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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

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Monsun nahe bei der Westküste von Afrika vorherrscht. Viele Seefahrer haben 
in diesen Gegenden häufige Notizen über die Höhe der See verglichen mit der 
Stärke des Monsuns, den man als die Ursache derselben ansah, gemacht. Es 
ist aber jetzt erwiesen, dass diese hohe See zum Theil die Folge der winter- 
lichen Stürme in höheren Breiten der südlichen Halbkugel ist.!) 
Färbung der See. Die See erschien im Allgemeinen grün, wenn das 
Oberflächen-Wasser aussergewöhnlich kalt war, mit viel Nebel und starkem 
Thaufall. 
Wolken, Die Beobachtungen über obere Wolken in Beziehung zu der 
Windrichtung zeigen, dass obere Wolken sehr häufig über der Südgrenze der 
Region des Nordost-Passates aus Südost ziehen und aus Nordost über der 
Nordgrenze der Region des Südost-Passates, ferner, dass obere Wolken aus 
Nordost über die Region des afrikanischen Südwest-Monsuns vorherrschen, und 
dass Wolken aus Südost und ein dunkler Anblick des Himmels in dieser Rich- 
tung öfters während dieses Monsuns vorherrschen, während der Wind beständig 
aus SSW weht. In dem Feld No. 40 sind in den Monaten März und April 
obere Wolken, die aus NW ziehen, viel häufiger, als die aus einem anderen 
Theile der Windrose. 
Wetter. An der SW-Küste von Nord-Afrika, in dem keilförmig zwi- 
schen den beiden Passaten liegenden "Theile des Meeres, wurde das Wetter 
sehr unbeständig gefunden. Während des südlichen Winters ist das Wetter 
nahe bei der Küste von Süd-Amerika viel unbeständiger, als weiter ostwärts 
‘n denselben Breiten. 
Verschiedene Beobachtungen, Land-Vögel und Insecten sind bis zu sehr 
grossen Entfernungen vom Lande gefunden worden, indem sie von dem Nord- 
>st-Passat aus in die Region der Doldrums hineingetrieben werden. . 
Die über den rothen Staub angestellten Beobachtungen scheinen zu er- 
weisen, dass er von Afrika herkommt. Seebeben sind als Erdstösse von ver- 
schiedenen Schiffen am 11. März 1855, 25. Januar 1859, 19. October 1859, 
26. März 1861 und am 6, September 1869 beobachtet worden. Bei Jedem ein- 
zelnen Falle zitterte oder erbebte das Schiff, als wenn. es seinen Änker über 
den Grund schleppte, oder über ein Korallenriff hinweg lief; in einigen Fällen 
yurde ein Geräusch, ähnlich dem Donner, vernommen. Dem Erdstoss vom 
11. März 1855 folgte am 12. März ein zweiter. 
Die Seebeben der Jahre 1855, 1861 und 1869 ereigneten sich fast an 
derselben Stelle; das Mittel der drei Positionen ergiebt fast nahezu die Stelle 
(1° 4‘ Süd-Br., 20° 0‘ West-Lg.), wo S. M. S. „Gazelle“ eine unterseeische 
Bodenerhebung fand.?) Die Seebeben im Janunr und October 1859 fanden 
nahe bei St. Pauls Rock statt in ungefähr 0° 30‘ Nord-Br. und 29° 40‘ West-Lg. 
(s. Diagramm). . 
Schnittpunkte des Aequators. Das Resultat der Arbeit über diese 9 Zehn- 
grad-Felder bestätigt die schon früher bei Gelegenheit der Arbeit über das Quadrat 3 
ausgesprochene Ansicht über. die besten Routen für jeden Monat, um die Linie 
zu schneiden. Es bestärkt auch die Ansicht, dass südwärts bestimmte Schiffe 
von Mai bis September die Linie nicht westlich, schneiden müssen, und obgleich 
schnell segelnde Schiffe zufällig eine gute Fahrt gemacht haben, wenn sie die 
Linie in 30° West oder selbst noch westlicher geschnitten haben, so sind doch 
viele andere Schiffe hierdurch sehr aufgehalten worden. Es ist daher nicht an- 
zurathen, die Linie westlich von 25° West-Lg. zu schneiden. 
1) Prof, Stokes, Secretair der R, Society in London, hat über diese „swells or rollers“ einige 
schätzenswerthe Bemerkungen gemacht, welche in einem Anhange zu dieser Abhandlung von Capitain 
Foynbee mitgetheilt sind, und welche wir später wiedergeben werden, A. d. R. 
2) Diese Stelle mit 3000 Met. (1640 Faden) Tiefe befand sich nach der Lothung No. 25 S. M.S, 
‚Gazelle“ in 09 55‘,9 Süd-Br. und 149 225 West-Lg. A, d, R.
	        
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