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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

Das Land ist auf beiden Seiten meistens niedrig und bewaldet, nur die ver- 
schiedenen Caps oder Lems sind hoch. Die Seite auf Junkseylon steht unter 
dem Rajah von Thalang oder Salonga und die Nordküste, die Seite des Fest- 
landes, unter dem Rajah von Takua-tung. Im September 1875 hatte das Fahr- 
wasser durch die Papra- Strasse die Richtung zuerst auf eine kurze Entfernung 
SW, dicht längs der NW-Spitze von Junkseylon und dann West. Die Wasser- 
tiefen des Fahrwassers betrugen während der West-Richtung zwischen den 
beiden Sandbänken 3.7 Met. bei Niedrigwasser und. weiterhin bei dem SW-Kurs 
nur 2.1 bis 2.4 Met. bei Niedrigwasser Springzeit. 
Die KEingeborenen sind sehr abergläubisch und furchtsam; sie haben 
diese Stelle Pak-Prah (Gottesmund) benannt. Viele Dschunken passiren die 
Papra-Strasse, 
Gezeiten, Die Gezeiten sind in der Papra-Strasse sehr unregelmässig. Auf 
der Barre ist die Hafenzeit nahe . gleich der von Pu-ket; aber innerhalb der 
Strasse setzt die Fluth eine und die Ebbe zwei Stunden später ein. In der 
westlichen Einfahrt der Strasse hat die Gezeitenströmung zuweilen eine Ge- 
schwindigkeit von 6 Knoten, aber im Osten derselben ist die Gezeitenströmung 
gewöhnlich nur halb so stark. 
Im September 1875 wurden zwei Gezeitenströmungen in der westlichen 
Einfahrt beobachtet, eine an der Oberfläche und die andere als Gegenstrom am 
Meeresboden; letztere von ungefähr gleicher Stärke als die erstere. Das Wasser 
sprudelte und war voller Strudel, so dass es unmöglich war, eine Stange für 
länger als einige Minuten in den Grund festzustellen. Die Bänke ausserhalb 
der Einfahrt bestehen aus Sand und verändern sich wahrscheinlich während 
des SW - Monsuns, Zur Zeit des SW-Monsuns brandet die See unaufhörlich 
quer über das Fahrwasser, aber während des NE-Monsuns ist auf der Barre 
yewöhnlich ruhiges Wasser. Innerhalb der Barre ist auf 9 bis 11 Met. Wasser 
ein guter Ankerplatz. 
Zwischen der Ostküste von Junkseylon und der Insel Pulo Panjang 
’siamesisch Goh Jao) ist ein breites Fahrwasser, in welchem die Fluth nach Norden 
und die Ebbe nach Süden, mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 3 Seem. die 
Stunde, setzt, 
Goh (Koh) Jao (Pulo Panjang) ist cine grosse Insel, welche ostwärts 
von Junkseylon liegt und dem Rajah von Panga gehört. Längs der Westküste 
dieser Insel, welche sich nahe Nord—Süd erstreckt, liegen mehrere hohe, steil 
aufsteigende Felsinseln; zwischen diesen Inseln und Junkseylon ist ein breites, 
18 Met. tiefes Fahrwasser, Die Südküste bildet eine Bucht, in deren Mitte, 
2 Seem. vom Ufer, eine kleine Insel mit ausgedehnten Riffen liegt. Wasser- 
jiefen von 29 Met. wurden 4 Seem, von der Küste entfernt gefunden. In NEzE 
von der Südspitze und 3 bis 4 Seem. von der Küste entfernt liegt eine Fels- 
gruppe, von welcher bei Hochwasser nur ein kleiner Theil ungefähr 0.6 Met. 
über der Meeresfläche sichtbar ist. Wassertiefen von 18 bis 26 Met, umgeben 
diese Felsgruppe in einem Abstand von 1 Seem. 
Goh .Jao ist nicht, wie früher in den Karten angegeben war, eine 
Insel, sondern besteht aus drei grossen Inseln, die von einander von Yı bis 
2 Seem. breiten Fahrwassern getrennt sind. Diese drei Inseln heissen Goh 
Jao-jai (die südliche), Goh Jao-noi (die nordöstliche) und Goh Boi (die nord- 
westliche), sind grösstentheils hoch und mit Bäumen bedeckt. Das Fahrwasser 
zwischen diesen Inseln hat die Richtung NW—SE und Tiefen von 2.7 bis 5.5 Met. 
Die Ostküsten von Goh Jao-jai und Goh Jao-noi liegen beinahe in einer Linie, 
und zwar nahe Nord--Süd. In der Mitte dieser Linie hat das die Inseln 
trennende Fahrwasser seine Einfahrt. Südlich derselben steht eine hohe steile 
Insel, Goh Ray Nok oder Bird’s Nest, und nördlich der Einfahrt liegen zwei 
kleine Inseln '/2 Seem. von der Küste entfernt. Zwischen diesen Inseln ist 
zine Sandbank, aber 1 Seem. östlich derselbeu sind Tiefen von 11 bis 13 Met. 
Im Norden der Insel ist die Küste steil abfallend und Tiefen von 16 bis 18 Met. 
sind bei 1 Seem. Abstand. 
Oestlich von Gok Jao-noi liegt eine grosse Inselgruppe, deren Inseln 
alle hoch und steil und beinahe ohne Ausnahme auch steilabfallend sind. Zwischen
	        
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