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und 243° West-Lg. erhielt man noch einmal wieder für einige Tage SE -Wind,
der rechtdrehend durch Nord nach West ging, um in 33° Süd-Br. und 13.s°
West-Lg. noch einmal einen Kreislauf durch Süd nach SE zu beschreiben.
Darauf folgten für einige Zeit frische Westwinde, und mit, diesen wurde der
Meridian von Greenwich am 20.. Juni in 38.5° Süd-Br. passirt. Das Schiff lief
zwischen 43° und 44° Süd-Br. die Länge bis zur Westspitze Australiens ab,
dann steuerte es südlicher und erreichte die höchste südliche Breite 47.5°
Süd-Br. in 127° Ost-Lg. am 23. Juli. Die oft heftig stürmenden Winde waren
zwar meistens westlich, doch herrschten auch an einigen Tagen schwere süd-
liche und südöstliche Winde, die dem Fortgange der Reise hinderlich waren.
Die mittlere Länge von Tasmanien wurde am 28. Juli in 46.3° Süd-Br. passirt,
ınd dann ein nördlicherer Kurs, der zwischen Neuseeland und Australien hin-
durchführte, eingeschlagen. 40° Süd-Br. wurde in 160° Ost-Lg. am 1. August
gekreuzt. Der Wind wehte hier ausserordentlich stark aus SW, überhaupt
wurden die Winde beim Aufsteuern nach Norden sehr günstig angetroffen.
Oestlich von Cap Maria van Diemen liefen die Winde nach Nord und NE und
wurden dabei flau, wodurch die Reise wieder verzögert wurde. Am 8, August
wurde die Klippe Esperance, zur Kermadec-Gruppe gehörend, gesehen, am
13, August 30° Süd-Br. in 169.s° West-Lg. geschnitten, und am 15. August traf
man in 27.4° Süd-Br. und 169.3° West-Lg. die südliche Grenze des SE-Passates;
welcher nördlich von 24° Süd-Br. recht frisch wehte. Am 18, August kam die
Insel /nine in Sicht, am 19. August die Insel Tutwila der Samoa-Gruppe und
am 20. August ankerte dor „Peter Godefroy“ nach einer Reise von 121 Tagen,
nach dem Verlassen des Kanals, im Hafen von Apta. Es wurden auf der
zurückgelegten Route, deren Distanz rund 17,300 Secm, betrug, durchschnittlich
G Seem. die Stunde gesegelt.
Die meteorologischen Beobachtungen wurden auch während des Aufent-
haltes im Hafen von Apia regelmässig durchgeführt.
Am 20. October verliess das Schiff die Bai wieder, um nach Papeite auf
der Insel Tahiti zu segeln. Der ziemlich raume SE-Passat erlaubte von Anfang
an auf südlichem Kurse noch etwas Ost mit anzuholen, so dass am 1. November
wieder die Insel /nine in Sicht kam und dieselbe an der Ostseite passirt wer-
den konnte. In 23.5° Süd-Br. und 169.5° West-Lg. lief der Wind nordöstlich
und ermöglichte dadurch einen noch östlicheren Kurs, Westwind fand das
Schiff auf dieser ganzen Reise fast gar nicht, nur für wenige Wachen herrschte
leiser südwestlicher Zug in 27.7° Süd-Br. und 159.5° West-Lg. Dann setzte
wieder SE-Wind ein, mit dem von hier aus Tahitz erreicht werden konnte. In
der Passatregion wurde durchschnittlich eine tägliche Versetzung nach West
von etwa 12 Seem. beobachtet. 20° Süd-Br. wurde darauf in 151.7° West-Lg.
am 17. November geschnitten; am 18. November kam Yahiti in Sicht, dessen
Hafen Papeite aber erst am 20, November, Morgens, mit Hilfe eines Schlepp-
dampfers erreicht‘ wurde. Um die in grader Richtung nur etwa 1300 Seem.
betragende Entfernung zwischen beiden Häfen zurückzulegen, musste das Schiff
des SE-Passates wegen auf einem Umwege eine Distanz von 2120 Seem. durch-
laufen, auch betrug die stündliche Geschwindigkeit auf dieser Route nur
3.8 Seem,
Am 17. December lichtete die Bark im Hafen von Papeite ihr Anker,
am nach dem . Heimathhafen Hamburg zurückzukehren, Am 19. December
schnitt das Schiff 20° Süd-Br, in 151.6° West-Lg., und stand mit dem SE-Passat
nach SSW. In 31° Süd-Br. und 150.s° West-Lg. schien am 24, December die
südliche Grenze des SE-Passates zu liegen; der Wind lief hier nach NE und
wurde stürmisch; in 37° Süd-Br. wurde frischer Westwind angetroffen.
Capt. Wendt, dem Bogen des grössten Kreises nach Cap Horn folgend,
gelangte bald in hohe Breiten, worauf am 6. Januar 1877 50° Süd-Br. in 115°
West-Lg. geschnitten wurde. 100° West-Lg. wurde am 10. Januar in 53,6°
Süd-Br. gekreuzt, und am 17. Januar mit frischen Westwinden die Länge des
Cap Horn passirt. Nordöstlich aufsteuernd gelangte das Schiff dann am
23. Januar nach 50° Süd-Br. in 445° West-Lg., erreichte 40° Süd-Br. in 33°
West-Lg. am 28. Januar und 30° Süd-Br. in 31.2 West-Lg. am 4, Februar.
Auf der Strecke zwischen 30° und 20° Süd-Br. verzögerten die zwischen NNW
Ann, ad. Hydr., 1877, Heft VI. (Juni).