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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

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bei Cap Lambert und später mit der hier nicht ganz niedrigen Küste einen 
Berg bei Cap Naumann und die Mutter und Töchter, diese aber vom Lande 
losgelöst, sichten; von Süd durch den St. George-Kanal kommend, sieht man 
andrerseits bereits, bevor man die Breite des Carteret-Hafens erreicht, den Mt. 
Beautemps-Beaupre und. die Mutter und Töchter yechts von ihm aus dem Wasser 
tauchen, während das niedrigere Hügelland der Nordostküste noch lange unter 
dem Horizonte bleibt. 
Die sämmtlichen genannten Berge sind so vorzügliche Marken, dass 
danach die Navigirung sehr leicht ist, leider aber befindet sich nur der Mont 
Beautemps- Beaupre (ohne Namensbezeichnung) in den allgemeinen Segelkarten 
eingetragen und in der Englischen Specialkarte des St. George-Kanals von 1873 
zwar auch Mutter und Töchter, aber letztere, wie die ganze Küste zwischen Cap 
Palliser und Cap Stephens inel. dieses Caps und der York-Insel mehr oder 
weniger unrichtig. 
Cap Lambert bildet von NNE in 40 bis 45 Seem, Entfernung gesehen, 
einen zweihügeligen Vorsprung, von dem westlich scheinbar eine zweihügelige 
Insel liegt. Es ist dies wahrscheinlich das westlichste noch unbenannte Cap der 
Gazelle-Halbinsel. Sowohl Cap Stephens wie Cap Naumann, welches zwischen 
den Caps Lambert und Stephens liegt, sind verhältnissmässig niedrige Ausläufer 
höherer Berge. Man Island, zwischen den Caps Stephens und Naumann gelegen, 
ist ca. 200 Met. hoch mit gebrochenem Kamm, jedoch ohne eigentliche Gipfel, 
gefurcht, mit Vegetation bedeckt, welche aber vielfach den kahlen, bunten Fels 
durchscheinen lässt, so dass die Insel in wechselnder Färbung erscheint. 
York-Insel ist grossentheils von mittlerer Höhe und ganz mit Vegetation 
bedeckt. Die Nordwestspitze ist der höchste Theil, etwa 100 Met. oder etwas 
mehr hoch. 
Die vorerwähnte Krater- Halbinsel, welche, trotzdem sie nur einen schmalen 
Streifen bildet, drei grossen Bergen und einigen an der Rückseite golegenen 
noch rauchenden Kratern als Basis dient, hängt nur an ihrer Nordwestspitze 
durch einen schmalen Landstrich mit der G’azelle-Halbinsel zusammen und bildet 
so hinter sich die grosse und schöne Blanche-Bai mit ihren beiden ausgezeich- 
neten Häfen, dem Simpson- und Greet-Hafen, Jene. drei Berge präsentiren sich 
als eine imposante und gleichzeitig malerische Gruppe. Die nahe zusammen- 
ıjegende Mutter und südliche Tochter sind dem Aussehen nach jedenfalls ausge- 
brannte Krater und, aus einiger Entfernung betrachtet, sich zum Verwechseln 
ähnlich; die nördliche Tochter auf breiterer Grundlage ruhend, hat weniger 
Kraterform und ist jedenfalls kein Vulkan gewesen. Während die höheren Berge 
auf Neu-Irland und Neu-Hannover grossentheils mit gleichförmiger dunkelgrüner 
Baumvegetation bedeckt sind, herrscht hier das röthliche und gelbgraue Gestein 
yanz und gar vor, oder es tritt in Abstürzen und Kämmen überall zwischen den 
dunklen, die Schluchten ausfüllenden Bäumen und den hellgrünen mit Moos und 
Gras spärlich bedeckten abschrägenden Flächen heraus, während ähnlich gefärbte, 
vielfach aber auch mit Palmen bestandene, niedere Hügelrücken den Uebergang 
zwischen den grossen Bergen vermitteln. 
Ganz nahe der südlichen Tochter liegt die Südspitze der Halbinsel Point 
Praed. Zwischen Cap Stephens und Praed-Huck macht die Küste der Krater- 
Halbinsel einige Einbuchtungen, welche indess wegen grosser Wassertiefe zum 
Ankern nicht geeignet sind. Der nördliche Eingang zu der Blanche-Bai befindet 
sich zwischen der mehrerwähnten Praed-Huck und der 11 bis 12 Seem. entfern- 
ten York-Insel, während der‘ östliche nur halb so breite, zwischen der dicht an 
ler Südwest-Spitze derselben Insel gelegenen Breusing-Insel und Cap Gazelle 
hindurchführt und noch durch zwei in seiner Mitte gelegene kleine Korallen- 
Inselchen, die Credner-Inseln, in zwei Strassen geschieden wird. Sowohl die 
nördliche, wie die südliche Strasse des östlichen Zuganges scheinen rein von 
Riffen zu sein. Die nördliche Strasse des letzteren Zuganges, also die unmittel- 
bar südlich der Breusing-Insel, ist indess nicht ausgelothet worden. 
Während die See bei der Krater-Halbinsel tief bis dicht heran ist, gehen 
7on der Südwestspitze der York-Insel und der Breusing-Insel Riffe ca. eine Seem. 
1ach West heraus, Ebenso sind die Credner-Inseln mit einem Riffe umgeben, 
las aber nur nach Nord weiter als ungefähr !/% 2 Seem. sich herauszustrecken 
schien.
	        
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