\
1875 | November '
„Johann Caesar“
Süd-Br. | West-Lg.
Kepz”
16° 24 |
16° 59
17° 58‘
17° 49’
Tnsel
173° 34‘
173° 30‘
172° 38’
172° 8‘
„Delaware“
Süd-Br. | West-Lg.
So,
‚83° 35
19° 56°
21° 24’
21° 56°
MP 97
171° 6
171° 55‘
172° 39‘
173° 0
173° 51‘
174° 29°
AR
Fu
Die aus dem Schiffs-Journal des „Johann Caesar“ mitgetheilten Angaben
zeigen, dass der Wind aus NE durch Nord bis NW geweht und seine grösste
Heftigkeit (bis Stärke 11) am Vormittag des 19. November erreicht hat; am
Nachmittag desselben Tages schon flaute er ab bis zur Stärke 6—7; von NW
(am 20. November) ging der Wind im Verlauf einiger Tage durch West und Süd
nach SE.
Die „Delaware“ hatte vom 15, bis 20. November ENE-Wind mit Stärke
von 8—10, dabei starke Dünung und heftige Böen. Am Nachmittag des 20. No-
vember drehte sich der Wind nach Ost und erreichte des Abends die Stärke 11—12
(diese Schätzung ist aber unsicher, weil die Windfahne durch Sturm fortge-
weht war), am 21. November wehte der Wind mit Stärke 6—7 aus ESE in Be-
ovleitung von Regenböen.
Vergleichende Uebersicht der Witterung des Monats Februar 1877
in Nordamerika und Centraleuropa.
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte)
Nach der „Monthly weather review“ des „Signal Office“ in Washington
und der von der Deutschen Seewarte herausgegebenen Uebersicht der Witterung,
beide für den Monat Februar 1877, stellen wir im Folgenden die Hauptzüge
des Witterungscharakters in Nordamerika und Centraleuropa einander gegenüber.
A, Nordamerika, B. Centraleuropa.
1. Die ziemlich bedeutende 1. Die bedeutenden Schwan-
Schwankung des Luftdrucks um kungen des Luftdrucks (von 775"
die Mitte des Monats (Maximum am am 6. im SW bis 728% jm Norden
13.=—=784"", Minimum am 17,— 751”"-). Centraleuropas). Die Monatsisobaren
Die Monatsmittel weichen nicht erheb- verliefen von WNW nach ESE, während
lich von dem normalen ab, nur in den die Richtung von WSW nach ENE für
südlichen Staaten war der Barometer- diesen Monat die normale ist. Das
stand etwas zu hoch; auch war die davon abhängige Vorherrschen der
mittlere Druckvertheilung keine un- westlichen Winde und die vielfach
gewöhnliche, unruhige Witterung.
2. Die heftigen Stürme vom 2. Die wenigen erheblichen
11. bis zum 13., vom 15. bis zum 18. Stürme, dagegen die vielen baro-
und namentlich der vom 21. bis zum metrischen Minima, meistens mit gros-
24., dessen Bahn wegen ihrer Länge sen Bahnen, unter welchen besonders
und Gestalt merkwürdig ist. Diese das Minimum vom 10. bis zum 16.
war am 21. und 22. südwärts, am 23. hervorzuheben ist, welches bei wenig
ostwärts und am 24. und 25. nordost- veränderlicher Tiefe und theilweise von
wärts gerichtet, stürmischer Witterung begleitet, vom
Ocean, westlich von Irland bis zum
Ural fortschritt.
3. Die Fortdauer der warmen
Witterung. Die mittleren Monats:
temperaturen übertrafen alle die nor-
male, im Osten etwa um 1'%°, im
Westen und Süden um mehr als 2°,
Nur im südlichen Oesterreich erreichte
die mittlere Monatswärme kaum ihren
normalen Werth. Die Abweichung
3. Die Fortdauer des warmen
Wetters, welches in der letzten Hälfte
des Januar eintrat, durch den ganzen
Monat Februar, wodurch die mittleren
Monatstemperaturen für alle Distrikte
— ausgenommen die südatlantischen
und die Golfstaaten — höhere Werthe
erhielten. Die Abweichungen von der