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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

384 Annaler: der Hydrographie um Meritimen Meteorologie, Dezember 1009, 
diese Grenzkurve mit dem 30, Breitenkreis, der willkürlichen Grenzlinie der 
tropischen und außertropischen Gebiete, zusammenfallen, so ergeben die Tabellen. 
den folgenden prozentischen Anteil der Stürme an den vier nach der Anfangs- 
richtung unterschiedenen. Gruppen, 
Die prozentische Verteilung der nach ihrer Anfangsrichtung geordneten Stürme. 
Zahl der 
Atürme 
a SBr. 
TE 
13.09% | 382% * BE 
| ; 
aa 0 30207 
1100 
BD 
5 
{} 00 
+ .* 
In der Zone zwischen der Linie und 20° S-Br. wird die hohe Prozentizahl 
der Südoststürme, die sich als Durchschnitt der Gebiete nördlich von 30° S-Br, 
ergeben hat, noch überragt, und zwar sind die entsprechenden Zahlen für die 
Südoststürme in den Feldern 1, 2, 8 und 4 bzw. 59 fox 100 Son 64 Ö und 60 Mo 
Die Zehngradzone zwischen 20° und 80° 8-Br. bleibt dagegen unter dem Durch- 
schnitt; in den ozeanischen Gebieten 6 und 7 beginnen noch 45%, und 50%, 
aller Stürme aus südöstlichen Richtungen, zwischen. Madagaskar und Afrika 
(Gebiet 5) nur noch 41/4; in jenen stehen die Nordoststürme, größtenteils 
tropische Orkane, der Zahl nach mit 21%, und 28%, an zweiter Stelle, während 
im Gebiet 5 die Südweststürme mit 34° auffallen. 
Was die Meeresteile südlich von 30° S-Br, betrifft, so zeigt die obige 
Tabelle, daß hier neben den Nordweststürmen. die aus Südwest beginnenden mit 
30.5 % einen ziemlich bedeutenden Anteil an der Gesamtzahl haben, Im Gebiet 9 
beträgt die Zahl der Südweststürme 37 °%, die der Nordweststürme 47 °{,; im 
Gebiet 12 sind beide Richtungen gleich stark mit je 46%, vertreten, 
In bezug auf die Gesetzmäßigkeit, die wir für die beiden großen Gebiete 
mit häufigsten SO- und NW-Stürmen nachweisen konnten, nehmen die Südafrika 
und die Südwestecke von Australien bespülenden Meeresteile eine Ausnahme- 
stellung ein. Ferner zeigt die Zone der Passat- und Monsunwechsel vor den 
Sunda-Inseln eine Abweichung hinsichtlich der Anfangsrichtung ihrer Stürme, 
Da die Ausnahmegebiete mit den willkürlich abgegrenzten Tabellen nicht 
zusammenfallen, so ist auch ihre Eigenart aus ihnen nicht ersichtlich; zwar deutet 
z. B. das Hervortreten der Südweststürme in den Tabellen 5, 9 und 12 auf eine 
Ausnahmestellung der Gebiete hin; diese tritt jedoch erst klar in die Erscheinung, 
wenn man kleinere Felder ins Auge faßt, 
Betrachtet man die Gewässer um das Kap der Guten Moffnung herum, 
&0 verteilen sich die Stürme auf die Gebiete, die das Kap umgeben, in folgender 
Weise: 
(Cdehliet 
NÖ 
<(3 
Ur 
NW 
Zahl. der 
Stürme 
— | 6 a1 
S ; 4 41 
2% , a 65 
| 18186 © 919% 32.060 | BAD | 185 
Die aus Nordwest beginnenden Stürme werden also nicht nur durch die 
südwesthechen verdrängt; sie sind sogar &n die letzte Stelle gerückt, Dagegen 
zeigt sich In einem etwa 150 Sm breiten Meeresstreifen, der sich an die Südost- 
küste Afrikas vom Kap bis zu 25° Breite nach Norden anschmiegt, eine be- 
sonders starke Anhäufung von Südweststürmen, deren Zugrichtung der Agulhas- 
strömung entgegengesetzt ist; deshalb werden heimfahrende Segler bei stürmischem 
Wetter oft tagelang in diesen Gewässern aufgehalten, 
Höchstwahrscheinlich findet sich auch vor der SW-Ecke von Australien 
an Gebiet, in dem die Stürme orößtenteils aus Südwest beginnen, Wenn auch
	        
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