140
Memel
Xönigsberg
Neufahrwasser
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Wilhelmshaven
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Wiesbaden
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236.0
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1
— 20° 15° 10°|—5°| 0° | 5° | 100 | 150 | 20° | 25° | 30°
4011-01 +01 00 Or 0.0, 0.0; 0.06,—01/—01 — 0.1
+02) +02 +01 !-07 +01 0.0) 0.01— 0.1 — 0.1/— 0.1, — 0.2
+01} 0.0' 0.6 06 00 Q.0| 0.0| Oo] 0.0 00| 0.0
+03|+0.3' +02 4-01 +01 0.0! 0.0|/— 0.1|— 0.11— 0.5 — 0,3
+0.1 0.0 0.0! 0.0) 0.0! 0.0! 0.0] O0.0o| 0.0! O.ol 0.0
+01] 06! 0.0! 0.0| 00} 0.0| 0.0| O0.0| 0.0 0“ 0
+011 4014 +01 0.0) 0.0 0.0 0.0! O0.0| 0.01—( —041
+0.2' +01 40.1! +01 +01 0.0| 0.0! 0.0|—0.1,—C —01
+0.1|4+01 401/401] 0.0 0.0! 0.0' 0.0—0° —6. —0.1
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40.1 Do, Oo] 0.0] 0.0 0.0 00| 0.07 Oo] 0.0! 0.0
405/404 +0.3] +0.2/ +02 -+ 0.1 A Q11— 0.2]—: —03
+06'4-05 4 0.4|-+0.3|-4+0. +0, —O1l— 060 —04
+20l4-160 +12|+09|-+06 FF —. — | — 1.2
+05' 4065 4941 +0,81 +02 Fu —VWi— 00 —0 — 04
41.1 4-00 +07|+051+03 +0: - Ol url 0 — 08
+05 7-04 1081-02-01 401 uw l— 0.1/— 05 /—0‘ — 03
+1,22 !.1. 4 09|+071 +04 +02 —0.1|— 0.3/— 0,5/— 0° — 1.0
4.05 4-04 +03] +02 01 -+0.1| 0.0/—0.1|/— 0.21— 0° — 0.4
41.4 +1.0|-+0.7/ +05 +4+0.2| 0.0/— 0.2|/— 0,5|— 0.4 — 0.9
+1. +0.7/| + 05/404 +02) 0.0|— 0.2]— 0.41— 0.6, — 0.7
171.2 2. +08|-+0.6|-+4+04| +02 0.0} — 0.2/— 0.4/— 0.61 — 0.8
441 1-° +28 +21| -+1.4] + 0.8|+ 0.1 |— 0.6 1— 1.3] — 1.91 — 2.6
+23 | +19 +15] 111 +0.7| + 0.3|— 0.1 |— 0.5 — 0.9/— 1.2| — 1.6
+51 | +42! + 3.3| + 2.41 + 1.5| + 0.6 /— 0.8 |— 1.1 |— 2.01— 2,9| — 3.8
Obwohl die Correction bei den hochgelegenen Stationen am Fuss der
Alpen für extreme Temperaturen erheblich ist, so zeigt sich im Allgemeinen
keine bessere Uebereinstimmung zwischen den in der Nähe des Gebirges ge-
legenen Stationen nach Anbringung der Correction, als ohne dieselbe. Professor
Hann hat an dem Beispiel von Hermannstadt nachgewiesen, wie in den Thälern
mit beschränkter Lufteirculation Erkaltung (und ebensowohl Erwärmung) durch
Strahlung die Temperatur so local beeinflussen, dass man bei Benutzung der
augenblicklichen Lufttemperatur an der Station vollkommen unbrauchbare Werthe
für den Luftdruck im Meeres-Niveau erhält; hierauf gestützt, hat er gerade für
hohe Stationen die Anwendung eines dem oben dargelegten ähnlichen Ver-
fahrens empfohlen. In der That muss, da, wie Rühlmann nachgewiesen, die
Temperatur der freien Atmosphäre bedeutend weniger schwankt, als jene der
in gleicher Meereshöhe dem Boden, in Gebirgen, anliegenden Luftschicht, die
Wahrheit in der Mitte zwischen beiden Annahmen liegen, und zwar kommt man
geben nachweisbar derselben unter Umständen näher, unter der Annahme einer
constanten, als einer der jeweiligen Stationstemperatur entsprechenden Tempe-
ratur, — wobei man noch den grossen Vortheil erreicht, die durch Beobachtung
gewonnenen Werthe weniger durch veränderliche und unsichere Correctionen zu
entstellen.
In der Nähe hoher Gebirge und besonders auf den entgegengesetzten
Seiten derselben zeigen allerdings die Barometerstände verhältnissmässig nahe ge-
legener Stationen so grosse Differenzen und finden sich häufig solche Gradienten,
wie sie in der Ebene nur bei heftigen Stürmen vorkommen, ohne dass, wenigstens
an den Thalstationen, die Luftbewegung eine irgend entsprechend starke sei.
Diese Erscheinung tritt indessen bei jeder Reductionsmethode auf und ist eine
Folge des durch die Gebirgsmauer behinderten Luftaustausches. Auf den täg-
lichen Wetterkarten der Seewarte tritt diese Erscheinung sowohl an den Alpen
als an den Skandinavischen Gebirgen sehr oft hervor, besonders an den ersteren;
3ehr charakteristisch am 1., 4. und 9. Januar dieses Jahres, vor Allem am
4. Januar, an welchem wir in ganz Oberitalien (bis Moncalieri, Riva und Görz)
den Luftdruck zu 765""", in Süddeutschland (bis nach Ischl) zu 752-755" und
zwar schon am Bodensee zu ca, 752°" finden. Dass die Reductionsmethode auf
den Unterschied ohne Einfluss war, ergiebt sich daraus, dass die Lufttemperatur
in diesen ausserordentlich warmen Januartagen der mittleren Jahrestemperatur