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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

44.0 
Die Nanuku-Passage. Es werden nachfolgend die Inseln auf beiden 
Seiten der am meisten frequentirten Nanuku-Passage beschrieben, von ihrer 
Südwest-Seite beginnend. 
Yihata (Yathata oder Ylata), auch Cap-Island genannt,‘) hat auf einer 
flach gewölbten Unterlage einen oben etwas abgeschrägten Hügel mit ziemlich 
steilen Seiten und hat etwas Aechnlichkeit mit einer Jockei-Kappe, woher wohl 
die englische Bezeichnung stammt. Die Insel ist ca. 25 Seem. weit sichtbar. 
Vatu-Rora oder Hat-Island sicht ungefähr wie eine umgekehrte Schüssel aus, 
jedoch nicht regelmässig geformt. Die Achnlichkeit mit einem Hut ist gering. 
Sie wurde bei Sonnenaufgang ca. 40 Seem. weit gesehen. Die WSW von Ythata 
gelegenen Nugatobe-Rife müssen mit Bäumen bewachsen sein, da auf ca. 12 
Seem. Entfernung bei sehr klarer Luft ein paar Baumspitzen in Sicht kamen. 
Taviuni ”) ist in der Mitte sehr hoch, fällt zur Süd westspitze mit unebenen, 
zur Nordostspitze allmälig und in ebener Linie ab. Verschiedene Wasserfälle 
werden an der Südostseite der Insel sichtbar. Kamia und Lauthala sind erheblich 
niedriger und haben gebrochene hügelige Formen. Zwischen Taviuni und Kamia 
zieht man ein Inselchen, welches das an der Nordostspitze in der Karte be- 
findliche sein mag, obgleich es viel weiter südlich zu liegen scheint. 
Von Naitamba kommt (vom Westen gesehen) eine schräge Erhöhung 
schon auf 30 Seem. Entfernung in Sicht, der übrige nördlich davon gelegene 
Theil der Insel ist von hier gesehen niedriger und bis auf jene Erhöhung bilden 
die Conturen derselben fast eine gerade Linie. Kanathia hat 3 ziemlich gleich 
hohe Hügel und bildet, über 30 Seem. sichtbar, wegen der Regelmässigkeit der 
Hügel eine gute Marke. Die Südspitze der Insel ist niedriger, als die Mitte 
und der nördliche Theil, und endet noch mit einem kleinen Hügel. Von Nord 
gesehen tritt ein vierter grösserer Hügel, der östlich zu liegen scheint, hervor, 
während das niedrige Land im Süden nebst dem kleinen Hügel, welcher es ab- 
schliesst, verschwindet. 
Die schon erwähnte Insel Naitamba ist eine gute Marke für die HEin- 
segelung in die Nanuku-Strasse vom Nordosten aus. Von Nord gesehen besteht, 
ihr östlicher Theil aus 3 hinter einander liegenden Keilen, deren hohe Kanten 
nach Ost liegen. Die vorerwähnte schräge Erhöhung bildet die hohe Seite des 
dritten und höchsten Keiles. Der übrige (nordwestliche) Theil der Insel ver- 
läuft als sanfter Hügel, auf den ein Plateau folgt, das im West ziemlich steil 
abfällt. 
Malina scheint niedrig zu sein, da es auf 16 Seem. Entfernung nicht ge- 
sichtet wurde. Einige Hügel, die ziemlich in der Richtung von Malina in Sicht 
kamen, müssen zu der dahintergelegenen Insel Vanua Valaso gehören, da sie 
sowohl nach der Färbung, wie nach der Veränderung in der Peilung für Malina 
zu weit ab erschienen. 
Von dieser langen Insel kommt sonst nichts von der Nanuku-Passage aus 
in Sicht. 
In der ungefähren Richtung der Ringgold-Inseln kamen einige Insel- 
chen in Sicht, welche, wenn es diese Inseln gewesen sein sollten, 30 Seem. weit 
zu sehen wären. Sie würden diesen Falls übrigens in der Karte nicht genau 
liegen, was freilich auch mit der Mehrzahl, namentlich mit den nördlich der 
Strasse gelegenen Inseln der Fall ist. 
Von den beiden östlichen Eingangsinseln der Strasse ist Nanuku ein sehr 
niedriges Korallen-Eiland, während Yalangatala oder Werlagitala?) lang gestreckt 
aus 2 Theilen bestehend, ca. 50 bis 60 Met. hoch und 18 Seem, sichtbar ist. 
Von Nanuku sieht man östlich zwei einzelne Bäume, welche auf dem es um- 
gebenden Riff zu stehen scheinen, 
Nach den genommenen Peilungen liegt sowohl Nanuku-Island, wie die 
Nord- und Südseite von Kamia und Lauthala, namentlich die Nordspitze der 
letzteren Insel, wie auch die Nordspitze von Taviuni, 2 bis 5 Seem. zu nörd- 
lich, wenn man die Lage der südlich der Passage liegenden Inseln als richtig 
i) Vgl. über diese und die folgenden Inseln Ann. d. Hydr. (1875) pag. 434; Findlay a.a. O. pag. 573. 
) Ann. d. Hydr., 1875, pag. 421 und Findlay a. a. O. pag. 571. 
3) Vgl. Hydr. Miätth., 1874, pas. 271 und Ann, d. Hydr., 1875, pag. 433.
	        
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