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Das Schiff „£ider“, derselben Gesellschaft angehörig, war mitten auf
jem Wege zwischen‘ Guadeloupe und Antigua; in dem Schiffsjournal sind nach-
stehende Angaben verzeichnet:
Datum
1876.
Septbr. 1:
Stunde.
‚. Nachm.
AH
3 2 »
Barometer
MM.
;59.4
156,9
755.5
744.2
steigt,
Bemerkungen.
Sehr starker Regen. Wind: Nord.
Wind: West, Schwere unruhige See,
Wind: West, nach NW umgehend; heftige Regenschauer; un-
ruhige See,
Wind geht nach SE und Ost: Barometer steigt.
St. Croiz. Die dem Orkan vorhergehenden Tage waren ausnehmend
heiss und der Wind war eine frische NE-Brise. Während des Vorüberganges
der Cyklone, welcher die Insel selbst nicht traf, war der Regenfall nicht so
yross, als zu vermuthen war.
St. Christophe. Am 12. September Nachmittags hatte der Himmel ein
drohendes Aussehen; die raschen Aenderungen in der Richtung der Wolken
liessen die Annäherung eines heftigen Sturmes befürchten; das Barometer fiel
schnell; bei Sonnenuntergang wurde der Wind stärker und das Wetter drohender;
das Barometer zeigte um 7 Uhr Abends 751” und um 8! Uhr 745.5”; um
diese Zeit hatte der Orkan seine grösste Stärke. Fünf Schiffe strandeten an
der Küste.
Zu Basse- Terre sind nachstehende Aufzeichnungen gemacht worden:
Datum.
Stunde. !
Septbr. 12| 9h Morg.
Ih
2h Nachm.
33h
ih,
a
5h Abds,
Th
7h 27min. Ab.
7h 38min.
"h 42min.
h 14min, )
3h 2Qmin. >
Sh 30min. 7
Barom.
mm.
759.9
759:2
758.2
758.0
756.9
755.4
754.4
751.6
751.6
750.8
7498
748.3
147.3
746.2
7455
Bemerkungen.
Wind: NE.
Veränderlich, häufiger
Regen.
Wind: ENE.
Wind: NNW.
Heftige Windstösse aus
Nord.
Windstoss aus ENE.
Wind nimmt zu.
Sehr heftiger Windstoss.
Furchtbarer Regenguss,
Datum. _
Stunde.
Septbr. 12
gh Abds,
Oh ]15min. Ab.
9h-2Qmin.
9h 30min. »
gh 45min.
Gh 55min. -
0 %
‚Ob 20min. »
10h 50min.
1b 13min. »
» 11% 30min,
Sentbr. 13} 6h a. m.
Barom.
mm
745.5
745.0
746.7
748.0
749.3
750.8
751.8
753.3
154.9
751.9
756.9
762.0
Bemerkungen.
Sehr heftige Regen-
schauer aus NW.
Wind: West,
Regen.
Sehr schwerer Wind
aus SW.
Wind lässt nach.
Die Backergunge-Cyklone in Bengalen vom 29. October bis
1. November 1876.
Die öffentlichen Blätter brachten im November vorigen Jahres mehrere,
ostindischen Zeitungen entnommene Berichte über eine Cyklone, welche in der
östlichen Ecke der Bai von Bengalen eine Sturmwelle und eine Ueberfluthung
hervorrief, bei welcher über 200,000 Menschen das Leben verloren und welche
unermesslich grossen Schaden an Land und Eigenthum verursachte, noch mehr
als der Wirbelsturm im Juni 1822, bei welchem in denselben Gegenden über
50,000 Personen umgekommen sind. Drei grosse und dichtbevölkerte Inseln,
Dukhin Shahabazpore, Hattea und Sundeep, an der Mündung des Megna (des
Unterlaufes des Brahmaputra und der mit ihm vereinigten Arme des Ganges)
3owie zahlreiche kleinere Inseln sind vollständig von der Sturmwelle über-
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