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wasser nach der Stadt Dunedin gut durch Tonnen und Baken gekennzeichnet,
von denen man gleichfalls die rothen an Steuerbord und die schwarzen an
Backbord behalten muss.
Die Lootsen kommen innerhalb 3 Seem. von dem Vorgebirge Tairoa
wenn der Seegang auf der äusseren Barre es gestattet, an Bord. Es ist ur
selten, dass die Lootsen mit ihrem Boote die Barre nicht passiren können: findet
solches jedoch statt, so hält sich das Lootsenboot im Mitto- Fahrwasser inner-
1alb der Barre auf und ist an der Lootsenflagge erkennbar; die Schiffe müssen
dann auf dasselbe zu halten, sobald die roth- und weisse Bake bei der Lootsen-
station in Sicht kommt. Bei starken nördlichen Winden muss ein Schiff unter
kleinen Segeln einlaufen, um den Lootsen sicher an Bord nehmen zu können
Ja in dem Fahrwasser nicht Platz genug ist, das Schiff beizudrehen. ’
Bei nördlichen Winden, oder wenn es nothwendig ist, Tagesanbruch, die
Fluth oder den Lootsen abzuwarten, so muss das Schiff unter Segel bleiben
und dabei das Feuer nicht östlich von Süd bringen. In solchem Falle be-
günstigt die nördliche Strömung ein Beidrehen des Schiffes.
Ankerplatz. Der äussere Ankerplatz ist, wenn keine östlichen Winde
sind, sicher; kleine Fahrzeuge sollten sich so nahe als möglich in der Deck-
peilung der beiden Leitfeuer halten und auf 16.5 Met. Wasser ungefähr !
Seem. von der Küste ankern. Grössere Schiffe dagegen müssen ungefähr 1%%
Seem, von der Küste auf 27.5 Met. Wasser ankern, wenn der Leuchtthurm des
Vorgebirges Tairoa in Süd peilt.
Der innere Ankerplatz ist zwischen der Spitze Howlett und der ersten
Tonne der inneren Barrec; derselbe ist bei jedem Wetter sicher. Wenn ein
Schiff unterhalb der Spitze Howlett ankert, so liegt es um so besser, je näher
es an die Sandzunge herangeht, und wenn os oberhalb der Spitze ankern will,
30 sollte es etwas in die Bucht einlaufen und querab von dem alten Dorfe der
Eingeborenen ankern.
Jedes Schiff mit geringem Tiefgang kann innerhalb des innern Anker-
platzes kreuzen. Beim Kreuzen nach See zu, zur Zeit der Ebbe, darf man nicht
zu dicht auf die Spitze Heyward zu stehen, da die Ebbe und die Dünung in
Jieser Richtung setzen. Je mehr man sich dieser Spitze nähert, desto. heftiger
wird die Dünung, wodurch ein Schiff leicht in eine fatale Lage kommen kann,
wenn es die Wendung versagt. Der Ankergrund daselbst ist kein haltbarer, auch
ist es gefährlich, in die Bucht einzulaufen.
Segelanweisung für die Küste von Süd- Australien, zwischen dem
Cap Northumberland und der Rivoli-Bucht,.‘
In Folge der vielen Schiffbrüche, welche an der Küste zwischen dem
Cap Northumberland und dem Südende der Rivoli-Bucht stattgefunden haben,
nat der Präsident des „Marine Board von‘ South Australia“, R. H. Ferguson,
Nachstehendes veröffentlicht:
Nach dem „Australian Directory“ 1868 pag. 187 und 188 sollen dio
Schiffe, welche sich dem Cap Northumberland von NW aus nähern, niemals
das rothe oder das weisse Feuer auf dem Cap südlicher als E'42S in Peilung
oringen und, wenn sie das grüne Feuer daselbst in Sicht bekommen, ihren Kurs
aehr nach Süden zu ändern. Diese Vorschrift ist gegeben, um die westlich
des Caps in einem Abstande von 1 Seem. parallel mit der Küste sich erstreken-
den Riffe zu vermeiden. Desgleichen sollen die von Osten kommenden Schiffe
las weisse oder rothe Feuer nicht westlicher als WNW in Peilung bringen, und
wenn sie das grüne Feuer in Sicht bekommen, südlicher steuern, um von den
östlich des Caps gelegenen Riffen gut weit abbleiben. zu können.
Bei schlechtem Wetter mit südlichen Winden wird anempfohlen, so weit
von dem Cap Northumberland abzubleiben, dass die Schiffe das grüne Feuer
yar nicht in Sicht bekommen; bei nebeligem Wetter oder bei einem schweren
Sturm soll man das rothe Feuer, welches dann auch nicht so weit wie sonst
zu sehen ist, nicht in Sicht bringen,
;) S. Austral. Direct. (1868) pag. 187.