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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

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In der Tiefe von 2743 Met. bewegen sich die abgelesenen Thermometer- 
stände zwischen 1.4ı° und 2.3° C.; schliesst man aber die beiden wahrscheinlich 
fehlerhaften Ablesungen (vom 24. Juli und 4, September) aus, so sind für die 
übrigen 13 Ablesungen die Grenzen 1.7° und 2.1° C., so dass man 1.8°C. als 
das Mittel der für den Druck uncorrigirten Temperatur in der Tiefe von 
2743 Met. betrachten kann. Diese ist um 0.2° C. höher als die am Meeresboden. 
Wir sind daher wie bei dem vorigen Schnitte (s. Tabelle II.) zu der Annahme 
berechtigt, dass auch in diesem Schnitte die niedrigste Temperatur am Boden 
stattfindet, und die abgelesenen Temperaturen für den Druck zu corrigiren. 
Auch hier zeigten in zwei Fällen (s. Tabelle III.) die "Thermometer in 
Tiefen von 2560 und 2743 Met. (1400 und 1500 Faden) niedrigere Temperaturen 
als am Boden. 
Tabelle IV. giebt die Lothungen in dem westlichen Theil des südlichen 
Stillen Oceans zwischen Sydney und Neu - Seeland und von da bis zu den 
Freundschafts-Inseln. 
Obgleich in diesem Schnitte nur zwei Temperaturmessungen in 2743 Met. 
Tiefe stattgefunden. haben, so lässt doch ihre Uebereinstimmung unter sich und 
der Umstand, dass die Ablesungen um 0.s° bis 0.4° C. höhere Temperaturen 
aufweisen, als am Boden, keinen Zweifel, dass auch hier die niedrigste Tem- 
peratur am Boden herrscht und dass Correctionen für den Druck stattfinden 
müssen. 
Tabelle V. enthält die Lothungen in dem westlichen Theil des südlichen 
Stillen Oceans zwischen den Fiji-Inseln und der Torres-Strasse, Sie sind schon 
Früher von Capt. Nares discutirt worden (s, Ann, d. Hydr., 1875, p. 221) und hier 
aur der Vollständigkeit wegen mitgetheilt, und weil unmittelbar nördlich von 
Jiesem Schnitt im nördlichen Stillen Ocean später kälteres Wasser vorgefunden 
worden ist. Es ist also hier ohne Zweifel ein, von der allgemeinen oceanischen 
Hireulation durch einen . unterseeischen Bergrücken von ca. 2377 Met. (1300 
Faden) unter der Oberfläche des Meeres abgeschlossenes Meeresbecken vor- 
handen, 
Tabelle VI. giebt die Lothungen in dem centralen "Theil des Stillen 
Oceans vom Aequator bis zu 40° Süd-Br. und zwischen den Meridianen von 
133° und 153° West. Nur in einzigem Falle unter den 17 Lothungen zeigte 
Jas Thermometer in einer. Tiefe von 2743 Met. einen niedrigeren Stand, als 
am Meeresboden, sonst stets einen höheren. Auch hier also ist die niedrigste 
Temperatur am Meeresboden und die Beobachtungen bedürfen einer Correction 
für den Druck, ; 
Tabelle VII. bringt die Lothungen in dem östlichen Theil des südlichen 
Stillen Oceans zwischen 133° West und Valparaiso und den Parallelen von 
40° bis 37° Süd-Br. Ein Blick auf diese Tabelle zeigt dieselben Verhältnisse 
wie in dem vorhergehenden Schnitt des südlichen Stillen Oceans. 
Richtung und Geschwindigkeit der Westindischen Orkane. 
Der amerikanische Meteorologe Professor Elias Loomis hat die von 
dem „United States Signal-Service“ zu Washington veranstalteten, das weite Ge- 
biet der Vereinigten Staaten Nord-Amerika’s und einige benachbarte Länder und 
[nseln umfassenden regelmässigen meteorologischen Beobachtungen in Bezug auf 
die aus ihnen herzuleitenden Ergebnisse für die Meteorologie, schon seit einigen 
Jahren näher untersucht und nach Vorlesungen bei der National-Academy of 
Sciences in Washington in dem „American Journal of Science and Arts“ ver- 
5ffentlicht. Der 5. Abhandlung (s. Amer. Journ. ete. 3. Ser. Vol. XII. No. 67, 
Juli 1876, pag. 1 ff.) entnehmen wir nachstehende Angaben über die Richtung 
und Geschwindigkeit der in der Nähe der .westindischen Inseln entstehenden 
Orkane, der sogen. West-India- Hurricanes. 
Um die Ursachen der Fortbewegung der Sturm-Area’s aufzufinden, ist es 
von grosser Wichtigkeit, die bei den Stürmen unter den verschiedensten Um- 
ständen wahrgenommenen Erscheinungen näher zu untersuchen. Zu diesem
	        
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