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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

Boweun-Strasse. Diese Strasse liegt zwischen der Insel Croker und 
dem Festland, an der Westseite der Mountnorris - Bucht. Wenn man den 
Gipfel der an der Ostseite der Mountnorris-Bucht liegenden Insel Valentia nach 
hinten zu in EzN peilt, so führt ein WzS-Kurs nach der östlichen Einfahrt der 
Bowen - Strasse. Das Fahrwasser in derselben ist breit und für Schiffe mit 
4.6 Met. Tiefgang sicher. Man sagt, dass in NE von den Untiefen, die in der 
Mitte der Bowen-Strasse liegen, wenigstens 8.2 Met. Wasser sind. 
Port Essington. Während des SE-Monsuns findet man zwischen der 
Spitze Smitk und der Spitze Block, an der Ostseite von Port Essington, cinen 
guten Ankerplatz. 
Die Eingeborenen zeigen die Stelle an, wo man in der Nähe dieses 
Ankerplatzes frisches Wasser findet. 
Strömung. Bei der westlichen Kinfahrtsspitze des Hafens von Essington, 
dem Vorgebirge Vashon, setzt der Strom in den Monaten von März bis October 
nach Westen, er nimmt nahe der Spitze Danger, der westlichen Einfahrts- 
spitze der Bowen - Strasse, an Stärke zu. Die Richtung des Stromes wechselt 
mit dem Monsun, seine durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt 1 Knoten 
die Stunde. 
Zwischen dem Vorgebirge Vashon und dem Cap Don, der östlichen Ein- 
fahrtsspitze der Dundas - Strasse, erstreckt sich ein gefährliches Riff in einiger 
Entfernung von der Küste; die Gezeiten sind daselbst stark und unregel- 
mässig, wodurch heftige Kabbelungen und Gegenströmungen entstehen. 
Dundas-Strasse. Die Gezeiten sind in dieser Strasse unregelmässig 
und laufen bei der Springzeit sehr stark, Da die Fluth, von Osten kommend, 
durch diese Strasse setzt, aber auch, von Westen kommend, zwischen den 
Vernon-Inseln hindurchsetzt, so treflen sich diese beiden Fluthen nördlich des 
Cap Hotham an der Südseite des Van Diemen Golfes. Da die Stelle, wo sich 
diese beiden Fluthen treffen, aber nicht genau bekannt ist, so wird die Navi- 
gation an diesem Theil der Küste ziemlich schwierig, 
Clarence-Strasse.') Lieutenant F. J. Rendel1l von I. Br. M. S. „Beagle“, 
1874, berichtet, dass sich von dem Cap Gambia, dem Südende der an der 
Westseite des Van Diemen Golfes gelegenen Insel Melville, in südwestlicher 
Richtung flaches Wasser erstreckt. Von I. Br. M. S. „Beagle“ wurde, als das 
5 Seem. entfernte Cap Gambia NzE peilte, 5.5 Met. Wasser gelothet. Bei dem 
Befahren der Clarence-Strasse muss grosse Vorsicht gebraucht werden, und be- 
sonders in dem nördlich der Vernon-Inseln befindlichen Fahrwasser. 
Vernon-Inseln. Bei dem Ostende der östlichen Vernon-Insel liegt auf 
13.7 Met. Wasser eine rothe Tonne mit einem aus einem Dreieck und einer 
Kugel bestehenden Toppzeichen. Schiffe, welche, von NE kommend, durch das 
Fahrwasser zwischen der Ost- und der SW-Insel der Vernon - Gruppe steuern, 
müssen von dieser oben erwähnten Tonne wenigstens 366 Met. abbleiben und 
südlich steuern, bis die rothe Tonne, welche bei der Westspitze der östlichen 
Insel liegt, gut südlich frei von der Insel ist; von hier steuere man durch das 
Fahrwasser und suche das Henry Ellis Riff, welches bei der NW-Spitze der 
SW-Insel bei Niedrigwasser beinahe im Meeresspiegel liegt, zu vermeiden. 
Das Fahrwasser zwischen der Ost- und der NW- Vernon-Insel ist nicht 
zu empfehlen. 
Port Darwin.) Derselbe Offizier berichtet ferner, dass, wenn man 
den 59 Met. hohen Berg King's Table um seine doppelte Breite östlich frei 
von dem Vorgebirge Talc peilt, man eine gute Leitmarke zur Kinsegelung in 
den Hafen Darwin hat; sobald man dann die Spitze Emery Ost peilt, muss 
man nach dem bei Fort Hill befindlichen Ankerplatz steuern. Den besten 
Ankerplatz findet man auf 14.6 Met. Wasser, wenn Fort Hill in NWzW peilt. 
Eine Schlammbank, welche bei Springzeit Niedrigwasser trocken fällt, 
erstreckt sich !/a Seem. WSW von der Niederlassung. 
Trinkwasser kann man aus dem ungefähr 1 Seem. NW von der Nieder- 
lassung befindlichen Peel’s Brunnen erhalten, es ist aber nicht besonders gut. 
Die Bewohner sammeln sich gewöhnlich das Regenwasser. 
Na. a. OO. pag. 90. 
a. a. OO. Dpag. 96.No full text available for this image
	        
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