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Full text: Jahresbericht 1926

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Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1926. 
d) Monatskarten für den Nordatlantischen Ozean wurden auf all 
gemeinen Wunsch der Schiffahrtskreise wieder monatlich herausgegeben. Durch 
Hinzufügung von Werten über einzelne Gegenden konnten die Karten weiter 
vervollständigt werden. 
e) Monatskarten für den Südatlantischen Ozean sind im Laufe des 
Berichtsjahres bearbeitet worden, so daß mit der Herausgabe im Jahre 1927 
begonnen werden kann. 
f) Bücher. Die Bearbeitung der dritten Auflage des Dampferhandbuches 
für den Atlantischen Ozean wurde fortgesetzt. 
Die Handschrift für das Welthafenbuch wurde fertiggestellt und dem Ver 
leger übergeben. 
Die in der Abteilung vorhandenen Seehandbücher und Leuchtfeuerverzeich 
nisse wurden nach den neuesten Mitteilungen verbessert und auf dem laufenden 
erhalten. Von „Der Pilot“, Beiträge zur Küstenkunde, sind die Hefte 18 bis 23 
erschienen. 
Hauptagenturen und Agenturen sind mit den für ihren Dienst notwendigen 
Karten und Büchern ausgerüstet worden. 
g) Mitarbeit an Seehandbüchern. Die Mitarbeit der Abteilung an der 
Herstellung der von der Marineleitung herausgegebenen Seehandbücher erstreckte 
sich auf die Abschnitte: Orkane, Strömungen, Dampfer- und Seglerwege für das 
Segelhandbuch für Ceylon- und die Malakka-Straße, und Strömungen, Dampfer 
und Seglerwege für das Mittelmeer-Handbuch, V. Teil, Die Levante. Bei diesem 
Buch wurden „die Strömungen im Bosporus und Dardanellen“ gänzlich umge 
arbeitet, da als Quelle die Untersuchungen von Merz zur Verfügung standen. 
h) Seekarten. Für die Kartensammlung sind während des Jahres 1926 
im ganzen 350 neue Karten vereinnahmt worden; davon entfallen 139 auf 
Schenkungen ausländischer Institute, aus Mitteln der Seewarte wurden 211 Karten 
neu beschafft. Die Anzahl der in den Nachrichten für Seefahrer ausgeführten 
Kartenberichtigungen betrug 4663 gegen 4509 im Vorjahre. 
i) Auskunfterteilung. Die kurze Auskunfterteilung an Seeämter, Amts 
gerichte, Anwälte und Schiffahrtskreise wird meistens schriftlich erteilt, während 
die Ausfertigung von Segelanweisungen für besondere Reisen schriftlich nur auf 
besonderen Wunsch gegeben wird. Die mündliche Beantwortung von Fragen 
über nautische Angelegenheiten hat einen großen Umfang angenommen; diese 
Auskunfterteilung geschieht meistens an Reedereien, die Information verlangen, 
ob die örtlichen Verhältnisse in den verschiedenen Häfen das Anlaufen ihrer 
Schiffe gestatten. 
k) Der Hafendienst hat zur Pflege der Verbindung der Seewarte mit der 
Schiffahrt im Jahre 1926 732 Besuche auf Schiffen ausgeführt, wobei 42 Baro 
meter an Bord kontrolliert, 612 Tagebücher, 9 kleine Wetterbücher, 420 Frage 
bogen, 60 Monatskarten verteilt und 541 Tagebücher, 4 kleine Wetterbücher und 
205 Fragebogen und Berichte abgeholt wurden. 
l) Eisdienst. Die im Vorjahre mit den Ostseerandstaaten geführten Ver 
handlungen haben zu einer Vereinheitlichung der Verschlüsselung von Eismel 
dungen bei den nordischen und baltischen Staaten geführt. Es ist gelungen, in 
Zusammenarbeit mit der Reichsmarine und den Reedereivereinigungen, ein Eis- 
wachtschiff in Bereitschaft zu halten, das infolge des milden Winters bis zum 
Abschluß des Jahres noch nicht in Tätigkeit zu treten brauchte. Der für diese 
Zwecke von der Marine gestellte Schlepper „Boreas“ hat die Aufgabe, an der 
Eisgrenze als Warn- und Nachrichtenposten zu liegen und sich als eine wichtige 
Station in das Netz der Eisnachrichtenorganisation der Seewarte einzufügen. 
Eine weitere Neueinrichtung sind Eiskarten, die täglich in den Börsen der 
wichtigsten deutschen Seestädte zum Aushang kommen. 
Ferner hat die Übermittlung von Eisnachrichten an Schiffe auf See eine 
wesentliche Ausgestaltung erfahren; während im Vorjahr nur die Norag zur 
Verfügung stand, ist es gelungen, auch den Wolfsender und Ostmarkensender 
(Orag) für diese Zwecke heranzuziehen.
	        
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