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tiefem Wasser umgeben. Bei Tage ist diese Untiefe an der gräulichen Farbe des
Wassers auf derselben leicht zu erkennen, bei der Nacht jedoch ist sie den
östlich die Scharvogel-Inseln passirenJen Schiffen sehr gefährlich.
Gezeiten. In der Nähe dieser Untiefen bemerkte man, das die Ebbe nach
Süd und die Fluth nach Nord setzte.
Die Montaran-Inseln. Kast- Island Hegt am östlichen Ende dieser
Gruppe, in 2° 29‘ Süd-Br. und 108° 51‘ 40” Ost-Lg. und ist in der Richtung
Nord—8Süd ungefähr !/2 Seem. lang. Die Insel ist von Korallen gebildet, dicht
bewaldet und wird von einem Sandstrande eingzefasst. Die Bäume der Insel
bilden in der Mitte einen scharf begrenzten Gipfel von 40 Met. Höhe, wodurch
die Insel leicht erkennbar und aus einiger Entfernung gut sichtbar ist. An der
Westseite der Insel wurden in einem Abstand von ungefähr 1 Kblg. über
Wasser befindliche Klippen gefunden; in NzW von der Insel liegt ungefähr
in 1 Seem. Abstand eine Sandbank. Ueberreste von Schildkröten wurden auf
East Island bemerkt; man nahm deshalb an, dass diese die Insel zum Kier-
legen aufsuchen.
Small Island liegt 1%4 Scem. SSW'!/,W von East Island; diese kleine
Insel ist flach, aber in der Mitte mit Bäumen bestanden. Dem Anscheine nach
hat diese Insel dieselbe Länge als Kast Island; das Fahrwasser zwischen
beiden soll seicht sein.
Kine Sandbank, von welcher einige Stellen über Wasser sichtbar waren,
wurde aus den Booten der „Sylvia“ ungefähr 1 Seem. EzS von East Island
vesehen; die Bank schien in der Richtung Ost— West ungefähr 3/4 Seem. Länge
zu haben, konnte jedoch nicht untersucht werden,
Das Catherine- oder Evans-Riff, auf welchem im Jahre 1840 das
Schiff „Catherine“ verloren ging, und 3.7 Met. unter der Meeresfläche liegen
sollte, konnte von den Booten der „Sylvia“ auf der, von dem Schiffsführer der
„Catherine“ angegebenen Position nicht gefunden werden; man sollte nach dessen
Angabe von diesem Riffe aus East Island in 8 Seem. Entfernung W'!/2N, und
den Carimata-Pik in N4°W peilen. Bei der Nachforschung nach diesem Riffe
wurde aber, 4 Seem., in E'/4S von East Island, in 2° 31‘ 30” Süd-Br. und
108° 54‘ 30“ Ost ein 8.2 Met. unter der Meeresfläche liegendes Riff entdeckt;
os war von 14.6 bis 31 Met, tiefem Wasser umgeben; von diesem Riffe peilte
man den Carimata-Pik in N31'/4°W.
Obgleich 8.2 Met. die geringste, von den Booten der „Sylvia“ gefundene
Wassertiefe war, so ist es doch leicht möglich, dass sich auch noch flacheres
Wasser auf diesem Riffe befindet. Auch können sich noch andere Untiefen in
ler Umgegend befinden.
Die Untiefe Den Briel!) wurde von dem Dampfer „Den Briel“ aus
über Wasser gesehen und nach dessen Angabe in 3° 23‘ Süd-Br. und
L09° 27‘ 30“ Ost-Lg. in den englischen Admiralitäts-Karten eingetragen. Von
den Booten I, Br. M. S. „Nassauw“ wurde erfolglos nach dieser Untiefe gesucht;
auf den angegebenen Stellen wurden 33 bis 40 Met. Wasser gelothet.
Die „Nassau“ hatte wegen der Untersuchung 1 Secm., östlich der oben-
yenannten Position geankert und hielt sich 1'/2 "age daselbst auf; das Wasser
war klar und ein leichter SE-Wind wehte, so dass innerhalb eines Kreises von
5 Seem. Radius jede über dem Wasser befindliche Untiefe hätte gesehen
werden müssen.
In Folge dieser Untersuchung ist die Untiefe Den Briel aus den englischen
Admiralitäts-Karten entfernt worden.
Das Oliviera-Riff. Die „Nassau“ passirte 1!» Seem. in Ost und
1’! Seem. in Nord von der auf einer Niederländischen Karte vom Jahre 1842
angegebenen Position des Oliviera-Riffes (3° 10‘ Süd-Br. und 109° 47’ Ost-Lg.).
öhne auch nur ein Anzeichen flachen Wassers zu sehen, Es wurden dabei
29 bis 35 Met. Wasser gelothet.
Gezeiten. In dem südlichen Theil der Carimata- Strasse zwischen
3 und 4° Süd-Br- und zwischen 107° 31‘ und 109° 30‘ Ost-Lg., wurde bei
schönem Wetter nur ein Hochwasser in 24 Stunden beobachtet; die Zeit des-
3aelben war so unregelmässig, dass solche nicht bestimmt anzugeben ist,
s. No. 15 der „Nachr. f, Seef.“, 1870,