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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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9. Der ziemlich hohe Baro- 
meterstand in den südlichen Staaten. 
Im Uebrigen entsprachen im Allge- 
meinen die Monatsmitteldes Barometer- 
standes dem normalen und die mitt- 
lere Druckvertheilung zeigte keine 
erheblichen Unregelmässigkeiten. 
3. Das Vorherrschen der nord- 
westlichen Winde auf dem nördlichen 
Gebiet, der südlichen im Südwesten, 
der nordöstlichen und südöstlichen an 
der südatlantischen Küste, Die stür- 
mischen Winde am 1., 2, und 15. 
und die Orkane in Missouri, Illinois 
und Indiana am 13. und 27. 
4, Die ziemlich hohe Tem- 
peratur in allen Distrikten, ausge- 
nommen im hohen Norden, Minnesota 
and St. Lawrence-Thal, wo nördliche 
kalte Winde vorherrschten, während 
züdlich von der Seeregion warme süd- 
liche Luftströme überwiegend waren. 
Im Nachfolgenden sind die Ab- 
weichungen der Monatsmittel von der 
normalen Temperatur für die einzelnen 
Distrikte zusammengestellt: 
St. Lawrence-Thal . — 1.8°C 
New-England . . . + Os 
Mittl, atl. Staaten. . + a 
SüdlL oA Le 
Golf-Staaten . . 3 
Untere Seeregion . , 0.0 
Obere ” „es 0.4 
Ohiothal u. Tennessee ?3 
Oberes Mississippithal 2.6 
Unteres ” 2.6 
Minnesota . 1. 1.4. 
5. Die zu grosse Nieder- 
schlagsmenge in der Seeregion, 
New-England, Canada und Louisiana 
und die zu geringe Menge in den 
übrigen Golfstaaten, Tennessee, Ohio- 
thal und den südatlantischen Staaten. 
Die grosse Regenhäufigkeit in der 
Seeregion und im südlichen Louisiana. 
Im Nachfolgenden sind die Abwei- 
chungen der Niederschlagsmengen für 
den Monat Februar zusammengestellt: 
2. Der niedrige mittlere Ba- 
rometerstand in Norddeutschland 
und Dänemark, während der mittlere 
Luftdruck in Südeuropa normal war. 
3. Das durch diese Druckverhält- 
nisse bedingte unruhige Wetter mit 
starkem Vorherrschen der Südostwinde 
in Süddeutschland, während im süd- 
lichen Skandivanien vom 5, bis zum 
16. und wieder in den letzten Tagen 
des Monats östliche Winde, theilweise 
auch Schneestürme herrschten. Ob- 
gleich in ganz Deutschland häufig 
stürmische Winde auftraten, so fanden 
jedoch keine schweren Stürme von 
einiger Ausdehnung statt. 
4. Die milde Temperatur eines 
grossen Theils, insbesondere der zwei- 
ten Hälfte des Monats; die der letz- 
teren vorhergehende kalte Periode 
vom 9. bis zum 13. oder 14, und .die 
rapide von Süd nach Nord fortschrei- 
tende Zunahme der Temperatur vom 
13. bis zum 16. 
Die mittleren Abweichungen der 
Monatsmittel von der normalen Tem- 
peratur für die einzelnen Stations- 
gruppen sind im Nachfolgenden zu- 
sammengestellt: 
Ostsee a) Osten . *.1°C 
„ b) Westen. W7 
Nordsee ., ... As 
Preussen und Posen 7 
Schlesien. . . . 9 
Mark und Sachsen 7 
Hessen . . . .. 5 
Rheinprovinz u. Elsass 6 
Baden. . . . 4 
Württemberg ‘. . Os 
Niederlande . . . Ca 
Oesterreich a) nördl. + 1.5 
# b) mitt]. — 0.8 
” ec) südl. — 0.1 
Schweiz . . . :- O9 
Italien. . 2... ‚O4 
5. Die ungewöhnlich grosse 
Niederschlagsmenge. Dieselbe war 
angefähr normal an der östlichen Ost- 
secküste und in Schottland, sie betrug 
das 1% fache in Dänemark, Wales und 
Irland, das Doppelte in Norddeutsch- 
land mit Ausnahme des Nordostens 
und Nordwestens, das 2—3fache an 
der Nordseeküste, in der Rheinprovinz 
und Elsass und an den tiefer gelege- 
nen Stationen Badens, Daher der 
hahe Wasserstand aller Flüsse 
—., 
Ann. d. Hyrdr. 1877. Heft Y. (Mail.
	        
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