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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

HM 
eine rothe Tonne gekennzeichnet ist. Da aber diese Tonne häufig bei un- 
sichtigem Wetter oder bei geringem Seegang schwierig zu erkennen ist, em- 
pfiehlt es sich, direct von Cap d’Assa nach Cap Suchoff zu steuern; sobald 
dieses in einer Entfernung von 2 Seem, West peilt, muss man Ost steuern, bis 
das‘ Cap Nevelskoi frei von Cap Catharina ist, von wo aus ein directer Kurs 
auf dieses dann genommen werden muss, Bei diesem Kurs vermeidet man alle 
Untiefen, Von der Tonne auf der 4-Faden-Bank ist der Kurs bis zum Cap 
Catharina Nz0140. 
Die gefährlichsten Bänke befinden. sich an der Seite der Insel Sachalin, 
und diese vermeidet man bei dem vorhererwähnten Kurse. Auf den Sachalin- 
Bänken, gegenüber dem Cap Catharina und bei dem Cap Liak sind viele Schiffe 
gestrandet, z.B. unter Anderen 1859 die amerikanische Bark „Melita“; 1861 die 
amerikanische Bark „Mongol“, 1875 der amerikanische Schooner „Alice Haske“, 
Das letzte Schiff wurde im Juli sehr beschädigt abgebracht, und nachdem die 
Ladung gelöscht war, nach Nikolajewsk geschleppt. 
Das Cap Catharina muss man in einem Abstand von %4 Seem. passiren 
und dann längs der Küste bis zum Cap Nevelskoi in demselben Abstand 
bleiben; 1 Seem. NOzN von diesem Cap entfernt liegt die durch eine weisse 
Tonne und mehrere Besen gekennzeichnete Nevelskoi-Bank. Die Fluth setzt 
ziemlich stark um das Cap Nevelskoi herum nach WNW in die grosse Bucht 
hinein, welche zwischen diesem Cap und dem Cap Murawieff liegt. Sobald man 
das Cap Nevelskoi WzS peilt, muss man NOzN steuern und dabei das Cap 
Catharina gerade frei von dem Cap Nevelskoi halten; hat man dann die weisse 
Tonne der Nevelskoi- Bank passirt, muss man direct auf das Cap Murawieff, 
ungefähr NNO, steuern. Wenn die Insel Popoff W'48 peilt, halte man auf das 
Cap Pogobi zu, welches auf der Insel Sachalin liegt und durch Sandhügel gut 
kenntlich ist, und diesen Kurs halte man ein, bis das Cap der Insel Popoff in 
Linie mit dem Cap Murawieff und die Insel Ogby frei von dem Cap Lazareff 
kommt. Von hier steuere man direct nach der Insel Ogby und halte dieselbe 
gerade frei von dem Cap Lazareff; dieses letzte Cap muss man recht nahe 
passiren, was um so leichter geschehen kann, da die bei demselben liegenden 
Bänke durch Besen gekennzeichnet sind. Die Insel Ogby muss man gleichfalls 
dicht bei passiren und solche an Backbord behalten. Hierauf steuere man 
NWzN auf die weisse Tonne zu, passire dieselbe gleichfalls an Backbord und 
ändere dann den Kurs auf NW, wobei man dann achteraus eine prächtige Land- 
marke erhält, nämlich die Insel Ogby gerade unterhalb des äusseren Hügels 
von Cap Lazareff. Diesen Kurs halte man ein, bis man eine schwarze Tonne 
passirt hat, und dann steuere man NzO0!/40 auf die grösste der Hagamiff-Inseln zu, 
bis die zwei dreieckigen Baken auf dieser Route in Deckpeilung kommen, von 
wo ab der Kurs Nord ist bis zu einer schwarzen Tonne mit weissem Korb- 
geflecht. Von hier ist der Kurs nach dem dicht zu passirenden Cap Dchaore 
(Djaore) NW*/4N; die Bänke bei diesem Cap sind durch Besen gekennzeichnet, 
Alsdann halte man direct auf Cap Pronge, ungefähr N'Z@ZW, und zwar in der 
nach hinten zu befindlichen Deckpeilung der beiden Dcehaore Baken, bis zu der 
schwarzen Tonne bei dem Cap Ussi, woselbst die eigentliche Barre des Amur 
beginnt. Das Loth muss hier unausgesetzt gebraucht werden. 
Die dreieckigen Baken sind hier in Deckpeilung zu halten, bis man in 
eine neue Richtungslinie, bestehend aus einem nach unten gekehrten Besen, 
kommt. Von hier steuere man in Deckpeilung der beiden Hinfahrtsbaken, in 
NNW'/2W, bis die Ujusut (Uezut) Baken in Linie, in Nz0’/0, sind, folge als- 
dann der letzten Richtung bis zu der Insel Ujusut. 
Von hier halte man die Baken auf Great Pronge achteraus in Deck- 
peilung, und steuere NOz0%/40, bis die rothe Tonne im SO von Cap Pronge 
passirt ist, halte dann auf das Cap zu und passire es so dicht als möglich; die 
Bänke bei demselben sind durch Besen gekennzeichnet. Dann steuere man un- 
gefähr NNW, bis die Baken auf Smalb Pronge achteraus in Linie, in NW5/AN, 
sind und verfolge diese Richtung, bis die Loange Richtungslinie (achteraus) 
erreicht ist, verfolge diese, bis die Tchil Richtungslinie erreicht ist, verfolge 
diese dann (N°/4W), bis man in die Wasse Richtungslinie (NW%/4N) kommt, 
verfolge diese und diejenige von Meo (WNW!/«W), dann die von Tchenerach, 
wobei das Dorf gleichen Namens passirt wird und schliesslich diejenige von
	        
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