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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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und wohl 100—150 Seem. von dieser Insel entfernt geblieben. Für eine ge- 
nauere Darlegung dieses Orkans fehlen alle weiteren Nachrichten. Die von 
Herrn Trow angestellten Beobachtungen sind: 
Barometer- 
Tag und Stunde | stand 
auf 0° redu-i 
ecirt 
Wind- 
richtung 
Januar 
1 pp. m. 
Sl/gh » 
Sl » 
ei 
© ” 
Ih » 
hl 
{Oh » 
Mittag 
3b p.m. 
51h 
9h a m. 
EI 
740,8 NNE 
748.8 NzE 
148.5 NzE 
147.5 Nord 
145.7 Nord 
145.0 NzW 
144.5 NNW 
"43.7 NW 
34 NW 
143.2 NWZW 
743.7 WNW 
‚5.5 ] West 
(49.8 | WSW 
754.4 SW 
11: 
Bemerkungen 
Auffrischend mit schweren Regenböen. 
Stark wehend mit Blitz. 
Zunehmend. 
Heftiger Sturm mit Blitz. 
Heftiger Sturm, 
Heftiger Regen einsetzend. 
Sehr starker Sturm mit viel Regen. 
Grösste Stärke des Orkans. 
Orkan nachlassend. 
Schnell nachlassender Wind, viel Regen. 
Leichte Brise, schönes Wetter, 
Fast Windstille, 
2. Der Orkan vom 19.—20. November 18765, 
(Mit einer Skizze.) 
Der Orkan vom 19.—20. November 1875 wehte auf Tongatabu mit grosser 
Gewalt und richtete besonders unter den Kokospalmen bedeutenden Schaden 
an; er zerstörte einen grossen Theil der Ernte. Aus den Aufzeichnungen von 
Herrn Trow zu Nukualora au Land, ferner aus den Beohachtungen zu Lefuka und 
Hapaiı an Land und an Bord des Vollschiffes „Lammershagen“ auf der Rhede 
von Lefuka, endlich aus denjenigen auf See an Bord der Schiffe „Johann Caesar“ 
und „Delaware“, hat Capt.-Lieut, von Ahlefeld, von S. M. S. „Gazelle“, eine 
Zeichnung der Bahn dieses Orkans entworfen, welche wir in einer diesem Heft 
beigefügten Skizze wiedergeben. 
Hiernach hat auch dieser Orkan in seiner Hauptrichtung die Bahn von Nord 
nach Süd innegehalten, bei Annäherung an die Tonga- Gruppe jedoch eine 
mehr östliche Richtung genommen. Das Centrum ist in geringer Entfernung 
nordöstlich der Insel Tongatabu und zwischen dieser und der Hapatı-Gruppe 
passirt. Die Richtigkeit dieser beiden Angaben wird dadurch bestätigt, einmal 
dass zu Nukualofa der Wind, welcher bis zum Nachmittag des 20, November 
beinahe stetig aus Ost geweht hatte (s. unten die Tabelle) um 5 Uhr p. m. 
plötzlich nach SW _ umsprang und sodann dadurch, dass, während auf Tongatabu 
der Sturm in der Nacht vom 19. zum 20. November seine höchste Stärke aus 
EzN-Richtung erreicht hatte, auf der Lefuka-Rhede ( Hapati-Gruppe) ein russisches 
Vollschiff, „Martin Luther“, durch einen Sturm aus westlicher Richtung ent- 
mastet wurde, und ein Schooner, der Firma Godeffroy in Hamburg gehörend, 
von seinen Ankern gerissen, auf den Strand lief. Nachdem der Orkan die Tonga- 
Gruppe passirt hatte, scheint er eine noch östlichere Bahn angenommen zu 
haben, denn ein ungefähr 100 Seem. in ESE von Tongatabu befindliches eng- 
lisches Schiff befand sich auf der rechten Seite der Sturmbahn. 
In nachstehender Tabelle theilen wir diejenigen Beobachtungen, welche 
der erwähnten Skizze zu Grunde gelegt sind, übersichtlich neben einander 
gestellt mit und bemerken dazu, dass die Barometerangaben nur für Tongatabu 
auf 0° reducirt sind, die übrigen aber nicht, so dass sie nur den Gang des Baro- 
meters vor, während und nach dem Orkan an den betreffenden Orten veranschau- 
lichen können, aber nicht das Fortschreiten des barometrischen Minimum.
	        
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