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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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Beschreibung des Hafens von False Point. 
Leuchtfeuer. DerLeuchtthurm von False Point steht in 20° 20‘20“ Nord-Br. 
und 86° 44 0“ Ost-Lg.!) auf einem niedrigen bewaldeten Landstrich; er ist aus 
rothbraunem Granit erbaut; an seiner SE-Seite ist ein grosser weisser Stern gemalt, 
Das auf diesem "’hurm befindliche weisse feste Feuer (gewöhnliche Argandlampe) 
ist 38., Met. über Hochwasser und von See und vom Ankerplatze aus, zwischen 
den Peilungen NNE über Nord und West bis SW, 18 Seem. weit sichtbar. 
In den Monaten Januar und Februar steigen zuweilen bei Tagesanbruch 
über dem Lande Nebelbänke auf, wodurch das Feuer öfters so plötzlich ver- 
schwindet, als wäre es ausgelöscht. 
Die äussere Küstenlinie, welche sich in nordöstlicher Richtung 
3 Seem, weit von dem Leuchtthurm aus erstreckt, wird durch eine Landzunge 
gebildet, die sich mit der Insel Dowdeswell oder Nurrea banga Nassee ver- 
bindet, nach Norden zu umbiegt und in der Spitze Reddie*) endigt. Diese 
Spitze peilt NNE von dem 6!/2 Seem. entfernten Leuchtthurm von False Point. Diese 
Küste, sowie die Insel Dowdeswell, welche den Ankerplatz schützt, wird beson- 
ders durch einen Höhenzug kleiner, 1.s bis 2.4 Met. hoher Sandhügel, welche 
mit Gras und mit Buschwerk bedeckt sind, gekennzeichnet. i 
Hookey Tollah ist der Name des Zoll- und Hafenamtes, welches an der 
inneren Seite der Insel Dowdeswell liegt. Das Gebäude, das höchste in dieser 
ganzen Gegend, ist gleichzeitig ein Zufluchtsort für Schiffbrüchige, Ungefähr 
91 Met. WzS von diesem Hause, nahe an der Anlagebrücke, steht an der Hoch- 
wassergrenze ein gut sichtbarer Flaggenmast. 
Die innere Küstenlinie der Bucht erstreckt sich vom Leuchtthurm 
von False Point nach dem Bacood - creek und umschliesst. auf dieser Strecke 
die früher als Insel bekannte Plowden Insel; dann führt sie nach der Mündung 
des Flusses Jumboo und von hier nach der Spitze Temple. Dieser Küstenstrich 
besteht hauptsächlich aus Mangrove-Sümpfen. Von der Spitze Temple bis zum 
Fluss South Broni ist das Land niedrig, mit Gras und Buschwerk bedeckt 
und stellenweise von kleinen Mangrove-Sümpfen unterbrochen, welche von Sand 
ocingefasst sind; letzterer bildet die Hochwassergrenze, 
Baken und Landmarken. Auf dem Nordende der Insel Dowdeswell 
steht NNE!/sE, 6’/s Seem. von dem Leuchtthurm von False Point entfernt, eine 
7 Met. hohe, hölzerne dreifüssige Bake mit einem Korbgeflecht als Toppzeichen. 
Auf dem Westufer der Bucht steht, %/4 Seem. landeinwärts von der Spitze 
Temple, ein weit sichtbarer Baum, mit einer Spiere in seinem Gipfel; dieser 
Baum ist der höchste der ganzen Gegend und unter dem Namen „ Zemple- Tree“ 
bekannt; er ist 4 Seem. W1'4S von der Bake auf der Insel Dowdeswell entfernt, 
Bei der %4 Seem. südwestlich von dem „Temple- Tree“ befindlichen An- 
siedelung Jumboo steht ein Signalmast; dieser peilt WzS von der 4%s5 Seem. 
entfernten Bake auf der Insel Dowdeswell. 
Ungefähr 3 Seem. NNE von dem „Temple- Tree“ steht zur Bezeichnung 
der südlichen Einfahrtsspitze des Flusses South Broni ein Mast mit Stange, an 
dessen Topp sich ein schwarzes Korbgeflecht befindet. Dieser Mast ist 4 Seom. 
NW'AW von der Bake auf der Insel Dowdeswell entfernt. 
Die einzige Landmarke von Bedeutung an dem südlichen Ufer der Bucht 
ist die Plowden Bake, welche an der Ostseite der Spitze Plowden steht und 
aus einem weissen Pfahl mit Korbgeflecht gebildet wird. Diese Bake ist 
2%,0 Seem. SSW'!/2W von der Bake auf der Insel Dowdeswell entfernt. 
Tonnen. Die schwarz und weiss horizontal gestreifte Ansegelungstonne, 
mit Stange und Korbgeflecht, liegt auf 7.s Met. Tiefe bei Niedrigwasser Spring- 
zeit in folgenden Peilungen: Plowden Bake und False Point Leuchtthurm in 
Linie in SzW%4W; „Temple- Tree“ in WSW*/AAW und Bake auf der Insel 
Dowdeswell in SzE°/4E. 
1) Diese Angabe ist auch schon in dem neuesten Leuchtfeuer-Verzeichniss von Zritisch Indien, 
herausgegeben von dem Marine Surrey Department zu Calcutta, Juli 1876, enthalten. Hiernach sind 
die in den Segelanweisungen von Taylor und Findlay, sowie die in dem neuesten englischen 
Leuchtfener -Verzeichniss, 1876, gegebenen Positionen des Leuchtthurms von /alse Point zu be- 
richtigen, . A. d, R. 
2) Man beabsichtigt, auf der Spitze Reddie auf einem Holzgerüst ein kleines Hafenfeuer zu 
arrichten (s. „Nachr. f. Seef,“ 1876 No. 98). A. d. R.
	        
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