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Innern in das Land hinein. Durch die Bänke mündet der Fluss Lifey in diese
Bucht.
Nähert man sich dieser Bucht von See aus, so sind die besten Land-
marken im Süden derselben das Vorgebirge Bray und die Zucherhut-Berge, von
jenen der „Grosse Zuckerhut“ 503 Met. hoch ist, und im Norden der Bucht der
171 Met. hohe Berg Howth und die deutlich sichtbare 103 Met. hohe Insel
Irelands Eye, welche dicht an der Nordspitze der Bucht liegt. Sobald man
sich mehr der Bucht und der Südspitze derselben genähert hat, so kommt der
kegelförmige Berg Carrigollogan, ein grosser Schornstein eines Bergwerks, der
Obelisk Mapas und ein ruinenhafter Signalthurm auf den Killiney Bergen in
Sicht. Dicht bei letzteren liegt die 27 Met. hohe Insel Dalkey, auf deren Gipfel
ein Martello-Thurm steht. Sobald ein Schiff diese Objeete unterscheiden kann,
befindet es sich in der Nähe der Kish Bank und man hat dann auch das an
dem Nordende dieser Bank liegende Feuerschiff in Sicht.
Der Berg Howth endigt im SO in der steilen hervorspringenden Spitze
Bailey, auf welcher ein Leuchtthurm steht. Diese Spitze bildet die Nordhuk
der Kinfahrt von der Bucht von Dublin; sie ist steil abfallend, nur nördlich
derselben ist eine flache Stelle mit 5.5 bis 7.3 Met. Wasser, welche sich 3 Kble.
von der Küste erstreckt. Im Westen der Spitze ist die Küste bis auf einen
Abstand von '!/4 Seem. unrein. Sutton Creek, eine schmale Einfahrt mit 3.7 Met.
Tiefe bei Hochwasser Springzeit und mit 2.7 Met. Tiefe bei Nippzeit, erstreckt
sich längs der Westküste von Howth; in derselben finden Fischerfahrzeuge
Schutz.
Die Insel Dalkey bildet die südliche Einfahrtsspitze der Dublin Bucht;
in dem Fahrwasser zwischen ihr und der Küste befinden sich 7.3 bis 12.3 Met.
Wasser; dasselbe ist etwas mehr als 1 Kblg. breit und ist von Dampfern sicher
zu benutzen. Die Küste des Festlandes ist steil abfallend, aber das Riff, wel-
ches sich von der Insel nach Norden zu erstreckt, hat auf beiden Seiten einzelne
abliegende Klippen. Deshalb müssen die Schiffe, welche zwischen der Insel
Dalkey und der Küste hindurchfahren, sich näher an die Küste oder ungefähr
'/2 Kblg. von derselben entfernt halten.
Die Muglins sind eine kleine Gruppe 10 Met, hoher Felsen, welche
3 Kblg. östlich der Insel Dalkey liegen; dieselben sind bis auf ihre Westseite
steil abfallend, aber 1 Kblg. nach Westen zu liegt 1.2 Met. unter Wasser eine
olinde Klippe. Wenn man das Ostmolenfeuner von Kingstown in Sicht hat, so
bleibt man ungefähr !/2 Seem. in NO von den Muglin Felsen.
Will man zwischen den Muglin - Felsen und der Insel Dalkey hindurch-
gehen, so muss man sich im Mittefahrwasser halten; hat man den‘ Thurm zu
Sandy Cove frei von der Spitze unterhalb des Bullock Martello Thurms, so ist
man frei von dem sich nach Norden der Insel Dalkey erstreckenden Riffe. Von
liesen Fahrwassern kann einem Fremden aber keins empfohlen werden, doch
dasjenige zwischen der Insel Dalkey und der Küste verdient den Vorzug.
Bullock ist ein kleiner trockenfallender Hafen zwischen der Insel Dalkey
und Kingstown, dessen Ansegelung unrein ist. Derselbe wird auch nur zuweilen
von kleinen Kohlenfahrzeugen benutzt.
Die Küste zwischen Dalkey und Bullock ist steil abfallend und frei von
Untiefen, aber zwischen Bullock und der Spitze Sandy Cove liegen einige Klippen
| Kblg. weit von der Küste. Hält man die Insel Dalkey gut frei von der
Spitze unterhalb Bullock Martello Thurm, so bleibt man frei von diesen Klippen.
Die zwischen der Spitze Sandy Cove und dem Hafen von Kingstown gelegene
Scotch Bucht ist ganz unrein.
Leuchtfeuer. Auf dem Ostmolenkopf zu Kingstown befindet sich 12.5 Met.
über der Meeresfläche ein rToth- und weisses Wechselfeuer, alle 30 Sekunden
die Farbe wechselnd; dasselbe ist 9 Seem. weit sichtbar. Bei nebeligem Wetter
wird eine Glocke daselbst geläutet. In der Peilung nördlich von NW!AN ist
das Feuer, um die Muglin Felsen vermeiden zu können, nicht sichtbar.
Auf dem Westmolenkopf zu Kingstown befindet sich 11 Met. über Wasser
ein 2 Seem. weit sichtbares rothes festes Feuer.
Auf dem Ostende des südlichen Dammes in der HEinfahrt des Flusses
Liffey steht der weisse Leuchtthurm von Poolbeg; derselbe führt ein weisses