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SE“, die gewöhnlichste, besonders in dem 10°-%. 303, doch kommen hier noch
mehrere Fälle von oberen Wolken aus SE und SW und einige aus NW vor.
Naturgeschichtliches. Schwalben wurden in den 10°-Feldern 38 und 39
gesehen, und ein Nachtrabe mit einigen anderen Landvögeln in dem 10°-$. 2;
sie sind wahrscheinlich durch die oben erwähnten "T’ornados von dem Festlande
weggetrieben worden. Cetaceen, Fische und Seevögel kommen sehr häufig vor.
Vermischtes. Rother, aber nicht dichter Staubnebel ist in dem 10°-$. 40
wahrgenommen worden.
Beste Route zum Passiren der Linie im Monat Mai (s. Taf. I und IM).
Nach Süden bestimmte Schiffe sollten. westlich der Cap Verde’schen
Inseln gehen, da nach der Tafel für Mai und nach der Windkarte daselbst der
Wind stärker, als an der Ostseite ist. Im 10°. 3 ist bis zu 4° Nord-Br.
Nordost-Wind vorherrschend und zwar ist er zwischen 25° und- 30° West-Lg.
stärker, als zwischen 20° und 25° West-Lg.
Nach der Windkarte für Mai ist für die östliche Hälfte des 10°-$. 303
SEzE als Hauptwindrichtung anzunehmen, und ist der Wind anders, so ist:
zwischen 0° und 2° Süd-Br. die Wahrscheinlichkeit, ungefähr wie 2:1, dass der
Wind mehr östlich oder nordöstlich ist;
die Wahrscheinlichkeit, ungefähr wie 5:3, dass der
Wind mehr östlich oder nordöstlich ist;
die Wahrscheinlichkeit, ungefähr wie 5:4, dass der
Wind mehr südlich ist;
die Wahrscheinlichkeit, ungefähr wie 2:1, dass der
Wind mehr südlich ist;
die Wahrscheinlichkeit, ungefähr wie 4:3, dass der
Wind mehr südlich ist.
Von October bis April ist der Wind in dem südlichen Theil des 10°-$.
mehr östlich und von Mai bis November mehr südlich, Die westliche Strömung
ist stärker, als in den vorhergehenden Monaten, und übersteigt häufig 30 Seem.
in 24 Stunden; sie ist zwischen 2° und 6° Süd-Br. am stärksten. Die See ist
auch höher, als in den vorhergehenden Monaten. Danach wird ein schlecht
segelndes Schiff gut thun, nachdem es die Cap Verde’schen Inseln passirt hat,
etwas Ost zu gewinnen, umsomehr als in den Wind-Notizen für das 10°-. 303
bemerkt ist, dass Wind, Wetter und See in der Nähe der Süd-Amerikanischen
Küste sehr unbeständig sind (s. die Notizen für die 1°-Felder 63, 84 und 95 des
10°. 303; nach der letzten Notiz für das 1°-%. 95!) schnitt das Schiff in
26° 18‘ West-Lg. den Aequator, wurde jedoch sehr am Vorwärtskommen auf-
gehalten). Hiernach scheint es am Richtigsten zu sein, dass ein schlecht
segelndes Schiff im Monat Mai den Aequator nicht westlich von 25° West-Lg.
schneiden darf,
Nach Norden bestimmte Schiffe sollten den Aequator zwischen
25° und 30° West-Lg. schneiden, um die veränderlichen Winde und das un-
beständige Wetter in der Nähe der Süd-Amerikanischen Küste sowohl, als auch
die grosse Anzahl Stillen und leichten NW-Winde in der östlichen Hälfte des
10°. 3 zu vermeiden. Aus der Tafel III kann man ersehen, dass der vor-
herrschende SE-Wind zwischen 25° und 30° West-Lg. stärker und beständiger
ist, als zwischen 30° und 35° West-Lg., und ganz besonders in dem südlichen
Distrikt.
Juni.
Bemerkungen zur physischen Geographie der 9 Zehngrad-Felder
in dem Gebiete
zwischen 10° Nord-Br.— 20° Süd-Br. und 10°—40° West-Lg.
im Monat Juni (s. Taf. IN.
Luftdruck, Der niedrigste Luftdruck 760.1” (29.925 e. Z.) ist jetzt nur
an der Ostseite des Gebietes und gerade nördlich vom Aequator anzutreffen;
allerdings besitzen wir leider nur sehr wenige Beobachtungen für diese
1) 1859 am 27. Mai, um 8b p. m., Wind SEzS, Stärke 6, wurde ostwärts gewendet, Der
Capitain sagt: „An der Brasilianischen Küste wurde das Schiff zurückgesetzt und eine hohe See trieb
Ann, d, Hyar., 1877, Heft VII (Juli).