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ständig geschmolzen und so weich wie Mehlteig, das Wasser war nur einen
Zoll in das Innere eingedrungen. Wir hörten ein Geräusch, wie wenn ein
Bach sich über Felsen stürzt, das anscheinend aus dem unterseeischen Krater
herrührte; letzterer findet wahrscheinlich seine Fortsetzung am Lande, wo wir
etwa drei englische Meilen weit einen Spalt entdeckten, der eine Breite von
einigen Zollen bis zu drei Fuss hatte. Stellenweise floss Wasser in diesen
Spalt hinein. In der Nacht vor dem Ausbruche wurde ein heftiges Erdbeben
gespürt, das jedoch anscheinend keinen Schaden angerichtet hat. Die von dem
Vulkan ausgeworfene Lava ist porös, bröckelig und leicht, so dass sie in
heissem, brennendem Zustande auf der Oberfläche des Wassers tfreibt; nach
Entströmung der schwefligen Gase und Erkaltung sinkt sie jedoch, wie schon
arwähnt. Wahrscheinlich steigt aber nur die leichte Lava bis an die Ober-
fläche, während die schwereren Stücke auf dem Grunde des hier bis 50 Faden
tiefen Meeres zurückbleiben. Einige Stücke der Lava sind sogenannte „Pele’s
Haar“, eine glasartige Masso, die man früher dadurch entstanden glaubte, dass
der Wind auf die glühende Lava einwirkte und sie in glasartige Fäden aus-
spann. Durch den Ausbruch sind zahllose Fische getödtet worden, die von den
Eingeborenen eifrigst gesammelt wurden. In dem Konadistriete von Hawali
hat man in den letzten hundert Jahren keine vulkanische Eruption mehr gehabt
und man glaubte, dass das unterirdische Feuer nur in den Mokuaweoweokratern
und in den Distrieten Puna und Kau in 'F’hätigkeit sei. Der jetzige Ausbruch
hat bewiesen, dass die vulkanischen Kräfte auch unterhalb des Bodens von Kona
lebendig sind; wie lange sie noch in Thätigkeit bleiben werden, ist nicht zu
bestimmen, man fürchtet aber einen baldigen neuen Ausbruch, entweder an
derselben Stelle oder sonstwo auf den hawalischen Inseln.“
Berichtigung.
Auf Seite 208 des vorigen Heftes (V.) ist die letzte Zeile unten als
arste Zeile oben zu setzen.
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