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Bestimmung der Deviation des Regel-Compasses an Bord S. M. 8.
„Ariadne“,
Neue Station Suez den 12. November 1874.
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+: Ost-Deviation,
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Diese Methode ist so einfach und ihre Anwendung mit so wenig
Zeitverlust und Rechnung verknüpft, dass man sich in der That darüber
wundern muss, wie noch jetzt Schiffe von Europa nach Australien fahren und
sich doch damit begnügen, zur Controlle des eben anliegenden Kurses einige
Azimutbeobachtungen zu nehmen, obgleich sie aus diesen Beobachtungen ersehen,
dass die Deviation sich stark geändert hat. Allerdings sind zwei Erforder-
nisse Voraussetzung, nämlich erstens: sorgfältige Deviationsbestimmung vor
Antritt der Reise, und zweitens: getrennte Behandlung der Variation und
Deviation mit Hülfe einer Variationskarte. Wir glauben nicht, dass diese
Anforderungen zu hoch gegriffen erscheinen können.
Es bleibt noch übrig, bezüglich der Compensation der Deviation einige
Bemerkungen anzuschliessen. Angesichts solcher Aenderungen in der Deviation
muss die Compensation sehr bedenklich erscheinen, und in der That wird die
Anwendung derselben hierdurch erheblich beschränkt und erschwert.
Im Vorhergehenden wurde die Wirkung des unabhängig magnetischen
(harten) Eisens — erster Theil der Gleichungen II und III — als die eines
grossen Magneten versinnlicht, Diese Wirkung kann durch einen andern
Magneten, der gleich und entgegengesetzt gerichtet ist, aufgehoben werden.
Bei der Compensation durch Magnetstäbe wird also der zweite — durch Induetion