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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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das feste Feuer abermals 8 Sekunden sichtbar u. s. w. Es unterscheidet sich 
von einem Drehfeuer dadurch, dass der Uebergang von der Verdunkelung zum 
Lichte und umgekehrt nicht allmählich, wie bei einem Drehfeuer, sondern ganz 
scharf begrenzt, plötzlich eintritt. 
Zwischen verschiedenen Peilungen ist dieses Feuer roth, einmal an dem 
Ende der Untiefe Sarn Badrig oder St. Patrick’s Causeway und das andere 
Mal nach dem Ankerplatz zu, und zwar zwischen den Peilungen NzE über Nord 
bis NW (dieser Sector berührt die St. Patrick’s Causeway-Tonne und führt über 
die Untiefe selbst fort) und zwischen SWzW '/2W und SzW (dieser Sector kenn- 
zeichnet die Ankerplätze). In den übrigen Richtungen ist das Feuer weiss; es 
wird jedoch zwischen den Peilungen SW'2W und WSW'/2W durch die Ost- 
Insel von St. Tudwall verdeckt. 
Das untere Feuer, 4.9 Met. unterhalb des Hauptfeuers in einem Fenster 
des Thurms angebracht, ist roth und fest. Der Zweck dieses Feuers ist, die Klippe 
Uarreg-y-tray zu kennzeichnen, und deshalb ist auch nur ein Sector von 15° 
vorhanden, welcher über die Klippe hinwegführt. Die Klippe selbst liegt un- 
gefähr 1 Seem. von dem Leuchtthurm entfernt und ist ausserdem noch durch 
eine 2 Kblg. ESE von der Klippe und 1'/2 Seem. von dem Leuchtthurm ent- 
fernt liegende Glockenboje gekennzeichnet. Bei Tage kann man die Richtung 
der Klippe an einem weissen Flecken am Abhange der West-Insel erkennen, 
wenn dieser Flecken in Linie mit dem Leuchtthurm ist. 
Gegenwärtig kann jedes Schiff ohne jede Gefahr nach der Rhede von 
St. Tudwall gelangen; die Einfahrt durch das schmale Fahrwasser zwischen 
der West-Insel und dem Festlande darf jedoch von tiefgehenden Schiffen nicht 
benutzt werden, für kleine Fahrzeuge ist es aber vollständig gefahrlos und 
ohne Schwierigkeit zu benutzen. Die äussere Route beansprucht immer etwas 
mehr Vorsicht. 
Von Westen kommende Schiffe müssen den rothen Sector, welcher die 
Untiefe St. Patrick’s Causeway kennzeichnet, in einem Abstand von 2'/2—3 Seem, 
vom Leuchtthurm durchschneiden. Sobald sie wieder in das weisse Feuer 
kommen, werden sie bei Annäherung an die Klippe Carreg-y-trai durch die 
Glockenboje gewarnt und haben dann nur aufzupassen, dass sie östlich von 
der Glockenboje bleiben; sobald die Klippe passirt ist, kennzeichnet der 
rothe Sector des Hauptfeuers den Ankerplatz. 
Diese Beleuchtung ist für die den St. George’s-Kanal befahrenden Schiffe 
von grossem Werth, umsomehr, als für die Benutzung der Rhede (als Zufluchtsort) 
keine Mehr-Ausgabe für den Schiffsrheder entsteht. Für die Häfen Pwllheli, 
Barmouth, Abersoch, Aberystwith New Quay und die anderen Häfen an der Küste 
von Wales hat diese Beleuchtung der Rhede von St. Tudwall noch einen ganz 
besonderen Werth. 
2. Beschreibung der Indian-Cove. Bonne Bay, an der West- 
küste von Neufundland. Der Capitain I. E. Erskine von I. Br. M. S. 
„Eclipse“ berichtet nach der „HIydrographic Notice“ No. 2, London, 1877 über 
die Indian Cove Folgendes: 
„Die Indian Cove liegt gleich innerhalb der nördlichen Einfahrtsspitze des 
Ostarmes der Bonne Bay und ist in der Richtung Ost—West (die hier vor- 
kommenden Peilungen sind sämmtlich missweisend. Variation 32° West, 
1877) !/s Seem. lang und 2 Kblg. breit. Die Einfahrt, welche gegen SW zu 
offen ist, ist beinahe 2 Kblg. breit und hat in ihrer Mitte 16,5 bis 20 Met. 
Wassertiefe; dagegen sind %4 Kblg. von der NE-Spitze der Einfahrt Tiefen von 
2.7 Met. und ungefähr !/2 Kblg. von der SW -Spitze Tiefen von 7.3 Met. In 
der Mitte dieser Bucht, ungefähr 3 Kblg. innerhalb der Einfahrt findet man einen 
zut geschützten Ankerplatz, mit gut haltbarem Ankergrund auf 12.8 bis 14.6 Met, 
Wasser, Sand und Schlammgrund. 
Die Indian Cove ist deshalb, obgleich sie nur klein ist, im Vergleich zu 
den Ankerplätzen an den Einfahrtsspitzen des Ost- und Süd-Armes der Bonne 
Bay, welche nicht sicher sind, besonders im Herbst, als Ankerplatz zu empfehlen. 
Die Fluthhöhe beträgt in der Zndian Cove ungefähr 1.5 Met.“ 
3. Lage einer Lothungsbank bei Belle Isle; Neufundland. Der 
Führer des Dampfers „Sardinian“ Capt. I. E. Dutton aus Liverpool macht im 
„Nautical-Magazine“ 1877, pag. 491, bekannt, dass er seit mehreren Jahren in
	        
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