeitung“ vom 19. Juli d. J. enthält folgende Nachricht. 
Bei Wilson’s Promontory, Melbourne, ist am 13. Mai d. J. eine Flasche auf- 
gefunden worden, welche am 16. April 1842, also vor mehr als 35 Jahren, von 
dem Schiffe „Kelso“ über Bord geworfen ist. Der in der Flasche enthaltene 
Zettel enthält folgende Zeilen: „Schiff Kelso, Capitain Roxburgh, von London 
nach Sydney mit Passagieren und Ladung, am 16. April 1842 auf 40° 24‘ 8. 
und 96° 44‘ 0. An Bord alles wohl. Sollte diese Flasche irgendwo aufgfunden 
werden, so wird gebeten, behufs Feststellung der Strömungen Mittheilung davon 
zu machen. Gez. P, Gardner, Passagier.“ 
1) Auf Anregung des Verfassers des obigen Artikels sind von der Kaiserlichen Admiralität 
Versuche in dieser Richtung in Aussicht genommen worden, über deren Ausfall seiner Zeit berichtet 
werden wird. A. d. R, 
2) s. „The Baltic Pilot“ Supplement (1855) pag. 6. 
Gedruckt und in Commission bei E. S. Mittler & Sohn, 
Königliche Hofbuchhandlung, 
Kochstrasse 69/70.
	        
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