Das Land ist auf beiden Seiten meistens niedrig und bewaldet, nur die ver-
schiedenen Caps oder Lems sind hoch. Die Seite auf Junkseylon steht unter
dem Rajah von Thalang oder Salonga und die Nordküste, die Seite des Fest-
landes, unter dem Rajah von Takua-tung. Im September 1875 hatte das Fahr-
wasser durch die Papra- Strasse die Richtung zuerst auf eine kurze Entfernung
SW, dicht längs der NW-Spitze von Junkseylon und dann West. Die Wasser-
tiefen des Fahrwassers betrugen während der West-Richtung zwischen den
beiden Sandbänken 3.7 Met. bei Niedrigwasser und. weiterhin bei dem SW-Kurs
nur 2.1 bis 2.4 Met. bei Niedrigwasser Springzeit.
Die KEingeborenen sind sehr abergläubisch und furchtsam; sie haben
diese Stelle Pak-Prah (Gottesmund) benannt. Viele Dschunken passiren die
Papra-Strasse,
Gezeiten, Die Gezeiten sind in der Papra-Strasse sehr unregelmässig. Auf
der Barre ist die Hafenzeit nahe . gleich der von Pu-ket; aber innerhalb der
Strasse setzt die Fluth eine und die Ebbe zwei Stunden später ein. In der
westlichen Einfahrt der Strasse hat die Gezeitenströmung zuweilen eine Ge-
schwindigkeit von 6 Knoten, aber im Osten derselben ist die Gezeitenströmung
gewöhnlich nur halb so stark.
Im September 1875 wurden zwei Gezeitenströmungen in der westlichen
Einfahrt beobachtet, eine an der Oberfläche und die andere als Gegenstrom am
Meeresboden; letztere von ungefähr gleicher Stärke als die erstere. Das Wasser
sprudelte und war voller Strudel, so dass es unmöglich war, eine Stange für
länger als einige Minuten in den Grund festzustellen. Die Bänke ausserhalb
der Einfahrt bestehen aus Sand und verändern sich wahrscheinlich während
des SW - Monsuns, Zur Zeit des SW-Monsuns brandet die See unaufhörlich
quer über das Fahrwasser, aber während des NE-Monsuns ist auf der Barre
yewöhnlich ruhiges Wasser. Innerhalb der Barre ist auf 9 bis 11 Met. Wasser
ein guter Ankerplatz.
Zwischen der Ostküste von Junkseylon und der Insel Pulo Panjang
’siamesisch Goh Jao) ist ein breites Fahrwasser, in welchem die Fluth nach Norden
und die Ebbe nach Süden, mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 3 Seem. die
Stunde, setzt,
Goh (Koh) Jao (Pulo Panjang) ist cine grosse Insel, welche ostwärts
von Junkseylon liegt und dem Rajah von Panga gehört. Längs der Westküste
dieser Insel, welche sich nahe Nord—Süd erstreckt, liegen mehrere hohe, steil
aufsteigende Felsinseln; zwischen diesen Inseln und Junkseylon ist ein breites,
18 Met. tiefes Fahrwasser, Die Südküste bildet eine Bucht, in deren Mitte,
2 Seem. vom Ufer, eine kleine Insel mit ausgedehnten Riffen liegt. Wasser-
jiefen von 29 Met. wurden 4 Seem, von der Küste entfernt gefunden. In NEzE
von der Südspitze und 3 bis 4 Seem. von der Küste entfernt liegt eine Fels-
gruppe, von welcher bei Hochwasser nur ein kleiner Theil ungefähr 0.6 Met.
über der Meeresfläche sichtbar ist. Wassertiefen von 18 bis 26 Met, umgeben
diese Felsgruppe in einem Abstand von 1 Seem.
Goh .Jao ist nicht, wie früher in den Karten angegeben war, eine
Insel, sondern besteht aus drei grossen Inseln, die von einander von Yı bis
2 Seem. breiten Fahrwassern getrennt sind. Diese drei Inseln heissen Goh
Jao-jai (die südliche), Goh Jao-noi (die nordöstliche) und Goh Boi (die nord-
westliche), sind grösstentheils hoch und mit Bäumen bedeckt. Das Fahrwasser
zwischen diesen Inseln hat die Richtung NW—SE und Tiefen von 2.7 bis 5.5 Met.
Die Ostküsten von Goh Jao-jai und Goh Jao-noi liegen beinahe in einer Linie,
und zwar nahe Nord--Süd. In der Mitte dieser Linie hat das die Inseln
trennende Fahrwasser seine Einfahrt. Südlich derselben steht eine hohe steile
Insel, Goh Ray Nok oder Bird’s Nest, und nördlich der Einfahrt liegen zwei
kleine Inseln '/2 Seem. von der Küste entfernt. Zwischen diesen Inseln ist
zine Sandbank, aber 1 Seem. östlich derselbeu sind Tiefen von 11 bis 13 Met.
Im Norden der Insel ist die Küste steil abfallend und Tiefen von 16 bis 18 Met.
sind bei 1 Seem. Abstand.
Oestlich von Gok Jao-noi liegt eine grosse Inselgruppe, deren Inseln
alle hoch und steil und beinahe ohne Ausnahme auch steilabfallend sind. Zwischen