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entweder überhaupt nicht existirt, oder wenigstens nicht auf der in der Karte
(General-Karte des Pacific-Ocean, brit. Adm.-Karte No. 2683, früher Tit. XI,
No. 206, jetzt cassirt) angegebenen Stelle.
Von hier aus wurde der Kurs direct auf die ebenfalls als zweifelhaft
aufgeführte Untiefe Abreojos gesteuert und unter den günstigsten Umständen
und mit der grössten Vorsicht und Aufmerksamkeit nach dieser Untiefe gesucht.
Am 10. Januar wurde nach genauem Mittagsbesteck (22° 13‘ Nord-Br., 129° 57‘
Ost-Lg.) bei hellem, klarem Passatwetter der Kurs direct über die in der angezogenen
Karte angegebene Position (22° 0‘ Nord-Br., 129° 10‘ Ost-Le.,
s, „List of Rep. Dang.“ ete. sub No. 450) gesteuert und 6" p. m. noch bei
Tageslicht über diese Stelle hinweggesegelt, ohne bei einer Sehweite von
wenigstens 12,5; Scem. nach jeder Richtung auch nur die geringste Spur einer
verdächtigen Stelle oder Untiefe erblicken zu können. Es ist deshalb ebenfalls
mit Bestimmtheit anzunehmen, dass Abreojos entweder überhaupt nicht existirt,
der wenigstens nicht in der Position, welche die angezogene Karte angiebt.“
5. Wind- und Stromverhältnisse im Monat Januar zwischen Yokohama
und Manila.
„Am 9. Januar in 23° 22‘ Nord-Br. setzte der Nordost - Monsun ein,
nachdem schon mehrere Tage vorher nördliche und nordnordwestliche Winde
vorgeherrscht hatten, Am 15. Januar in Sicht von Cap Capores (Insel Luzon)
verlor sich der bis dahin wehende NE-Wind und ging in wechselnde Winde
£ zwischen ENE—NE über, mit der Windstärke 6—9.
N Von ungefähr 33° 30‘ Nord-Br., 139° Ost-Lg. bis 22° Nord-Br., 130° Ost-Lg.
g blieb die Stromversetzung zwischen Süd und Ost ungefähr 1 Seem. die Stunde;
£ dann nahm sie ab bis auf 0.25 Seem. die Stunde, in den Richtungen zwischen
5 Nord und West und Nord und Ost. Die bedeutendste Stromversetzung wurde
5 an der Nordwestseite von Luzon bemerkt, und zwar nach N 9° W, 47 Seem.
sin 24 Stunden, wobei es stürmisch von Nord mit hohem Seegang wehte. Diese
« starke Versetzung machte sich aber nur bis Cap Bojeador bemerkbar; es scheint
's hieraus hervorzugehen, dass der Warmwasser-Strom sich nach Osten zu an dem
© Land bei Cap Bojeador stösst und durch den Lauf der Küste nach Norden hin
„ 5 abgelenkt wird. Von hier bis Manila wurde fast gar keine Stromversetzung
? > bemerkt.
35 Bei dem Passiren der Batan - Inseln am 12. Januar wurde eine Strom-?
5 versetzung nach NNE, 2.5 Scem. die Stunde, constatirt; cs zeigten sich aber
diesmal keine Stromkabbelungen, wie sie auf der früheren Reise im Mai 1876
beobachtet wurden.
An der Nordseite von Luzon verlor sich die bis dahin sichtbare prachtvolle
dunkelblauglänzende Farbe des Meerwassers und ging in dunkelgraugrün,
ähnlich der Farbe des Nordseewassers., über.“
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4. Bemerkungen über die Rhede von Manila,
„Die in den Segelanweisungen bis jetzt gegebene Beschreibung der Rhede
von Manila*) ist eine so veraltete und mangelhafte, dass selbst der Eingeweihte
sich heutzutage nicht darnach zurecht finden würde, Es sind nämlich Gegenstände,
wie der Dom eines Convents, Flaggenstock im Fort ete., zur Peilung
benutzt, welche, wie die Kuppel der Kathedrale, die eingestürzt ist, längst nicht
mehr existiren, oder sie können mit den 20 bis 30 Thürmen und Kuppeln
der zahlreichen sonstigen Kirchen leicht verwechselt werden. Ebenso ist der
Flaggenstock des Forts fast stets durch vorliegende Schiffe verdeckt und eignet
sich deshalb auch nicht zum Peil-Objeet,
Eine gute Ankerstelle, welche 5. M. S. „Vineta“ benutzte, ist folgende
(s. nebenstehende Skizze): Santa Domingo, ganz weisse Kirche, besonders auffallend
durch zwei viercckige Thürme, in mw. ENES/4E; Leuchtfeuer auf der
Nord-Mole in mw. NEzE'/,E; Kloster, rechts von der Stadt allein liegend und
besonders auffallend, in mw. ESE'LZE:; und Leuchtthurm von Cavite in mw. SzW.
>.
»
;) S. Horsburg: „India Directory“, Vol, IT, 8, ed., 1864, pag. 399—402; „The China Sea
Directory“, Vol Il, 1868, pagı 249,