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Am Nachmittag des 16. März passirten wir über die Aurora-Bank, wie
zie auf den Karten der britischen Admiralität niedergelegt ist, oder nahe bei
derselben. Von der Bramraa aus konnten wir aber keine Brandung erblicken,
auch fanden wir beim Lothen mit 60 und 90 Faden (110 und 165 Met.) Leine
keinen Grund. Der Strom setzte in nahezu östlicher Richtung.
Am 23. März Mittags in 2° 0‘ 30“ Süd-Br. und 117° 1‘ 30“ Ost-Lg., in
der Macassar-Strasse, sahen wir mehrere Inseln und Sandbänke, welche in der
Karte nicht verzeichnet sind, lotheten und fanden mit 40 Faden (73 Met.) keinen
Grund, Die uns zunächst liegende Sandbank sah weiss aus, lag 10 bis 12 Fuss
(3, bis 3.7 Met.) über Wasser und peilte SzE, 7 Seem. entfernt; gerade vor
dieser Bank lag ein langes Riff, welches an einigen Stellen über Wasser hervor-
ragte, an den anderen nur wenig unter dem Meeresspiegel lag; zwischen dem
Riff und der Sandbank schien tiefes und etwa 1 Seem. breites Wasser sich zu
befinden. Vom Mittags - Besteckpunkt aus peilten drei weisse Sandbänke
3SE%/A4E, 10 Seem. entfernt, eine Insel mit Bäumen SE*/E, 20 bis 25 Seem.
entfernt, und eine kleinere Insel mit Büschen darauf SE!/4E, 14 Seem. entfernt.
Die beiden Inseln in Linie peilten ESE. Am Nachmittag sahen wir mehrere
grössere Inseln weiter nach SE,
Wir verliessen die Macassar - Strasse am 4. April. Während unserer
Durchfahrt durch dieselbe hatten wir am Tage wenig oder gar keinen Wind,
nach Sonnenuntergang hatten wir, als wir ums nahe an der Küste von Borneo
befanden, heftigen Donner und Regen bis Mitternacht, hierauf leichte Landbrise
bis zum Morgen. Der Strom setzte Süd 25 bis 30 Seem. das KEitmal.
In der Celebes - See hatten wir leichte östliche Winde und einen Strom,
der zwischen den Richtungen Süd und West 30 Seem. den Tag setzte.
Am 9. April sahen wir Tawi Tawz und versuchten am 10, westlich von
Siassi zu passiren, da wir aber 24 Stunden hindurch einen Strom nach ESE
bemerkten, so passirten wir östlich von Siasst und ankerten eine Fluth über in der
Tapul - Strasse; der Fluthstrom lief dort mit einer Schnelligkeit von 4 Seem.
die Stunde. Von unserem Ankerplatz auf 13 Faden (23.8 Met.) Tiefe peilte
die Nordspitze von Tapul N 29° W, die Nordspitze von Siassi S 86° W, unter
Jem Stern hatten wir 30 Faden (54.93 Met.) Tiefe. Wir lichteten Anker und
arbeiteten uns mit NNW-Winden westlich von Sulu vorbei, an den beiden
nächsten Tagen hatten wir Windstille und geringe Gezeitenströmung.
Des Mittags am 13. April in 6° 13‘ Nord-Br. peilte die Südspitze von
Panducan West, 3 Seem. entfernt. Die äussersten Knden von Teomabal peilten
NE!%2N und NE’'2E und schienen ebensoweit entfernt zu sein, wie Usadda,
Die Südspitzen von Pontucunan und Babuac in Linie peilten Ost; eine Lothung
ergab in 17 Faden (31 Met.) feinen Sand. Wir steuerten NNE und das Schiff
machte kaum 1 Seem. Fahrt; kurz nachher fanden wir 13 Faden (23.s Met.)
Tiefe und behielten dieselbe Tiefe bis 10* Abends, alsdann hatten wir 8 und
7 Faden (14.6 und 12,8 Met.), in welcher Tiefe wir ankerten. Von diesem Ort
aus peilt die Südspitze von Zeomabal ENE'/2E, die Ostspitze von Zubigan NNE
und Kularrein NW; der Strom setzte 1 Seem. nach NW. In nordöstlicher Rich-
jung vom Schiff lotheten wir bis zu 1 Seem. Entfernung und fanden nirgends
eine geringere Tiefe als 6!'/2 Faden (11.3 Met.).
Nordwestlich von Tubigan liegt eine kleine Sandbank nahe bei dem dafür
in der Karte bezeichneten Ort, Panducan und Kularrein scheinen in der
Nord—Süd-Richtung nahezu dieselbe Länge, 4 bis 5 Seem.,, zu haben, aber
Panducan erstreckt sich nicht soweit nördlich hinauf und Kularrein weiter nach
Süden hinunter, als in der Karte angegeben ist.
Um 1* Morgens lichteten wir Anker und steuerten NEzE, die erste
Seomeile fanden wir ruhiges Wasser und lotheten 6 bis 8 Faden (11 bis 14.6 Met.),
alsdann fanden wir 15 Faden (27.4 Met.). Die Nordspitzen von Zubigan und
Teomabal legen in der Richtung NW-—SE und sind ungefähr 7 Seem. von
einander entfernt.
Wir segelten nun NNE 3 Seem. über einer Tiefe von 15 Faden (27.4 Met.),
die folgenden 7 Seem. hatten wir 8 und 7 Faden (14.5 und 12.23 Met.) Wasser-
Ann, d. Hydr., 1877, Heft IV. (Avril).