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Annalen der Hydrographie and Maritimen Meteorologie, Dezember 1941. 
besonders bei langsamen Wasser- 
standsänderungen, also in Gezeiten- 
gewässern unangenehmer weise gerade 
bei den Hoch- und Niedrigwassern 
bemerkbar macht, Das Registrier- 
papier, auf dem die Feder schreibt, 
ist in der üblichen Weise auf eine 
durch ein Uhrwerk betriebene Schreib- 
trommel mit senkrechter Achse auf- 
gelegt, oder es sind zwei Trommeln 
mit senkrechten Achsen vorhanden, 
eine Vorrats- und eine Aufwickel- 
trommel. Zwischen beiden liegt dann 
eine senkrechte ebene Fläche, über 
die das Papier hinweggezogen wird. 
Wir gehen von der Vorstellung 
aus, daß sich die Wasseroberfläche 
anfangs unter dem unteren Glocken- 
rand befindet. Steigt das Wasser bis 
zum unteren Glockenrand, so wird 
innerhalb der Glocke eine bestimmte 
Luftmenge abgeschlossen und bei wei- 
terem Ansteigen des Wassers zu- 
sammengedrückt. Mit der Druck- 
erhöhung der Luft in der Tauchglocke 
ist ein Eindringen des Wassers von 
unten her in die Glocke verbunden. 
Wir nennen die Höhe, um welche das 
Wasser innerhalb der Glocke steigt, 
h (cm) und den zu messenden Wasserstand selbst, bezogen auf den Glockenunter- 
rand, H (cm). Die Druckerhöhung der in der Tauchglocke abgeschlossenen Luft 
dient, wie eingangs gesagt, zum Messen des Wasserstandes und wird durch eine 
Rohrleitung auf das Quecksilbermanometer übertragen. Das Gesamtvolumen der 
Rohrleitung einschließlich des oberen mit Druckluft gefüllten Endes des linken 
U-Rohrschenkels darf nur einen kleinen Bruchteil des Tauchglockenvolumens 
betragen, damit das Wasser auch bei hohen Pegelständen nicht in die Rohr- 
leitung eintritt. Die Höhe der zylindrischen Tauchglocke ist möglichst klein 
zu wählen, damit h als Korrekturglied für H klein bleibt. Die Giocke kann 
zur Vermeidung von Luftabsorption durch das Wasser mit einer Gummimembran 
gegen das Wasser abgeschlossen werden. Die Membran muß aber 8so weit sein, 
daß sie auch bei den höchsten eintretenden Wasserständen noch locker auf dem 
in die Tauchglocke eingedrungenen Wasser schwimmt und nicht in Spannung 
versetzt wird, 
Als Beispiel seien die Werte einer beim Marineobservatorium in Wilhelms- 
haven befindlichen Anlage der Firma Fuess, Berlin, angegeben: 
Tauchglocke: Durchmesser 40 cm, Höhe 8 em, Volumen 10070 com, 
Rohrleitung: Länge 4868 cm, Volumen 1364 ccm, 
Das Volumen der Rohrleitung beträgt in diesem Falle also rund ein Siebentel 
des Tauchglockenvolumens; denkt man sich das Volumen der Rohrleitung auf 
die Form eines Zylinders mit dem Querschnitt der Tauchglocke gebracht, so 
hätte dieser Zylinder nur die kleine Höhe von etwas mehr als 1 om, 
Die Verwendung des quecksilbergefüllten U-Rohres als Registriermanometer 
in der dargestellten Form gibt die Möglichkeit, den Aufzeichnungsmaßstab inner- 
halb bestimmter Grenzen frei zu wählen. Er hängt außer vom spezifischen 
Gewicht des Quecksilbera und des Wassers vom Querschnittsverhältnis der beiden 
U-Rohrschenkel ab. Geht man von einer Druckerhöhung der in der Tauchglocke 
abgeschlossenen Luft von 100 g/em* aus und denkt sich den Querschnitt des 
linken U-Rohrschenkels praktisch unendlich groß gegenüber dem des rechten, 
Fig, 1, 
-” Querschnitt G
	        
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