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35° bis 40° Nord-Br. und 135° bis 140° Ost-Lg. bei Nordwind von Stärke 2
zu 748.55" "+
Im Monat Februar wurde in. 29° 35‘ Nord-Br. und 127° 50‘ Ost-Lg.
während der Nacht eine Erhöhung der Temperatur um 11° C, beobachtet, wo-
bei der Strom aus nordwestlicher Richtung sich gerade in die entgegengesetzte
Richtung umkehrte, in die südöstliche.
Homographische Nautik.
Orts-Bestimmung vermittelst Höhen-Curven in der Karte.
(Yon Navigationslehrer Preuss zu Elsfleth.)
IL?)
14) Um zu einer Vorstellung von der Curve gleicher Höhen in der Mer-
eator’schen Karte zu gelangen,?) wollen wir zunächst von dem einfachsten Falle
Rie. 5. ausgehen, wo die Abweichung der Sonne — 0 ist.
Sei die Zenithdistanz derselben gleich z und stelle
Figur 5 die Höhencurve dar. Ist nun S der Ze-
aithalpunkt der Sonne, dann leuchtet unmittelbar
3in, dass die Curve symmetrisch sein wird, sowohl
in Bezug auf den Bogen AAı des Aequators, als
auch in Bezug auf das Stück QQ: des Meridians
von S. Es ist dann SA = z und SQ = den Me-
ridionaltheilen u von z. Wäre beispielsweise z —
50° oder 1800‘, so würde u(z)=— 1888,s8 sein.
Die Curve hat eine elliptische Form und
wir können deshalb zweckmässig die halbe grosse
Achse SQ mit a und die halbe kleine Achse SA
mit b bezeichnen. Aus dem Gesagten folgt dann:
1. u(z) = a.
Denken wir uns nun auf der Kugel des den
Punkten S, Pı und O0 in Fig. 5 entsprechende
ı , rechtwinkelige sphärische Dreieck (Fig. 6) con-
struirt und bezeichnen hierin PıO mit v, die Zenithdistanz SO, wie immer, mit
z und den Bogen SPı — als gleichwerthig mit dem Stundenwinkel der Sonne
die. 6. in O0 — mit t, ferner den sphärischen Winkel SOP; — das
© Azimut der Sonne in 0. — mit A, so werden wir haben:
COS zZ
COS 6 =—= ——
608 Y
oder da SO = SA (in Fig. 5), also = b ist:
5 cos b
608 $ = ——
COS v
ARE und weiter
tang v
3. cos A. =— fang b
Auch folgt noch aus der Vergleichung von Figur 5 und 6, dass
1 OP: (in Fig. 5) = u(OPı) (in Fig. 6)
; = u (y)
ist.
15) Berücksichtigen wir nun, was bereits früher über das harmonische
Verhältniss zwischen vier Punkten P, O0, Pı, O1 gesagt ist (s. pag. 389 Annal.)
von denen P im Unendlichen liegt, dass nämlich dann der ihm zugeordnete
Punkt Pı in die Mitte zwischen O0 und O1 fällt, so sehen wir sofort, dass die
kleine Symmetrieaxe der geometrische Ort aller dem unendlich fernen Pole P
zugeordneten harmonischen Punkte Pı ist, Dieses vorausgesetzt, können wir jetzt
ınsere Curve innerhalb der tangirenden Meridiane von A und Aı beliebig ver-
schoben denken (Fig. 7), und da wir dadurch die harmonischen Beziehungen zu dem
1) S. Annal, pag. 387.
%) Die Höhenecurven in der Projection Mercators sınd zuerst vermittelst der höheren Analysis
uscutirt von Hilleret in der Revue maritime et coloniale Tom. 40 und 41. Ein Auszug aus der um-
assenden Arbeit Hilleret’s erschien zugleich von Woollev in Naval Seience Tom. Il. pag. 299 ff,