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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

a 
Ihre Lage, sowie die ihrer Unterabtheilungen von je 100 Eingradfeldern 
ist in der diesem Hefte beigegebenen Tafel I durch ein Diagramm dargestellt. 
In dieser Tafel bedeuten die grösseren, fettgedruckten Zahlen die betreffenden 
Zehngradfelder, die im Text mit 10°-$. bezeichnet sind, und die kleineren 
Zahlen die jedem Zehngradfeld angehörenden Eingradfelder, im Text entsprechend 
mit 1°-%. bezeichnet. 
Das 10°-$. 38 (zwischen 10° und 20° West-Lg.) liegt, wie ein Blick 
auf die Tafel I zeigt, zum grossen Theile noch innerhalb des Afrikanischen 
Festlandes, wo keine Beobachtungen für diesen Zweck registrirt sind. Die 
wenigen auf See angestellten Beobachtungen gehören der westlichen Seite der 
Westhälfte dieses Feldes an, und hauptsächlich dem Theile zwischen 19° und 
20° West-Leg. 
Das 10°-%. 39 (zwischen 20° und 30° West-Lg.) enthält zwischen den 
1°. Foldern 72—75 und 42—45 die Cap Verde’schen Inseln, so dass die diesem 
10°. 5. angehörenden Beobachtungen naturgemäss sich in diejenigen der Schiffe, 
welche östlich oder westlich von diesen Inseln passiren, theilen. 
Das 10°... 40 (zwischen 30° und 40° West-Lg.) liegt gänzlich in der 
offenen See. 
Das 10°-$. 2 (zwischen 10° und 20° West-Lg.) hat in seiner Nordost- 
Ecke noch afrikanisches Festland, welches einen grossen Einfluss auf die Wind- 
und Strömungsverhältnisse und auf die Richtung der Dünung ausübt. 
Das 10°. 3. 3 (zwischen 20° und 30° West-Lg.) ist das mittelste der 
hier in Betracht kommenden 9 Zehngradfelder und liegt südlich von den Cap 
Verde’schen Inseln auf der IIauptfahrstrasse aller von Europa nach dem Süd- 
atlantischen Ocean und umgekehrt bestimmten Schiffe, welche also, sowohl auf 
der Ausreise, als auf der Heimreise, den Aequator schneiden müssen. Die dem 
„Meteorological Committee“ zur Verfügung gestellten Loggbücher von Schiffen, 
welche die 26 Zehngradfelder 38—46 incl. (zwischen 20°—10° Nord-Br. und 
10°—100° West-Lg.), 36, 1—9 incl. (zwischen 10°—0° Nord-Br. und 10° Ost-Lg. 
bis 90° West-Lg.) und 334, 335, 300—304 incl. (zwischen 0°—10° Süd-Br. und 
20° Ost-Lg. bis 50° West-Lg.) in den Jahren 1855—1870 passirt haben, ergaben 
für die Bearbeitung des in ihnen angesammelten Materials im Ganzen 125000 
Beobachtungen; von diesen fallen 75000 oder 60 Procent auf das eine 10°-$. 3. 
Dieses ist daher von allen den 26 Zehngradfeldern in physisch-geographischer 
Beziehung am besten bekannt, und seine Bearbeitung ist auch schon früher (1874) 
in einem eigenen Werk: „Charts of Meteorological Data for Square 3 and the 
Kemarks accompanying them“ veröffentlicht worden. HEinige auf die Punkte, in 
welchen die Linie geschnitten werden soll, und auf die Strömungs- und 
Temperatur- Verhältnisse dieses mittleren äquatorialen Theiles des Atlantischen 
Oceans bezüglicho Angaben sind aus diesem Werke in diesen „Annalen“ schon 
früher mitgetheilt und durch sich hieran anschliessende selbständige Arbeiten 
über dieses Gebiet näher erörtert und wesentlich erweitert worden, nämlich in 
dem Aufsatze: „Wo soll im Atlantischen Ocean die Linie geschnitten 
werden?“ (s. „Hydr. Mitth.“ 1873 No. 23 pag. 267—275) und in den beiden 
Artikeln von Capt. Koldewey über die „Strömungen und Oberflächen- 
temperaturen in den Aequatorialgegenden des Atlantischen Oceans“ 
(s. „Ann. d. Hydr.“ ete. 1875 pag. 133-—141, 165—171 und 213—221). 
Innerhalb dieses 10°-$. 3, und zwar in seiner Südwest-Ecke, liegen auch 
noch die St. Paul’s Rocks. 
Das 10°-$. 4 liegt genau südlich von dem 10°-$, 40 und im offenen 
Meere; da aber seine Südwest-Ecke nur ca. 160 Seem. von dem nächsten Fest- 
lande Brasiliens entfernt liegt, macht sieh der Einfluss des Landes schon 
merklich geltend, 
Das 10°-%$. 301 enthält fast nur Mcer, das einzige Land in ihm ist die 
Insel Ascension in dem 1°-F. 74. 
Das 10°-%$. 302 ist nur offenes Mecr und liegt unmittelbar südlich von 
dem 10°-$, 3. 
Das 10°. 303 enthält in dem 1°-F. 32 die Insel Fernando de Noronha, 
in dem 1°... 33 die Rocas und ausserdem noch einen grossen Theil der Nord- 
westküste von Brasilien.
	        
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