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nächste eine ganz ähnliche keilförmige Gestalt hat, bis mit dem, mit einem
Absatz abfallenden Cap Reinga die Küste zusammenhängend erscheint, nur
nochmals westlich von dem plateauförmigen North Cap unterbrochen.
Von der Durchbohrung des vor Cap Brett liegenden Perforated Rock
“Piercy Islet) ist beim Passiren in 4 Seem. Abstand nur eine Oeffnung zu
3ehen, die aussieht wie der Kingang in eine Höhle, keineswegs eine Durch-
bohrung.
Der Sugarloaf Rock hat erst, wenn man ihn mehr von Osten sieht, die
Gestalt eines Zuckerhutes. Bei der Art, wie er in die englische Küstenkarte
eingezeichnet ist, geräth man in Zweifel, ob er überhaupt über Wasser ist, und
die Segelanweisungen sagen darüber nichts.
Cap Tewara oder Bream Head‘) gewährt durch seine schrofffelsigen
Formen einen interessanten Anblick. Er hat aus der Ferne gesehen die Gestalt
eines hohen felsigen Berges, der eine grossartige Burgruine auf seinem Kamme
irägt. Die Südwestspitze von Little Barrier Island (Houbourou) fällt aus einer
Höhe von 30 bis 40 Met. zu einer ganz niedrigen Spitze ab.
Die Moro-tiri Inseln sind hoch, felsig, schroff. ?)
Auf den niederen Felsen, welche die Westhuck der Rangitoto Insel ?)
vilden, steht jetzt eine Bake. Kin schlanker Baum östlich davon wurde zuerst
ür den Leuchtthurm von Bean. Rocks bei Auckland gehalten und sollte abge-
hauen werden, um Irrthümer zu vermeiden. Dieser Leuchtthurm ist eine auf
eisernen Stützen stehende Laterne und bei Tage von See aus schlecht sichtbar.
Die. Bean Rocks schneiden fast mit der Wasserlinie ab.
Ein Lootsenboot kommt erst im KEingange zum Hafen von Auckland
d. i. bei der Bake der Rangitoto Insel in Sicht; es scheint hier an Concurrenz
zu fehlen. Man halte, wenn man das Lootsenboot sichtet, nicht zu nahe an
die Felsen der Bake, da zuweilen starker Strom darauf zu setzt.
Koreho-Insel ist Quarantaine-Station,
Die in den Segeldirectionen gegebene Marke, um bei der Einsegelung in
den Hafen von Auckland das Depot-Flat zu vermeiden, nämlich: Katholische
Kirche frei von Britomart-Cliffs, existirt nicht mehr, da die Cliffs abgegraben
sind, um dort ein Bollwerk für die Schiffe zu bauen. Es liegen jetzt aber
Bojen am Südrande des Flat.
Es sind folgende Irrthümer in den Karten resp. Segelanweisungen be-
merkt worden:
1. In Chapman’s New-Zealand- Almanac für 1875 Seite 69 ist in
Uebereinstimmung mit dem offieiellen New-Zealand- Pilot (1875) Seite 18 und 19
in der Wangaproa-Passage ein Felsen „nearly awash“ 3 Kblg. WzS vom NW-
Punkt von Tiri-Tiri angegeben, der nicht in der Karte eingetragen ist; denn
der dort und zwar nördlich der Nordküste jener Insel eingetragene Felsen kann
nach obiger Angabe nicht gemeint sein, ist — soweit erkannt werden konnte
auch eine kleine, aber hohe Felseninsel.
2. In der Karte Pacific Ocean, Sheet X, ist auf Kawau Insel ein Leucht-
feuer eingetragen und auf Tiri-Tiri keines. Es muss dies auf Verwechselung
resp. unrichtiger Eintragung beruhen, da das Feuer thatsächlich auf 7iri-Tiri
steht, wie es in den Spezialkarten und auch im Verzeichniss der Leuchtfeuer
Th. III. Tit. XII, No. 33. angegeben ist.
3. Der Horn Rock im Haurakti Golf liegt nach Seite 17 der Segel-
anweisung EzS!/2S von der SE-Spitze von Zattle Barrier Island, nach Seite 76
dagegen ESE von eben dieser Spitze, nach dem Neu-Zealand-Almanac Seite 68
in Uebereinstimmung mit ersterer Angabe; nach der Spezialkarte dagegen H3°S
von der äussersten südlichen Spitze jener Insel. Ks scheint jedenfalls diese
Spitze gemeint zu sein, da eine SE-Spitze nicht existirs und man doch jeder-
zeit den äussersten Punkt links oder rechts als Peilungsobject nehmen wird.
Wahrscheinlich ist die Peilung ESE’LE rechtweisend gemeint, was
E3°S missweissend giebt (also in Üebereinstimmung mit der Karte). Da in
1 a. a, O. pag. 16.
?) a. a. O. pag. 16.
Ya, a OO. pag. 19.