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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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steuern, sobald jedoch die Nordspitze des Agua Cay in Deckpeilung mit dem 
Ost-Cay, in WNW kommt, ändere man den Kurs auf NNW und halte einige 
weisse Abhänge in der Little Merte Bucht an Steuerbord voraus. Diesen Kurs 
halte man ein, bis Ost-Cay in Linie mit dem NW-Ende der Insel Vache, in 
WzS ist, und steuere dann WNW. Hier erhält man mit dem Handloth zum 
erstenmal 18 Met. Wasser, und zwar gleich nachdem man den Ost-Cay passirt 
hat. Diesen Kurs halte man bis das Ostende des Agua-Cay SW peilt, wo die 
Wassertiefe plötzlich wieder zunimmt. Das Wasser ist hier aber so klar, dass 
die Tiefe viel geringer erscheint. 
Ankerplatz. Sobald das Nordende von Agua-Cay in Deckpeilung mit 
der NW-Spitze der Insel Vache, in SEzS kommt, führt ein WzN-Kurs frei von 
dem Great Reef nach dem Ankerplatz, auf welchem man auf 13 Met. Wasser, Sand- 
grund, wenn die weissen Abhänge gerade südlich frei von der kleinen Insel 
Compania in N 47° E, die Spitze Battery in N 15° W und das Consulats-Gebäude 
in N 69° W peilen, ankern kann. 
Will ein Schiff nach Osten von dem Ankerplatz Cayes segeln, so muss 
es EzS steuern, sobald aber der Kast-Cay Süd peilt, muss der Kurs südöstlich 
geändert werden. 
Bemerkung. Mehrere Untiefen sollen sich auf Cayes Ankerplatz befinden. 
I. Br. M. S. „Druid“ kam dicht an und auch über einige dunkele Stellen, 
jedoch mit Ausnahme von einer Stelle, rührte die Färbung von dem dunkelen 
auf dem Meeresboden wachsenden Seegras her. Die geringste Wassertiefe, 
welche gefunden wurde, betrug 9 Met. Es ist aber jedenfalls zu empfehlen, 
dass die Schiffe diese dunklen Stellen soviel als möglich vermeiden. 
Die Insel Compania hängt jetzt mit der Hauptinsel durch ein trocken- 
fallendes Riff zusammen. 
Die Spitze Battery ist leicht an den daselbst befindlichen Festungswerken 
zu erkennen; sie ist von den Häusern am östlichen Theil der Stadt ganz frei. 
Die Kirche hat einen niedrigen Thurm, auf welchem sich eine Kugel befindet, 
Die Städte Aum Cayes und Jacmel sind nach Cape Haitien in Bezug auf Handel 
und politischer Wichtigkeit die bedeutendsten. Dampfer von 6 verschiedenen 
Linien besuchen diese Plätze jeden Monat. Die Segelschiffe kommen meistens 
von den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Der ganze europäische Handel 
wird durch Dampfer betrieben. 
Hafen von Jacmel.‘) Die nach dem Ankerplatz führende Leitmarke ist 
der En Senmasl in der Stadt in Deckpeilung mit der Mitte der Mole, in 
N 34° E. 
Eine trockenfallende Sand- und Kieszunge von ungefähr 2 Kblg. Aus- 
dehnung, hat sich quer vor der Mündung des Flusses Gauche gebildet, so dass 
das Wasser des Flusses um das Westende dieser Zunge herum fliessen muss, 
um sich in das Meer zu ergiessen. 
Die Dampfer der „West-India Mail Company“ laufen Jacmel zweimal 
im Monat an. Kohlen sind hier nicht zu haben, aber Wasser und Proviant 
sind im Ueberfluss vorhanden, 
Spitze Beata. Die Südspitze von San Domingo hat auf ihrem Ende einen 
kegelförmigen Felshügel, welcher aus einer Entfernung von 10 Seem. in nord- 
westlicher Richtung gesehen, wie eine Insel erscheint und dann viel Aehnlichkeit 
mit Alta Vela hat, Das SW-Ende der Spitze ist lang, niedrig und felsig, bei 
ihrem Ende ist eine kleine felsige Klippe. Die kleine Bucht zwischen diesen 
Spitzen bietet gegen die hier herrschenden Winde keinen Schutz. Die Küste 
ist steil abfallend und hat nur einen sehr schmalen Strand. Die Felsen und 
Abhänge in der Bucht sind viel weisser als diejenigen im NE von der Spitze 
Beata. 4 bis 5 Seem. nördlich der Spitze erscheint die Küste von Ost oder 
West gosehen wie ein langes Vorgebirge, welches sich vom Fusse der Bauruco 
Berge erstreckt; und dessen Mitte eine Höhe von 24 bis 27 Met, erreicht; die 
ganze Strecke ist mit niedrigem dichtem Gebüsch bedeckt. Die Küste nach NE 
zu besteht aus dunkelen niedrigen Abhängen,?) 
) West-India Pilot, II, ete. pag. 254. 
i) ibid. pag. 259—261.
	        
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