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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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sehr selten sind. Ein Capitain (auf der Fahrt zwischen 4° und 5° Süd-Br.) 
spricht die Vermuthung aus, dass die lange nördliche Dünung die Ursache der 
„Rollers“ bei Ascension sei. Ein anderer Capitain berichtet von einem langen 
„Roller“ aus NW, zwischen 8° und 9° Süd-Br., O.s bis 0.9 Met. hoch und 25 bis 
30 Seem. die Stunde setzend, welcher nach seiner Ansicht bei St. Helena und 
Ascension sich bemerklich machen musste. Dies war am 24. Februar 1871. 
Wolken. „Obere Wolken aus NE, Wind SE“ werden häufig aus der Zone 
zwischen 2° Nord-Br. und 5° Süd-Br. berichtet; nach den in den Journalen 
enthaltenen Bemerkungen ist es als eine gewöhnliche Erscheinung in diesem 
Monate zu berichten, dass die Wolken des einen Passates über die äquatoriale 
Grenze des anderen hinziehen, 
Naturgeschichtliches. Keine Landvögel und Insekten wurden gesehen. 
Cetaceen, Fische und Seevögel scheinen in der Region der Windstillen vorzugs- 
weise reichlich vorzukommen. 
Vermischtes. An den Segeln der Schiffe wurde häufig rother Staub 
bemerkt. 
Beste Route zum Schneiden der Linie im Monat Februar (s. Tafel I und 11). 
Nach Süden bestimmte Schiffe sollten stets westlich der Cap Verde- 
schen Inseln gehen, da an der westlichen Seite in den 10°- Feldern 39 und 3 der 
Wind stärker, als an der östlichen Seite ist. In ungefähr 26° West-Lgx, müssen 
die Schiffe südlich steuern und sobald sie südliche Winde antreffen, über den- 
jenigen Bug gehen, über welchen hin sie am meisten Süd gewinnen; der 
Aequator darf jedoch nicht westlicher als 28° West-Lg. geschnitten werden, 
Nach den Angaben der Windkarte für Februar, für die östliche Hälfte 
des 10°-3. 303, kann man SEzE als Haupt-Windrichtung annehmen; weht der 
Wind aus einer anderen Richtung, so ist: 
zwischen 0° und 6° Süd-Br. die Wahrscheinlichkeit ungefähr wie 1:1, dass 
der Wind mehr südlich, oder östlich, oder nord- 
östlich ist; 
die Wahrscheinlichkeit etwas grösser, dass der Wind 
etwas mehr östlich oder nordöstlich ist; 
die Wahrscheinlichkeit ungefähr wie 2:1, dass 
der Wind mehr östlich oder nordöstlich ist. 
Die vorherrschende Strömung ist westlich, durchschnittlich 20 bis 30 Seem. 
den Tag; im Allgemeinen ist sie in der nördlichen Hälfte des 10°-%$. 303 stärker, 
als in der südlichen Hälfte, Die Karte zeigt ferner, dass unregelmässiger See- 
gang nicht ungewöhnlich ist. 
Nach den Wind-Angaben für das 10°-%. 303 können Schiffe, welche den 
Aequator westlicher als in 30° West-Lg. schneiden, nicht sehr aufgehalten 
werden, jedoch liegt keine Veranlassung vor, den Aequator westlich von 
28° West-Ly. zu schneiden. . 
.s- 
Nach Norden bestimmte Schiffe sollten sorgfältig die östliche Seite 
des 10°-$.3 vermeiden, da daselbst der nordöstliche Wind nur schwach ist und 
leichte nordwestliche Winde angetroffen werden können, und sollten den Aequator 
westlich von 25°- West-Lg. und östlich von 30° West-Lg. schneiden. An die 
züdamerikanische Küste darf ein Schiff nicht zu dicht herangehen, da dort 
leichte nordöstliche Winde nicht ungewöhnlich sind. 
März. 
Bemerkungen zur physischen Geographie der 9 Zehngrad- Felder 
in dem Gebiete 
zwischen 10° Nord-Br. — 20° Süd-Br. und 10°—40° West-Lg. 
im Monat März (8. Tafel 11). 
Luftdruck, Der niedrigste Luftdruck 759," (29.29 e, Z.) befindet sich 
noch immer an der Ostseite des Gebietes, erstreckt sich aber weiter nach Süden 
als im Februar. Der mittlere Luftdruck für das ganze Gebiet hat noch etwas 
abgenommen, aber diese Abnahme ist auf die Gegenden zwischen 20° bis 10°
	        
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