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so werden auch diese Abgaben erhöht werden. Zimmerleute erhalten den Tag
1 Dollar.
Laden und Löschen. Die Ladung wird mit Leichterfahrzeugen nach
jer Rhede gebracht; Schiffe, welche in den Fluss gehen, können gleich vom
Lande aus laden. Der Staulohn beträgt 14 bis 16 Cents die Tonne.
Ausrüstung und Proviant. Die Ausrüstungsgegenstände sind theuerer
wie in Manila. Wasser kostet 2 Dollars die Tonne.
6. San Francisco.*)
Ansegelung. Die nach diesem Hafen bestimmten Schiffe müssen ent-
weder die Farallones - Inseln oder Point Reyes ansteuern; beide Punkte sind
durch Leuchtfeuer gut gekennzeichnet. Auf der Barre sind auf der flachsten
Stelle 9 Met. Wasser. Lootsenboote trifft man gewöhnlich 2 bis 3 Seem. vor
der Barre; dieselben haben Gaffolschooner-Takelage und eine Flagge im Gross-
topp.. Für den Lootsen muss man 5 Dollars für den Fuss Tiefgang und wenn
das Schiff mehr als 500 Tons Reg. Tragfähigkeit hat, noch ausserdem 4 Cents
für die Tonne bezahlen, Ausgehend ist kein Schiff verpflichtet, einen Lootsen
zu nehmen, aber thut man solches, so hat der Lootse nur die halbe Höhe der
vorher erwähnten Taxe zu fordern.
Hafenunkosten. An Werfigelder hat man während der Zeit des
Löschens 8.s0 Dollars für die Tonne und den Tag zu zahlen; während des Ladens
jedoch nur die Hälfte. An Tonnengeld muss man 30 Cents Papier für die Re-
gisterionne zahlen.
Die Agenten erhalten für das Ein- und Ausclariren des Schiffes je 75
Dollars.
Ein Ladungsmanifest wird verlangt, man kann jedoch dasselbe selbst aus-
fertigen. Die Besichtigungsgebühren betragen 20 Dollars, die Maklergebühren
5 pCt. der Fracht, Für Vorschuss hat man gewöhnlich 10 pCt. und für Adress-
Commission 2'/ pCt. zu zahlen. Schleppdampfer giebt es hier ziemlich viel
und haben dieselben keine feste Taxe; der Schlepplohn ist nicht zu hoch.
Laden und Löschen. Die Ladungen werden an den Ladebrücken ge-
löscht und eingenommen. Das Staulohn ist bei gewöhnlichen Ladungen 45 Cents
die Tonne; an Arbeitslohn muss man 5 Dollars den Tag bezahlen. Ballast
kostet 1 Dollar die Tonne sowohl frei in das Schiff, als frei aus dem Schiffe.
Schiffe, die Korn oder Mehl laden, müssen ein Garnier von Bretter her-
stellen und dasselbe noch mit Segeltuch überziehen.
Ausrüstung und Proviant. Tauwerk und Segeltuch ist sehr theuer.
Bretter kosten 20 bis 22 Dollars für je 1000 lfd. Fuss (305 Met.). Zimmer-
leute und Calfaterer erhalten 6 bis 8 Dollars den Tag.
Brod kostet 3'/2 bis 4'/ Cents, Butter 35 bis 50 Cents, Fleisch 10 Cents
das Pfund; Mehl 6! Dollars für ein Fass von 200 Pfund und Kartoffeln 1/4
bis 1'% Dollars für je 100 Pfund. ‚L
Beschreibung einiger Häfen und Küstentheile Neu-Seelands.
Unter der Leitung des im vorigen Jahre verstorbenen Commodore
J. G. Goodenough haben die in den Jahren 1873—1875 bei der Australischen
Station commandirten britischen Marinc-Offiziere einige Häfen und Küstentheile
Neu - Seelands näher untersucht. Der in der „Hydrographie Notice“ No. 36,
London, vom 28, Dezember 1875 enthaltene Bericht giebt einige nicht unwesent-
liche Ergänzungen zu den Angaben im „New Zealand Pilot.“ *)
Alle hier vorkommenden Peilungen sind missweisend.
*) S. „North Pacific Pilot“ Part. IT, Imray 1870, pag. 161—172, und „North Pacific Ocean
Directory“, Findlay 1870, pag. 182, 190, 915,
**) „New Zealand Pilot“, 4, Edit., pag. 19—22, 28, 33—85, 57 und 59—68. Vgl. auch
„Nachr, f, Seef,“ 1872, No. 586 und „Hydr, Mitth,“ 1874, pag, 142.