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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

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. Sukkertopen ist auf der englischen Admiralitätskarte mit 914 Met. 
(3000‘) Höhe angegeben, aber mit dieser Höhe muss wohl der Berg Sermersut 
gemeint sein, denn der Berg Sukkertopen ist, obgleich er sehr gut erkennbar 
ist, nicht höher als 213 Met. 
Die Insel Disko. Lievely. Die Bake von Lievely ist noch vorhanden, 
aber sie hat alle Farbe verloren und zeichnet sich nicht mehr von den sie 
amgebenden Felsen ab; nur von Ost und West ist sie noch zu erkennen. 
Ein Lootse kommt zu jedem Schiffe, welches sich nähert; sollte jedoch 
ein Schiff nicht gesehen werden, so kommt ein dazu befähigter Lootse heraus, 
sobald ein Kanonenschuss abgefeuert wird. Die Kartenskizze von Sir E. Belcher 
ist ausgezeichnet, aber beim ersten Besuch würde es doch rathsam sein, einen 
Lootsen zu nehmen. 
Der Ankerplatz in Godhavn ist gegen alle Winde gut geschützt. Zwischen 
den Spitzen Flakker und Issungoak, in dem südöstlichen Theil von Disko, ist eine 
grosse Bucht, in der beinahe in der Mitte ein Fels liegt. Bei der Spitze Flakker 
flacht das Wasser ab; auf der Spitze Zssungoak befinden sich zwei Piks, von 
denen der nördliche sehr spitz und dadurch leicht erkennbar ist (derselbe hat 
Aehnlichkeit mit einem Grabmal); der südliche ist mehr kegelförmig. 
Der Ort Ujaraksukuk, woselbst der Dänische Gouverneur wohnt, zu 
dessen Bezirk auch die Kohlen zu Kitenbenks Kulbrud gehören, liegt dicht an 
der Küste, 4 Seem. von der Spitze /ssungoak und 20 Seem. von den Kohlenabhängen 
zu Kudlisoet; er besteht aus zwei hölzernen. Häusern und ungefähr 15 Eskimo- 
Hütten, 
Wenn Nebel Wjaraksusuk einhüllt, so findet man den Ort, wenn die gegen- 
überliegende Küste der Halbinsel Nowrsak in Sicht ist; man muss dann die 
Bucht zwischen Atanekerdulk und Sakkak offen in ungefähr NE peilen. 
Ritenbenks Kulbrud oder Kudlisoet. — Die Kohle wird hier in breiten 
horizontalen Schichten in dem Abhang dicht am Strande gefunden. 
Sollte das Land von Disko in Nebel gehüllt sein, so kann man die Ab- 
hänge leicht finden, wenn die gegenüberliegende Seite in Sicht ist, indem man 
ainen spitzen nadelförmigen Pik, der N25°E von den Abhängen peilt, oder einen 
zut kenntlichen kuppelartigen Berg, der im Norden des Piks N25°E peilt, 
beobachtet. 
Hinter den Kohlenabhängen sind Berge von ungefähr 915 Met. Höhe; 
von diesen ist der nördliche kegelförmig und der südliche mehr ein tafelför- 
miger Berg mit einem kleinen, gut sichtbaren Wasserfall; dicht südlich von 
liesem ist ein zackiger felsiger Rücken, auf welchen ein Thal folgt; hinter 
diesem steigt ein grosser rundgipfliger Berg von 900 bis 1200 Met. Höhe auf. 
Der Ankerplatz: bei den Kohlenabhängen ist sehr frei und sobald ein 
Wind aufspringt, müssen die Schiffe Schutz in der gegenüberliegenden Seite 
suchen oder die Waigat-Strasse verlassen, 
Svarten Huk liegt ungefähr in 71° 34‘ Nord-Br. und ist ein dunkles, rauhes, 
senkrecht aufsteigendes Vorgebirge, welches landeinwärts zu einem rundgipfligen 
Berge von ungefähr 366 Met. Höhe aufsteigt. 
Von Norden kommende Schiffe können leicht die Westseite der Insel 
Kingatak für Svarten Huk halten, da diese gleichfalls dunkel, rauh und fast 
senkrecht ist; während aber Svarten Huk zu einem Berge ansteigt, ist die 
Westseite der Insel Kingatak bis zum Ostende beinahe ein tafelförmiges Land, 
woselbst es dann abflacht. 
Die Küsten sind alle richtig in der Karte angegeben. 
Kasorsoak oder Sanderson’s Hope. — Zwei über Wasser befindliche 
Felsen, welche auf der Karte nicht angegeben sind, wurden bei diesem Vor- 
zebirge entdeckt; der eine derselben liegt in Süd 2’/2 Seem. und der andere in 
5SWzS 5 Seem. ab. 
Umnernivik. Als die „Pandora“ in diesen Hafen einlief, liess sie die 
beiden Inseln bei dem Vorgebirge Sanderson’s Hope an Steuerbord und steuerte 
mitten zwischen denselben und eine Insel im Norden hindurch. Als das Schiff 
1on Hafon einlief, passirte es nördlich der Talbot - Riffe und steuerte gerade 
nach See zu.
	        
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