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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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Zusätze zu der Segelanweisung für den Solway-Firth an der 
Westküste von England. 
Nach einer im Jahre 1876 von dem Staff-Commander J, H. Kerr, R.N., 
angestellten Revision der Segelanweisung für den Meerbusen Solway-Firth !) 
sind von der britischen Admiralität nachstehende Zusätze und Aenderungen in 
der „Hydrographice Notice“ No. 10, London 1877, veröffentlicht worden. Die 
dabei vorkommenden Peilungen sind missweisend; die Variation für das Jahr 
1877 beträgt 21° 30‘ West, 
Whitehaven. Das grüne feste Feuer, welches früher auf dem Kopfe 
der Nordmole brannte, ist ausgelöscht und an dessen Stelle ein blaues festes 
Feuer angezündet worden. ?) 
Im Hafen befindet sich eine Rettungsboot-Station und nahe bei derselben 
ist ein Raketen-Apparat aufgestellt worden. 
Harrington. Von diesem Orte werden hauptsächlich Eisen und Kohlen 
verschifft, auch werden daselbst eiserne Schiffe bis zu 1000 Tons Tragfähigkeit 
gebaut. 
Die Hafenabgaben betragen, einschliesslich der Benutzung eines Schlepp- 
dampfers, 6 d. (circa A, O.so) für die Tonne. 
Workington. In diesem Hafen befindet sich ein „Gridiron“, auf welchem 
Behr mit 3 Met. Tiefgang zum Trockenfallen bei Niedrigwasser sich aufstellen 
Önnen. 
Die Wasserleitung ist bis nach den Kais geführt; jedes Schiff muss für 
die ersten 100 Gallons (circa 445 Liter) Wasser 1 sh. (circa MM. 1.00) und für 
jede weiteren 100 Gallons 6 d. (circa M, O.50) bezahlen, 
Maryport. Eine grüne Wracktonne liegt 37 Met. WNW von dem bei 
Maryport gesunkenen Schooner „Mary“ 3) auf 5.5 Met. Wasser, 8 Kblg. WNW 
von dem Leuchtthurm von Maryport entfernt. Die Masten des Wracks, welche 
bis jetzt noch aufrecht stehen, werden bei Hochwasser von diesem bedeckt. 
Craig-Roan-Bank im Urr- Water. Der höchste Theil der Craig-Roan- 
Bank fällt 5.8 Met. hoch trocken. Bei zwei Drittel Ebbe hat diese Bank das 
Ansehen von drei von einander getrennten Hügeln. 
Die Spitze Southerness am Flusse Nith. Die Hafenzeit bei der 
Spitze Southerness ist 11% 50%in, Die Fluthhöhe beträgt bei Springzeit 8.ss Met, 
und bei Nippzeit 5.34 Met. 
Die bei der Spitze Southerness liegenden Klippen Springstones und Black- 
Rocks fallen bei Niedrigwasser 2.6 Met. hoch trocken. 
Die hohen Bäume nördlich des Herrenhauses von Arbigland, welche 
'/2 Seem. westlich der Spitze Burron stehen, können nicht mehr als Leitmarke 
für die Fahrwasser Scotch-Deep und Middle-Channel benutzt werden. *) 
Annan-Fluss. Die Hafenzeit in der Mündung des Annan-Flusses ist 
0 Emin; die Fluthhöhe beträgt bei Springzeit 8.69 Met. und bei Nippzeit 6.10 Met. 
Die Stangen, welche früher das Fahrwasser nach der Mündung des 
Annan-Flusses kennzeichneten, sind nicht unterhalten worden. Die Molen an 
dem linken Ufer, gleich innerhalb der Mündung, existiren nicht mehr. 
Die Workington-Bank ist in der Richtung NNE—SSW 1'% Seem. 
lang, besteht aus feinem Sand und liegt 4.9 bis 7.5 Met. unter der Meeresfläche, 
Die flachste Stelle (4.9 Met.) der Bank befindet sich an dem Nordende derselben 
und ist ungefähr %/4 Seem. lang. Die Mitte der Bank peilt NW5/AW von dem 
2.4 Seem. entfernten Leuchtthurm zu Workington. Bei stürmischem Wetter steht 
eine hohe See auf dieser Bank. 
Robin-Rigg- und North-Bank. Die Robin-Rigg-Bank fällt 2.0 Met. 
hoch trocken und lHicgt querab von Allonby; sie bildet mit ihren abliegenden 
flachen Stellen die NW-Grenze des Silloth-Fahrwassers, Das SW-Ende des 
trocken fallenden Theiles dieser Bank peilt NW'!2W von der 4'/2 Seem. ent- 
fernten Kirche zu Allonby. Von dieser Stelle dehnt sich die Bank 1 Seem. weit 
) s. „Sailing Directions for the West Coast of England“, 2. edit., pag. 195—220, 
?) s. No. 323 der „Nachr. f. Seef.“, 1877. 
3) s. No. 291 der „Nachr. f. Seef.“, 1876. 
1) s. „Sailing Directions for the West Coast of England“, 2, edit., pag. 210.
	        
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