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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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(183 Met.) und kann ungefähr 10 Seem. weit NEE steuern; alsdann steuere 
man 7 Seem. weit NzE'2E, worauf das Feuer auf Flat Island in Sicht kommt; 
dann bringe man dieses in NNW'Z2W und steuere darauf zu. 
Bei Tage führt die Deckpeilung: „Klippe Pzgeon House und Gipfel der 
Insel Gabriel“ in NzW!/2W frei von dem in der Nähe der Insel Amber befind- 
lichen Riff, Unmittelbar innerhalb der 100 Faden- Linie (183 Met.) findet man 
84 bis 91 Met. Wasser, groben Sand und Korallen. Um frei von den Untiefen 
zu bleiben, darf ein Schiff in nicht weniger als in 91 Met, Wassertiefe gehen, 
Anmerkung. Schiffe, welche bei Nacht Port Louis ansteuern, müssen 
kleine Segel machen, beziehungsweise die Maschine nur langsam arbeiten lassen, 
und ein Anker klar zum Fallen haben; unter gewöhnlichen Umständen darf sich 
dabei ein Schiff nicht mehr als bis auf 3 Seem. nähern. 
Da ein Verkehr mit dem Lande nicht früher gestattet ist, als bis der 
Beamte des Gesundheitsamtes das Schiff untersucht hat, so darf kein Schiff 
nach Sonnenuntergang mehr ankern; es ist deshalb anzuempfehlen, bis Tages- 
anbruch unter Segel zu halten, jedoch dabei Rücksicht zu nehmen, dass gegen 
Morgen der Wind gewöhnlich südlich geht. 
Das Port Louis-Feuerschiff‘) liegt auf 25,6 Met. Wasser und zeigt in 
einer Höhe von 10.4 Met, über der Meeresfläche ein weisses Blinkfener, alle 
20 Sekunden ein Blink. Vom Feuerschiff aus ist der östliche Ausläufer des 
Berges Corps de Garde, welches ein senkrechter Abhang ist, in Linie mit der 
östlichen Abdachung des Berges Petit Malabar, in SzW'/2W; die Kirche von 
Cassis, mit zwei viereckigen Thürmen, in Linie mit dem Westende der Insel 
Barklıy, in S'/zW; und der Flaggenmast auf der Citadelle in Linie mit dem 
inneren Ende des Bootskais bei dem Fort George, in SE'AS. 
Wenn man sich dem Hafen von Westen nähert, so darf man das Feuer- 
schiff nicht früher nördlich von EzN in Peilung bringen, als bis man 1 Seem. 
von demselben entfernt ist. 
Lootsen. Bei Tage kreuzt 1 Seem. ausserhalb des Port Louis - Feuer- 
schiffes ein Lootsenboot, welches eine roth- und weiss horizontal gestreifte 
Erkennungs-Flagge führt. 
Ankerplatz. Von dem gewöhnlichen Ankerplatz bei Port Louis, auf 
27 bis 36.5 Met, Wasser, groben Sand, gemischt mit zerbrochenen Korallen und 
Muscheln, peilt man das Feuerschiff zwischen SE und SSW, in ungefähr !/a Seem. 
Abstand. Man hat den Ankerplatz erreicht, sobald man Gunner’s Quoin in 
Linie mit einem deutlichen Einschnitt in den Bäumen nahe der Spitze Rocky 
in NEYAN peilt, man kann dann nach Belieben westlich der Linie, welche den an 
der Südseite der Great River - Bucht stehenden Martello - Thurm mit dem 
Feuerschiff verbindet, ankern. 
Der Quarantaine-Ankerplatz ist südlich der Linie, welche den Berg Pouce 
und das auf der Südseite der Hafeneinfahrt von Port Louis liegende Fort 
William verbindet, auf 18 Met. Wasser, groben Sand und Korallen. Man peilt 
von demselben das Feuerschiff in !/2 Scem. Abstand in NE. 
Zur Benutzung für das Quarantaine-Boot ist auf 7,3 Met. Wasser, 4 Kblg. 
in SSW1A4W von dem Feuerschiff eine kleine schwarze Tonne verankert. 
Anmerkung. Das nach See zu liegende Anker des Feuerschiffes liegt in 
der Richtung NNW, 310 Met. vom Schiff entfernt, deshalb darf ein Schiff in 
dieser Richtung und innerhalb dieser Entfernung vom Schiff nicht ankern. 
Bemerkungen über die Navigirung an der Nord- und NW-Küste 
von Australien und bei der Insel Timor. 
Der Navigating - Lieutenant Wonham von I. Br. M. S. „Barracouta“, 
Capt. C. E. Stevens, 1876, hat nach der „Hydrographie Notice“ No. 4, London 
(8377, Nachstehendes betreffs der Navigirung an der Nord- und NW-Küste von 
Australien und bei der Insel Timor berichtet. Die hierbei vorkommenden 
Peilungen sind missweisend; die Variation ist für die Dundas-Strasse zu 2° Ost 
und für die Seman-Strasse zu 1° Ost für das Jahr 1877 angegeben. 
') s. „Verzeichniss der Leuchtf, aller Meere“ "Theil HI 1874, Tit, IX. No. 19
	        
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