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Bei Waitou sind, ungefähr 1 Kblg. von der Küste entfernt, mehrere kleine
flache Korallenstellen.
Gezeiten. Die Hafenzeit zu Levuka ist 6 Uhr; die Fluthhöhe beträgt bei
Springzeit 1.s2 Met. und bei Nippzeit 0,76 Met. Die Variation beträgt bei den
Fiji-Inseln 10° Ost, 1876.
Segelanweisung von Levuka bis zum Flusse Ba. Von Levuka muss man
dicht um die Nordküste von Ovalau steuern, dann auf das Südende der Insel
Naingani zu halten, aber dabei vom Topp aus sehr nach blinden Korallenfelson,
welche zwischen den Inseln Ovalauw und Naingani existiren, aufpassen. Nach-
dem man von dem, sich vom Südende von Naingani erstreckenden Riffe frei ist,
muss man auf den 7Zova Pik, einen gut erkennbaren kegelförmigen Berg an
der NE-Küste von Vıti Levu, zu halten. Sobald man querab von diesem Pik
ist, halte man sich dicht unter der Küste und passire innerhalb der Korallen-
atellen. Die schmalste und verworrenste Stelle dieses Fahrwassers ist unmittel-
var nordwestlich der Vitt Levuw Bucht, woselbst 3.5 bis 5.5 Met. unter der
Meeresfläche blinde Klippen liegen, die eine besonders aufmerksame Navigirung
1öthig machen.
An der Westseite der östlichsten der Nananu-Inseln ist ein Landungsplatz,
welcher gegen die Winde von NNE und SSE geschützt ist.
Fluss Ba. Wenn man zwei deutlich sichtbare Bergspitzen auf dem
äussern Bergrücken an der Wesiseite von Viti Levuw S!/zW peilt, so führt diese
Richtung auf‘ die von See aus schwer ‚erkennbare Mündung des Flusses Ba.
Der Fluss ist nur für kleine Fahrzeuge mit geringem Tiefgange schiffbar.
Ankerplätze. An der Nordküste von Vitt Levu sind zwar einige Anker-
plätze, die aber während der Zeit der Orkane, nach Angabe des Navigating-
Lieutenants W. Tooker, von I. Br. M. S. „Dido“, 1874, vermieden werden
sollten,
Insel Susui. Im SW dieser Insel erstreckt sich 1!/2 Seem. weit ein
Ausläufer des Riffes; derselbe ist in Linie mit dem Westende der Insel Kanacea
‚Kanathia) und peilt ESE'/2E von derselben.
Das Fahrwasser Kanacea zwischen den Inseln Kanacea und Vanua
Balavu (Vanua Valavo) darf nicht bei Nacht befahren werden; bei Tage
nur, wenn die Sonne hoch steht, da die See auf den Riffen in Lee der
Insel Vanua Balavuw gewöhnlich ganz ruhig ist und die Untiefen nicht zu er-
kennen sind.
I. Br. M. S. „Pearl“ passirte 1874 nach einem Bericht des Navigating-
Lieutenant H, Hosken durch dieses Fahrwasser; zu dieser Zeit war das
Kanacea-Riff nur durch ein Kräuseln des Wassers zu erkennen; auf dem, von
lem NW-Ende der Insel Vanua Balavu sich erstreckenden Riffe war die See
ganz ruhig.
Nanuku-Passage. Nach einem Bericht des Navigating-Lieutenants
W. Tooker von I. Br. M. S. „Dido“ passirte dieses Schiff im Jahre 1874
ınnerhalb '/2 Seem. von der Stelle eine gefährliche Klippe, welche beinahe in
jer Mitte dieser Passage liegen sollte, ohne die Anzeichen von flacherem
Wasser zu sehen.
Insel Taviuni. Auf derselben ist die hauptsächlichste Baumwollen-
Production der Fiji-Inseln; von der Küste steigt das Land in mässig steilen
Abhängen zu einer Höhe von 610 Met. an und in der Mitte der Insel soll
sich ein grosser tiefer See befinden. An der Westseite von Taviuni sind
bis '/4 Seem. von der Küste keine Untiefen, mit Ausnahme zwischen der Insel
Goat und der Hauptinsel.
Im Jahre 1873 ankerte I. Br. M. S, „Dido“ bei der Stadt Wairiki, unge-
fähr 2'% Seem. südlich der Insel Goat; dieser Ankerplatz kann aber nicht
ampfohlen werden, da der Grund sehr uneben ist und Wassertiefen von 8.2 bis
21.9 Met, gefunden wurden. Vorräthe sind auf Taviuni nur wenig zu haben
und Wasser ist zu Wairiki zu bekommen, jedoch schwierig einzunehmen.
Somo-Somo-Strasse. Die Gezeiten in dieser Strasse sind ziemlich
stark, die Ebbe setzt nach Norden und die Fluth nach Süden. Segelschiffe,
welche diese Strasse passiren, müssen sich mehr an der Seite der Insel Vanua
Tarm halten, da die Winde bei der Insel Taviuni gewöhnlich sehr veränder-
ich sind.