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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

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ist das Verfahren dann sehr kurz und „einfach. Noch bedenklicher aber ist der 
Anspruch auf Genauigkeit, den Herr Astrand für die Anwendung der Gauss’- 
schen Interpolationsmethode in der Mitte in diesem Falle in Anspruch nimmt. 
Er selbst begründet seinen Vorschlag damit, dass etwa der achte Theil der 
Deviationscurve als algebraische Curve dritten Grades betrachtet werden könne, 
und benutzt gleich darauf in seinem Beispiel zwei Fünftel der ganzen Curve. 
Wenn bei einer regelmässigen Deviationscurve ein gutes Resultat erreicht 
wird, so bietet solche Interpolation doch im Voraus gar keine Sicherheit, da 
auf die Entstehung der Deviationscurve keine Rücksicht genommen ist. 
Folgendes Beispiel zeigt dies, ; 
Für den Steuerbord - Steuercompass S. M. S. „Kaiser“ wurde gefunden: 
do + 14° 20%, da + 16° 0%, ds +4° 0%, dız — 5° 20‘, dı6 — 3° 20%, do — 2° 0, 
da — 9° 0‘, das — 5° 40‘. Daraus ergiebt sich: 
I 
IL 
UL. 
Mit Benutzung von Mit Benutzung von Nach der Gauss’scher 
8 Coeffieienten 5 Coefficienten. A. Smith Interpolat, J. Astrand 
14° 20° 
16° 45‘ 
17° 40‘ 
15° 52“ 
153° 0° 
13° 30° 
5° 46‘ 
Ao 54‘ 
© 0‘ 
D° 57° 
1° 33“ 
wo 21° 
A619 
40 25° 
'o° 40‘ 
° 44 
zo 20‘ 
o BY 
‚> 16' 
‚> 26‘ 
7 0% 
‘15 
zo 90 
° 49 
2 0 
das 11° 54’ 
726 — 10° 43‘ 
dar — 7° 33 
Jo8 5° 42‘ 
029 — 2° 22 
Ya + 4° 44' 
31 A 9° 34' 
+ 12° 19 
+ 16° 26‘ 
+ 17° 22 
4 17° 49 
+ 16° 48 
14° 28 
10° 
7° 1 
3° 1 
0° GC 
Do 10! 
9 51° 
° 40’ 
4° 4°“ 
5° 26‘ 
”o BP 
° 4 
y° 37 
7° 585 
„9 34 
„° 43' 
1° 35% 
9° 1‘ 
LO° 25 
9 
7° 19 
4° 25 
° 34‘ 
+ 5° 47 
A 8° 16‘ 
+ 14° 20° 
+ 15° 28‘ 
+ 17° 10% 
+ 17° 5 
+ 16° 0 
14° 47‘ 
10° 49 
7° 26° 
4° & 
ı9 
1° 33“ 
9 48‘ 
‚° 20‘ 
‚> 31‘ 
D 0 
>? 10° 
> 90° 
> Et 
° BL 
> 15 
°° 
° 45° 
,° 370 
7° 32‘ 
37° 0‘ 
„° 96 
3° 1‘ 
7° 58‘ 
5° 40 
1° 
+ 4° 26 
A 9°’ 50° 
Diff. I—11. Diff. I—HL 
+ 2° 1 0° 0 
+ 1°17% + 0° 19 
+0° 13 +20° 30, 
— 1° 50 — 1° 1% 
1° 45% — 1° € 
— 0°58 — 101 
— 1°22 —£° 
— 0°21* — 0° 3% 
4 0° 46 0° 0 
+ 0° 57 0° 5 
+ 1° 47V 0° 0‘ 
— 01 a 8 
+ 0°E + 0° 
+ 1°13 + 0° 
— 0°‘ — 0° 2, 
1° — 0° 
— 0° 286 +4 0° 50 
— 090540 ze & 
— „5° 11° 
+ 1° 2 2° 36 
L 1° : 1° (u 
1 0°38300 - 0° 19 
4 1° 236 4 1° 17 
0° 58‘ + 0° 50 
+ 0° 1‘ 0° (0 
— 1° 29 2° 28 
—1°40 — 1° 42 
— 0° 170% + 0° 25 
.o 774 ——_ 0° 24 
„1948 — 1° 20 
+ 0° 57 + 0° 18 
A 1° 18‘ — 0° 26 
Die kurze Einbiegung bei SSW kommt bei der Interpolation gar nicht 
zum Vorschein, dagegen entstehen die Abweichungen bei Benutzung von 5 statt 
8 Coefficienten hauptsächlich aus der Vernachlässigung einer ganz bestimmten 
Grösse G, deren Ursprung sehr unregelmässiger Natur ist, wahrscheinlich einem 
Beobachtungsfehler oder einer zeitweisen localen Störung zugeschrieben werden 
kann. Die Berechnung auf 5 Coefficienten bietet so zugleich eine rationelle 
Ausgleichung der 8 Beobachtungen unter sich, weshalb auch der Vergleich der 
Differenzquadrate keinen Massstab geben kann. 
Im Ganzen gelangt man zu dem Resultat, dass es jedenfalls am Besten 
ist, die Deviation auf 16 Striche statt auf 8 zu bestimmen und dann mittelst des 
Napier’schen Diagramms genügend genau auf 32 Striche zu interpoliren. Sollte 
PA
	        
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