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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

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ohne Vorurtheil zu verfahren und die Bestimmungen des Standes der Chrono- 
meter an den Orten: Porto Praya, Ascension und Capstadt zur Prüfung dessen 
was wir gewonnen haben, anwenden zu können und in dem Wunsche die Rech- 
ıung möglichst wenig zu compliciren, wurde zunächst aus der Zeit vom 18. Juli, 
wo die Chronometer an Bord gekommen waren, bis zum 3. Juli wo in Plymouth 
zum letzten Male der Zeitball beobachtet wurde, sowie aus den von Dr. Weineck 
und mir beobachteten telegraphischen Zeitsignalen in Capstadt am 28. September 
und 3. Oktober der Gang der Chronometer abgeleitet und aus dem Unterschiede 
dieser beiden Bestimmungen, nachdem sie auf die Normal-Temperatur 15° C. 
veducirt worden waren, die der Zeit einfach proportionale Aenderung des 
Ganges bestimmt. Dies ergab: 
1839 380 384 392 1831 385 391 
Juni 25,5. -— 3,889 — 0,003 — O,ser — 2,291 -}O,r0r — 2,180 — 1,964 
September 30,0. — 4,266 1,042 --0O,s28 — 3,614 -|O,s68s — 0,812 — 0,705 
Tägliche Accel. — 0,00s91 + O,o1085 + O,o1260 — O,os871 — 000144 + O,o1355 + O,01305 
Mit diesen Werthen und der Temperatur-Correction aus den Gangformeln 
2). und ausgehend von dem Stande .am 3. Juli erhalten wir folgende Ab- 
weichungen des beobachteten vom berechneten Stande: 
1831 380 384 392 1831 385 391 
‚Juli 28: +31 + 82 +64 4134 +164 +157 —+ 6,1 
August 19: -+6o 126 4-72 +438,0 +41 +240 +29,0 
September 28: — 3,0 + 64 474 4750 4688 +188 + 42,5 
also eine wesentliche bessere Uebereinstimmung, als irgend eine frühere Rech- 
nungsweise ergeben hat; es bleiben aber auch hier noch Differenzen übrig, 
welche einen sehr systematischen Gang zeigen und viel zu gross sind für eine auch 
nur annähernd befriedigende Darstellung der Beobachtungen, Wir müssen da- 
1er daran denken, durch Einführung neuer Glieder in die Formel auch diese 
Differenzen wegzubringen, Zu dem Ende versuchen wir, ob nicht die Berück- 
sichtigung des mit dem Quadrate der Zeit multiplicirten Gliedes: dt‘? eine ge- 
aügende Darstellung herstellen werde. Wir rechnen also nach der Gangformel: 
g=z%+at+b6 +c60®?-at? 
und nehmen go aus der Zeit von Kiel bis Plymouth b und e aus der Vorunter- 
suchung in Kiel als bekannt an und haben also neu zu bestimmen die Coeffi- 
eienten a und d. Hierzu benutzen wir die Gänge wie sie sich aus den Perioden: 
18. Juni bis 3. Juli (von Kiel bis Plymouth), 28. Juli bis 19. August (Porto Praya 
bis Ascension) und 28, September bis 3. Oktober (Capstadt) ergeben, nachdem 
3ie auf die Normal-Temperatur -+- 15° C. reducirt sind. Bezeichnen wir den 
Gang aus den beiden Perioden resp. mit g‘ und g“ (welche resp. für August 8,0. 
und September 30,0. gelten) und die seit der Epoche des Initialganges zo (Juni 
25,5.) bis zu denjenigen der anderen Gänge verflossenen Zeiten resp. mit t‘ und 
6“ so dionen zur Bestimmung von a und d die Gleichungea: 
g'=go--at‘ dt? oder g‘ —go= at dt? 
g“=go-+at”-+ dt oder g“ —go= at“ + dt2 
woraus sich a und d leicht ergeben, 
Das Material für diese Rechnung ist in folgenden Zahlen enthalten: 
1839 380 384 392 1831 385 391 
20 = — 3,889 -— 0,008 — O,ss7 — Z,a91 + O,z0or7 — 2,180 — 1,964 
U —=43,5 8 = — 3,o97 0,6690 + O,o84 — 1,54 + 1,r65 — 1,212 — Oja57 
i—=96,5 8“ = — 4,266 + 1,042 A O,sar — 3614 A O,568 — O,sar — Oyro5 
ınd wir bekommen nun folgende Gangformeln: 
Knoblich 1839 g — — 3,889 -+- 0,001592t — 0,000057t? — 0,0859@‘ — 0,0007@'? 
Tiede 380 g = — 0,003 + 0,019224t — 0,000087t? + 0,0238@’ —0,0007@? 
Tiede 384 g — — 0,387 + 0,015679% — 0,000082t? — 0,0434@' — 0,0007@ 
Tiede 302 g == — 2,291 + 0,042550t — 0,000583t? — 0,0306@‘ —0,0007@'2 (3) 
Knoblich 1831 g = + 0,707 + 0,046328t — 0,000495t2? 0,0881@‘--- 0,0003@'2 
Tiede 385 g = — 2,180 -+- 0,029380t — 0,000164t? + 0,0836@’ — 0,0001@*? 
Tiede 391 g = — 1,964 -}- 0,056568t — 0,000451t? — 0,0072@‘ — 0,0006 @'? 
Mierin ist t von Juni 25.5 ab in Tagen zu rechnen, Das Ergebniss der nach
	        
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