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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

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Innern in das Land hinein. Durch die Bänke mündet der Fluss Lifey in diese 
Bucht. 
Nähert man sich dieser Bucht von See aus, so sind die besten Land- 
marken im Süden derselben das Vorgebirge Bray und die Zucherhut-Berge, von 
jenen der „Grosse Zuckerhut“ 503 Met. hoch ist, und im Norden der Bucht der 
171 Met. hohe Berg Howth und die deutlich sichtbare 103 Met. hohe Insel 
Irelands Eye, welche dicht an der Nordspitze der Bucht liegt. Sobald man 
sich mehr der Bucht und der Südspitze derselben genähert hat, so kommt der 
kegelförmige Berg Carrigollogan, ein grosser Schornstein eines Bergwerks, der 
Obelisk Mapas und ein ruinenhafter Signalthurm auf den Killiney Bergen in 
Sicht. Dicht bei letzteren liegt die 27 Met. hohe Insel Dalkey, auf deren Gipfel 
ein Martello-Thurm steht. Sobald ein Schiff diese Objeete unterscheiden kann, 
befindet es sich in der Nähe der Kish Bank und man hat dann auch das an 
dem Nordende dieser Bank liegende Feuerschiff in Sicht. 
Der Berg Howth endigt im SO in der steilen hervorspringenden Spitze 
Bailey, auf welcher ein Leuchtthurm steht. Diese Spitze bildet die Nordhuk 
der Kinfahrt von der Bucht von Dublin; sie ist steil abfallend, nur nördlich 
derselben ist eine flache Stelle mit 5.5 bis 7.3 Met. Wasser, welche sich 3 Kble. 
von der Küste erstreckt. Im Westen der Spitze ist die Küste bis auf einen 
Abstand von '!/4 Seem. unrein. Sutton Creek, eine schmale Einfahrt mit 3.7 Met. 
Tiefe bei Hochwasser Springzeit und mit 2.7 Met. Tiefe bei Nippzeit, erstreckt 
sich längs der Westküste von Howth; in derselben finden Fischerfahrzeuge 
Schutz. 
Die Insel Dalkey bildet die südliche Einfahrtsspitze der Dublin Bucht; 
in dem Fahrwasser zwischen ihr und der Küste befinden sich 7.3 bis 12.3 Met. 
Wasser; dasselbe ist etwas mehr als 1 Kblg. breit und ist von Dampfern sicher 
zu benutzen. Die Küste des Festlandes ist steil abfallend, aber das Riff, wel- 
ches sich von der Insel nach Norden zu erstreckt, hat auf beiden Seiten einzelne 
abliegende Klippen. Deshalb müssen die Schiffe, welche zwischen der Insel 
Dalkey und der Küste hindurchfahren, sich näher an die Küste oder ungefähr 
'/2 Kblg. von derselben entfernt halten. 
Die Muglins sind eine kleine Gruppe 10 Met, hoher Felsen, welche 
3 Kblg. östlich der Insel Dalkey liegen; dieselben sind bis auf ihre Westseite 
steil abfallend, aber 1 Kblg. nach Westen zu liegt 1.2 Met. unter Wasser eine 
olinde Klippe. Wenn man das Ostmolenfeuner von Kingstown in Sicht hat, so 
bleibt man ungefähr !/2 Seem. in NO von den Muglin Felsen. 
Will man zwischen den Muglin - Felsen und der Insel Dalkey hindurch- 
gehen, so muss man sich im Mittefahrwasser halten; hat man den‘ Thurm zu 
Sandy Cove frei von der Spitze unterhalb des Bullock Martello Thurms, so ist 
man frei von dem sich nach Norden der Insel Dalkey erstreckenden Riffe. Von 
liesen Fahrwassern kann einem Fremden aber keins empfohlen werden, doch 
dasjenige zwischen der Insel Dalkey und der Küste verdient den Vorzug. 
Bullock ist ein kleiner trockenfallender Hafen zwischen der Insel Dalkey 
und Kingstown, dessen Ansegelung unrein ist. Derselbe wird auch nur zuweilen 
von kleinen Kohlenfahrzeugen benutzt. 
Die Küste zwischen Dalkey und Bullock ist steil abfallend und frei von 
Untiefen, aber zwischen Bullock und der Spitze Sandy Cove liegen einige Klippen 
| Kblg. weit von der Küste. Hält man die Insel Dalkey gut frei von der 
Spitze unterhalb Bullock Martello Thurm, so bleibt man frei von diesen Klippen. 
Die zwischen der Spitze Sandy Cove und dem Hafen von Kingstown gelegene 
Scotch Bucht ist ganz unrein. 
Leuchtfeuer. Auf dem Ostmolenkopf zu Kingstown befindet sich 12.5 Met. 
über der Meeresfläche ein rToth- und weisses Wechselfeuer, alle 30 Sekunden 
die Farbe wechselnd; dasselbe ist 9 Seem. weit sichtbar. Bei nebeligem Wetter 
wird eine Glocke daselbst geläutet. In der Peilung nördlich von NW!AN ist 
das Feuer, um die Muglin Felsen vermeiden zu können, nicht sichtbar. 
Auf dem Westmolenkopf zu Kingstown befindet sich 11 Met. über Wasser 
ein 2 Seem. weit sichtbares rothes festes Feuer. 
Auf dem Ostende des südlichen Dammes in der HEinfahrt des Flusses 
Liffey steht der weisse Leuchtthurm von Poolbeg; derselbe führt ein weisses
	        
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