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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

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ist nur käuflich zu haben. Letzteres kostet pro Liter O.oıs: das Ki ische 
Rindfleisch kostet 2.59 fl.; und das Kilo frisches Schweinefleisch A Frisches 
b. Materialien, Kohlen überlässt die Residentschaft Amboina zu den 
Selbstkosten (1 Tonne zu 38,00 fl.); andere Materialien fehlen oder sind nur 
spärlich vorhanden. 
Brisbane. 
Zum HEinlaufen in die Moreton-Bay ist es rathsam, sich eines Lootsen 
zu bedienen. Um einen solchen rechtzeitig zu erhalten, mache man ein ent- 
sprechendes Signal, sobald man in Signalweite von der Signalstation, welche 
sich bei dem Cap Moreton-Leuchtthurm befindet, kommt. 
Es wird von hier aus dann das Signal nach der etwas unterhalb be- 
findlichen Lootsenstation repetirt werden. Die Lootsengebühren betragen für 
das Lootsen nach der Lootsenstation bei Moreton-Island 4. dd. per Tonne, nach 
Brisbane Rhede, oder Plätzen oberhalb der Lootsenstation 5 d. per Tonne, 
aach Brisbane River, oberhalb der Barre, 6 d. per Registertonne. 
Schiffe in Ballast, oder solche, welche schlechten Wetters wegen ge- 
zwungen sind, in die Bai zurückzulaufen, zahlen die Hälfte. 
Um einen Schleppdampfer zu erhalten, ist die Rendezvous-Flagge zu 
heissen. 
Jeden Morgen kurz nach Sonnenaufgang signalisirt Cap Moreton den in 
der Moreton-Bai liegenden Schiffen die Windrichtung beim Cap am Top des 
Signalmastes nach den Compasssignalen des internationalen Signalbuches, ferner, 
wenn es nöthig erscheinen sollte, am Südraaarm die Stärke des Windes mit 
den gewöhnlichen Zahlen von 1 bis 12. Diese Signale bleiben eine Stunde 
wehen. Ist ausserhalb der Moreton-Bai Windstille, oder weht ein anderer 
Wind, als innerhalb von Cap Moreton, so werden ausgehende Schiffe hiervon 
durch Signal unterrichtet. 
Mit der Signalstation ist eine Telegraphenstation verbunden, welche auf 
Wunsch Signale passirender Schiffe weiter befördert. Eine gleiche Signal- und 
Telegraphenstation befindet sich auf dem Südende von Moreton-Island. Von 
veiden Stationen werden täglich meteorologische Beobachtungen nach dem 
Hafenamt in Brisbane telegraphirt, welches dieselben in Wettertafeln, Wind 
und See bei Cap Moreton und am Südeingang enthaltend, täglich Morgens 
veröffentlicht. 
Eine dritte Signal- und Telegraphenstation befindet sich auf dem Feuer- 
schiff, von wo aus auch Signale über Wassertiefe auf der Barre und in dem 
künstlichen Kanal gemacht werden. 
Die Hafenangaben in Brisbane betragen für Schiffe: 
unter 300 Tons 20 sh. 
400 „ 25, 
500 „ 50 
600 „ 8 , 
800 „ 40 , 
„ 1000 „ 45 
über 1000 „ 60 , 
Feuergeld ist in Höhe von 3 d. per Tonne für Ein- und Ausgehen zu 
entrichten, wozu für jede 2 passirte Küstenfeuer 1 d. per Tonne hinzutritt. 
Frei von dieser Abgabe sind alle Fahrzeuge, welche Walfischfang betreiben, 
Schiffe in Ballast oder solche, welche durch schlechtes Wetter gezwungen sind, 
in die Moreton-Bai einzulaufen. . 
Kriegsschiffe sind sowohl von Zahlung der Lootsengelder, wie von allen 
anderen Abgaben befreit. 
Schiffe mit Proviant in Brisbane auszurüsten, ist nicht zu empfehlen, da 
fast alle Artikel von Sydney oder Melbourne eingeführt werden, Liegt das 
Schiff auf der Rhede, so werden die. ohnehin schon hohen Preise durch den 
Transport, der bei der grossen Fntfernung von Brisbane nur durch Dampfer 
(der Preis für einen solchen beträgt ca. 10 &) zu vermitteln ist, noch be- 
deutend erhöht. Einige Proviantartikel, wie Hartbrod, waren bei der Anwe- 
senheit S. M. S. „Gazelle“ nicht vorräthig anzutreffen. Wenn auch Hartbrod 
erbacken werden kann, so sind die Einrichtungen hierfür doch so mangelhaft, 
lass man nicht darauf rechnen kann, einen grösseren Bedarf in kürzerer Zeit
	        
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