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9. Der ziemlich hohe Baro-
meterstand in den südlichen Staaten.
Im Uebrigen entsprachen im Allge-
meinen die Monatsmitteldes Barometer-
standes dem normalen und die mitt-
lere Druckvertheilung zeigte keine
erheblichen Unregelmässigkeiten.
3. Das Vorherrschen der nord-
westlichen Winde auf dem nördlichen
Gebiet, der südlichen im Südwesten,
der nordöstlichen und südöstlichen an
der südatlantischen Küste, Die stür-
mischen Winde am 1., 2, und 15.
und die Orkane in Missouri, Illinois
und Indiana am 13. und 27.
4, Die ziemlich hohe Tem-
peratur in allen Distrikten, ausge-
nommen im hohen Norden, Minnesota
and St. Lawrence-Thal, wo nördliche
kalte Winde vorherrschten, während
züdlich von der Seeregion warme süd-
liche Luftströme überwiegend waren.
Im Nachfolgenden sind die Ab-
weichungen der Monatsmittel von der
normalen Temperatur für die einzelnen
Distrikte zusammengestellt:
St. Lawrence-Thal . — 1.8°C
New-England . . . + Os
Mittl, atl. Staaten. . + a
SüdlL oA Le
Golf-Staaten . . 3
Untere Seeregion . , 0.0
Obere ” „es 0.4
Ohiothal u. Tennessee ?3
Oberes Mississippithal 2.6
Unteres ” 2.6
Minnesota . 1. 1.4.
5. Die zu grosse Nieder-
schlagsmenge in der Seeregion,
New-England, Canada und Louisiana
und die zu geringe Menge in den
übrigen Golfstaaten, Tennessee, Ohio-
thal und den südatlantischen Staaten.
Die grosse Regenhäufigkeit in der
Seeregion und im südlichen Louisiana.
Im Nachfolgenden sind die Abwei-
chungen der Niederschlagsmengen für
den Monat Februar zusammengestellt:
2. Der niedrige mittlere Ba-
rometerstand in Norddeutschland
und Dänemark, während der mittlere
Luftdruck in Südeuropa normal war.
3. Das durch diese Druckverhält-
nisse bedingte unruhige Wetter mit
starkem Vorherrschen der Südostwinde
in Süddeutschland, während im süd-
lichen Skandivanien vom 5, bis zum
16. und wieder in den letzten Tagen
des Monats östliche Winde, theilweise
auch Schneestürme herrschten. Ob-
gleich in ganz Deutschland häufig
stürmische Winde auftraten, so fanden
jedoch keine schweren Stürme von
einiger Ausdehnung statt.
4. Die milde Temperatur eines
grossen Theils, insbesondere der zwei-
ten Hälfte des Monats; die der letz-
teren vorhergehende kalte Periode
vom 9. bis zum 13. oder 14, und .die
rapide von Süd nach Nord fortschrei-
tende Zunahme der Temperatur vom
13. bis zum 16.
Die mittleren Abweichungen der
Monatsmittel von der normalen Tem-
peratur für die einzelnen Stations-
gruppen sind im Nachfolgenden zu-
sammengestellt:
Ostsee a) Osten . *.1°C
„ b) Westen. W7
Nordsee ., ... As
Preussen und Posen 7
Schlesien. . . . 9
Mark und Sachsen 7
Hessen . . . .. 5
Rheinprovinz u. Elsass 6
Baden. . . . 4
Württemberg ‘. . Os
Niederlande . . . Ca
Oesterreich a) nördl. + 1.5
# b) mitt]. — 0.8
” ec) südl. — 0.1
Schweiz . . . :- O9
Italien. . 2... ‚O4
5. Die ungewöhnlich grosse
Niederschlagsmenge. Dieselbe war
angefähr normal an der östlichen Ost-
secküste und in Schottland, sie betrug
das 1% fache in Dänemark, Wales und
Irland, das Doppelte in Norddeutsch-
land mit Ausnahme des Nordostens
und Nordwestens, das 2—3fache an
der Nordseeküste, in der Rheinprovinz
und Elsass und an den tiefer gelege-
nen Stationen Badens, Daher der
hahe Wasserstand aller Flüsse
—.,
Ann. d. Hyrdr. 1877. Heft Y. (Mail.