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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

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Kurs führt gerade in die Einfahrt der Bucht. Nz0%0 3 Seem. von Cap Free- 
man und 183 Met. von der Küste entfernt liegt eine blinde Klippe. Nachdem 
man das Cap Freeman passirt hat, muss man die Carr Grounds zu vermeiden 
suchen und SSW von der Insel Fortesque ankern. 
Von Süden kommende Schiffe müssen Cap Hadehi ansteuern, welches au 
mehreren über Wasser befindlichen Felsen, die sich 91 Met. weit von demselben 
befinden, erkennbar ist. Nachdem dieses Cap passirt ist, muss man direet nach 
dem Ankerplatze zusteuern, und sich dem Cap Tronson nicht mehr als auf 
275 Met. nähern. Das letztere Cap liegt NNO 5 Seem. von Cap Hadshi und 
SO°/40 1 Seem. von der Insel Tullo entfernt. Ungefähr 2 Seem. von der Küste 
sind 27 bis 33 Met. Wassertiefe, Die Hafenzeit ist 10* 0" und die Fluthhöhe 
beträgt 0.9 bis 1.2 Met. 
Das Cap Lessep oder Barren Bluff ist ein steil aufsteigender Abhang; 
hinter demselben ist in 9 bis 11 Met. Wassertiefe ein gegen West-, NW- und 
NNE-Winde geschützter Ankerplatz, von dem das Cap NO peilt. 
Das Cap Byki oder Destitution ist ein steiler kahler Abhang in 49° 46‘ 
Nord-Br. Kine Seem. westlich desselben befindet sich mit 16.5 bis 18.3 Met. 
Wassertiefe ein guter Ankerplatz, welcher gegen SE-, Süd- und SW-Winden 
geschützt ist. 
Das Cap Aukan oder Dent liegt in 50° Nord-Br. ; ein sehr spitzer 6.1 Met. 
hoher Felsen liegt 91 Met. von demselben entfernt. 
Das Cap Sjurkum oder Monti liegt in 50° 31‘ Nord-Br. 
Das Cap und der Fluss Duga liegen in 51° 16‘ Nord-Br.; ihnen gegen- 
über liegen zwei felsige Inseln, welche in der Frühjahrszeit von den KEin- 
gehornen besucht werden, um die Hier der Seevögel einzusammeln. 
Die De Castries Bucht, von den Eingebornen Nangmar genannt, in 51° 28‘ 
Nord-Br., 128 Seem. von Nikolajewsk entfernt, ist die Rhede für grosse Schiffe, 
welche nach dem Amur bestimmt sind. Die Bucht erstreckt sich 4 Seem. weit 
in das Land hinein, und hat in ihrer Einfahrt eine Breite von gleichfalls 
4 Seem.; letztere liegt zwischen dem Cap Clostercamp und d’Assa. Die Inseln 
Basalt, Observatory und Oyster theilen die Bucht in die Binnen- und Aussen- 
Rhede; die erstere liegt westlich und die letztere östlich der Insel Observatory. 
Auf der Aussen-Rhede sind 7.3 bis 21.9 Met. Wasser, man hat daselbst bei Ost- 
and Südost-Winden keinen Schutz. Auf der Binnen-Rhede sind 5.5 bis 11 Met. 
Wasser und diese ist gegen alle Winde geschützt. Der Grund ist an vielen 
Stellen felsig und mit einer dünnen Schicht Schlamm überzogen. 
Von Ende November bis zum Anfang des Monats April ist die Bucht 
gewöhnlich zugefroren. 
In der Bucht befinden sich zwei gefährliche Riffe, dieselben heissen 
Wostock und Novik; ersteres liegt nur 0.6 Met. und das letztere 1.5 Met. unter 
der Meeresfläche, Das Riff Wostock liegt in der Mitte der Einfahrt und dicht 
bei demselben sind 14.6 Met, Wasser. Beide Riffe sind mit Stangen, an deren 
oberen Enden sich Besen und weisse Flaggen befinden, gekennzeichnet. Schiffe, 
die jedoch früh im Frühjahr ankommen, müssen sehr vorsichtig sein, da diese 
Stangen häufig erst im Juni ausgelegt werden. Von der Nordspitze der Insel 
Üyster erstreckt sich ein Riff !/a Seem. weit nach NNO und das äusserste Ende 
desselben ist durch Stangen mit Besen und Flaggen gekennzeichnet. 
Auf dem Cap Clostercamp steht ein Leuchtthurm,*) dessen zwischen dem 
13. Mai und 13. November jeden Jahres brennendes weisses fostes Feuer sich 
76.2 Met. über der Meeresfläche befindet. Dasselbe ist zwischen den Peilungen 
vw. NO über Nord, Ost und Süd bis rw. SO 18 Seem. weit sichtbar. (Im 
Frühjahr 1875 haben viele Schiffscapitaine berichtet, dass dieses Feuer schlech t 
gebrannt hat und nur 4 Seem. weit sichtbar gewesen ist.) Der Leuchtthurm 
ist ein viereckiges weisses, 11.6 Met. hohes Holzgebäude mit grauer Kuppe; 
derselbe steht in 51° 26‘ Nord-Br. und 140° 52 Ost-Lg. 
Die Einfahrt der Bucht ist ferner noch durch zwei hölzerne, weisse, 
üreieckige Baken gekennzeichnet, welche in der Salmon-Bucht, %4 Seem. von 
der Ansiedelung entfernt, stehen. Dieselben sind 366 Met. von einander entfernt 
‘) S. „Verzeichniss der Leuchtfeuer aller Meere“, Theil III, pag. 58 Ifd, No. 110.
	        
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