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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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Metappica und Warappe Creeks.') Wenn ein Schiff die Schlamm- 
bank passirt hat, und es zu spät ist, um mit Hochwasser in den Fluss Surinam 
oinzulaufen, so ist es rathsam, auf 7 Met. Wasser zu ankern. 
Spitze Bram. Sobald ein Schiff die abgebrannten Bäume passirt hat, 
kommt die Spitze False Bram in Sicht; diese ist die letzte sichtbare Land- 
spitze. Sobald diese Spitze SSW peilt, kommt das westliche 3 Seem. entfernte 
Ufer des Flusses und die Aussentonne des Flusses Surinam in Sicht. 
Beim Einsegeln muss man die Zeit, wenn die Fluth nach dem westlichen 
Ufer setzt, besonders berücksichtigen.?) Sollte das Schiff dabei nur an den 
Ufern den Grund berühren, so würde demselben, da der Grund sehr weich ist, 
kein Schaden zugefügt werden. Dieser weiche Grund ist aber nicht haltbar, 
und ein Schiff kann leicht vor seinem Ankern so hoch auftreiben, dass es von 
der Ladung löschen muss, um wieder flott zu werden, 
Wenn ein Schiff so ankert, dass es bei Niedrigwasser trocken fällt, so 
muss es seine Ladung so stauen, dass es gleichlastig liegt, weil im andern Fall 
das Schiff bei einsetzender Fluth auf dem Grunde schwaien würde und dabei 
Kette und Anker verlieren kann. 
Ist der Wind derartig, dass ein Schiff nach dem Passiren der inneren Tonne 
kreuzen muss, So sind sehr kurze Schläge zu machen und das Loth beständig 
„u gebrauchen, da die Bank bei dem westlichen Ufer plötzlich steil abfällt. 
Die Rhede von Paramaribo®) erstreckt sich von dem Fort Zelandia 
längs der ganzen Stadt. Kriegsschiffe verteien sich längs des Flusses. Den 
schwersten Anker muss man als Fluth-Anker und den leichteren oder auch 
einen Warpanker als Ebbe-Anker benutzen. Die Anker müssen bei längerem 
Aufenthalt von Zeit zu Zeit gehoben werden, da sie sonst zu tief einsinken 
würden. 
Wasser, Das Trinkwasser in der Stadt ist brack; Kriegsschiffe erhalten 
ihr Wasser aus einem nahe am Boots-Landungsplatz befindlichen Brunnen und 
die Kauffahrteischiffe aus den Brunnen der Stadt; zuweilen ist es jedoch noth- 
wendig, die Boote zum Wasserholen nach Joden Savannah (Soden Savannah) 
zu senden. 
Es ist nicht anzuempfechlen, zu dicht bei dem Fort Zelandia zu ankern, 
da der Strom daselbst sehr stark ist und die Schiffe dadurch fast nie ruhig 
liegen. Mittags weht gewöhnlich eine steife Marssegel-Brise, wodurch es für 
Boote schwierig wird, längsseit zu liegen. Die Anker werden hier selten unklar, 
aber sie versinken hier tiefer, als sonst irgendwo im Fluss, 
Oberhalb der Stadt Paramaribo ist der Fluss Surinam ganz frei von 
Untiefen; in der Mitte desselben ist die grösste Tiefe und diese nimmt nach 
beiden Seiten zu regelmässig ab. Man muss die vorspringenden Landspitzen 
ganz dicht passiren, da sonst das Schiff zu weit in die Bucht hinein gesetzt wird. 
Die erste Bank oberhalb der Stadt befindet sich gleich oberhalb der Rac ä Rac 
Plantage, nahe bei der (oede Vrede Plantage. Dieselbe ist steil abfallend und 
zwischen ihr und dem rechten Ufer ist ein Fahrwasser von ungefähr 11 Met. 
Gleich oberhalb der Toledo Plantage wird der Fluss der zahlreichen 
Sandbänke wegen unschiffbar, Kleine Fahrzeuge und Boote können nur bei 
Hochwasser .Joden Savannah (Soden Savannah) erreichen. Das Aussegeln aus 
dem Flusse ist für tiefgehende Schiffe beschwerlich, da das Wasser, noch ehe 
die Ebbe einsetzt, O.s bis 0.6 Met. fällt, es ist deshalb für solche Schiffe am 
besten, wenn sie sich schleppen lassen, Die Kauffahrteischiffe gehen nur mit 
ginem Theil ihrer Ladung an Bord stromabwärts, 
Sobald man beabsichtigt, sich stromabwärts treiben zu lassen, muss 
man den Anker im letzten "heil der Ebbe heben, und will das Schiff unter 
Segel gehen, so ist, wenn irgend möglich, dieses in einer Entfernung von 
ungefähr !/s der Flussbreite vom Ufer aus bis zur Barre bei Jugthest (Jagdlust) 
zu geschehen. Bei der nächsten Ebbe muss dann das Schiff bei Zeiten unter 
Segel gehen, um mit dem höchsten Wasser die Bank bei Jugthest zu passiren 
and sich dabei so nahe als möglich an den Flaggenmast von Jugthest halten. 
') ibid, pag. 39. 
’) ibid, pag. 43. 
}) ibid. pagı 40,
	        
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