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aus drei flachen Stellen, Auf 16° 29‘ Süd-Br. und 44° 3‘ Ost-Lg. wurde im
Jahre 1875 von I Br. M. S. „Flying Fish“ 11 Met. gelothet. Beim Passiren
der Pracel-Bank muss man grosse Vorsicht gebrauchen, auf das Lothen auf-
passen und die Fahrt des Schiffes mindern.
Die Variation daselbst beträgt 13° 40‘ West für das Jahr 1876.
Hafen Boyanna. Das Riff, auf welches I, Br. M. S. „Lyra“ im Jahre
1859 auflief, ist durch ein anderes Riff, welches bei Niedrigwasser stellenweise
srocken fällt, mit der Küste in Verbindung.
Narreenda-Bucht. Nähert man sich der Küste in dieser Gegend’ von
Westen, so sind da ungefähr 7 Seem. in SW von der Spitze Moormona befind-
lichen weissen Abhänge, die am besten zu erkennenden Landobjecte. Das Land
ist hoch und wellenförmig. Sobald man sich der Küste mehr genähert hat, kann
man die vor der Spitze Moormona liegende Insel Souhee deutlich erkennen.
Die Spitze Moormona ist nur mässig hoch, hat einen Sandstrand und trägt
Bäume nahe an ihrem Ende, Die Küste südlich und westlich von dieser Spitze
wird 8 Seem. weit von einem Sandstrande gebildet, in dessen Hintergrunde
sich 60 bis 90 Met. hohe wellenförmige Berge erheben.
Die Spitze Fortification hat auf ihrem Ende einige weisse Abhänge,
Die Insel Souhee ist steil, sattelförmig und dicht bewaldet. Der
höchste Theil der sattelförmigen Erhöhung liegt nach NE, die Vertiefung
ist am besten in der Peilung SSE zu sehen.
Die Insel Nossancassee besteht aus zahlreichen Hügeln von mässiger
Höhe; der höchste "Theil der Insel nahe ihrer Mitte wird von einem spitzen
Berge gebildet. Die Nordspitze der Insel ist ein schroffer weisser Abhang, der
von Westen gesehen gut erkennbar ist; die Ostspitze ist hoch und steil; die
NE-Spitze niedrig und felsig; die Südspitze niedrig und sandig; das west-
liche Ende der Insel ist ein hoher Abhang, welcher selbst wie eine Insel aus-
zieht. Das Westende besteht aus weissen Abhängen, zwischen denen sich ein
Sandstrand hinzieht.
Nossilava oder Nos Sulara ist der Name eines Ortes, welcher an
Jer NE-Seite der Narreenda-Bucht liegt. Viele Dhows (Fahrzeuge) nehmen
Jlaselbst Holz und Wasser ein. Geringe Quantitäten Proviant kann man auch
in diesem Orte erhalten. Die Sklavenfahrzeuge erhalten hier die Nachricht, wo
zur Zeit der beste Sklavenmarkt ist.
Die Insel Nos Saba ist niedrig; ihr höchster Punkt liegt nahe am
Südende derselben, woselbst die Insel dicht bewaldet ist; das SW-Ende ist
niedrig und sandig und nur mit Buschwerk bestanden.
Die Inseln Bermahomey. Die südliche dieser Inseln ist sandig
und dicht bewaldet; die nördliche ist die grössere und erscheint von Norden
gesehen wie zwei Inseln. Der westliche Theil dieser Insel ist dicht bewaldet
ınd niedriger als der östliche "Theil. Die Ostseite ist ein an seinem oberen
Theil mit Gras bewachsener Abhang, auch befinden sich einige wenige Bäume
Jaselbst. Wenn man diese Inseln von Westen erblickt, so sieht man zwischen
denselben einen kleinen Fels, der von Weitem gesehen wie ein Segelboot
aussieht.
Insel Keyvondza. In der NW-Einfahrt zur Passandava-Bucht liegt die
hohe, steile, runde kleine Insel Keyvondza, auf deren Gipfel sich Buschwerk
oefindet. Dieselbe ist von Westen kommend am besten zu erkennen.
Die Insel Passage ist nicht sehr hoch und mit Gebüsch bedeckt. Von
SW gesehen, scheinen es zwei Inseln zu sein.
Insel Ansouva. An der sandigen Bucht, welche sich im SE dieser
Insel befindet, liegt ein kleines Dorf, woselbst man Vieh und Geflügel zu
nässigen Preisen ohne Aufenthalt erhalten kann.
IL Br. M. S. „Vulture“ ankerte auf 14.6 Met, Wasser 2! Kblg. in SzE
von der Insel Ansowva.
Passandava-Bucht. Insel Bararata. Diese Insel wird von den Ein-
zeborenen Kismani genannt. An der Westseite der Bucht, gegenüber dem Nord-
ande der Insel Bararata, liegt der Ort Sakalava oder auch Pasmana genannt.
Daselbst wird ein bedeutender Sklavenhandel getrieben; die Sklaven kommen
on der Ostküste von Afrika. Pasmana und ÄAnkifi, nahe der NE-Spitze der
Passandava-Bucht, sind die beiden Haupt-Sklaven-Häfen nördlich von Nossancassee.