In dem Fahrwasser Indian Tickle sind auf 7.3 bis 9 Met. Wasser Sand-
und Korallengrund, einige Ankerstellen.
Die Variation in diesem Fahrwasser beträgt 39° 20‘ West. (1875.)
Der Curlew Hafen, Ungefähr 21 Seem. NzW von dem Indian Tickle
.jegt Cap North und ungefähr 2%4 Seem, WNW?/4W von diesem Cap liegt die
Insel Curlew; diese letztere Insel bildet die Nordseite der Einfahrt des Curlew
Hafens, in welchem man ziemlich im Innern auf 12.8 Met. Wasser, Schlamm-
grund, einen sichern Ankerplatz findet.
Wenn man Curlew Head umsteuert, so muss man ziemlich weit von der
kleinen bei diesem Vorgebirge liegenden Insel abbleiben. Beim Einsegeln in den
Hafen muss die blinde Klippe, welche an der östlichen Seite der Einfahrt liegt,
vermieden werden.
Der Cartwright Hafen befindet sich an der östlichen Einfahrt der
Sandwich Bucht und ungefähr 15 Seem. westlich des Curlew Hafens,
In diesem Hafen findet man auf 11 bis 13 Met. Wasser, Schlammgrund,
3ichere Ankerplätze, wenn man die Ladebrücke in NOzO peilt.
Während des Herbstes ist allen Schiffen, welche einen der vielen
Fischerhäfen an der Küste von Labrador besuchen wollen, anzurathen, den
nördlichsten Hafen zuerst anzulaufen, um auf diese Weise das schlechte Wetter
in der späteren Zeit des Fischfanges vermeiden zu können.
Die Swallow Bank in der Sandwich Bucht. Commander E. C. Drum-
mond und Navigating Lieutenant C. H. Hopkins, von I. Br. M. S. „Swallow“,
1875, berichten („Hydrographie Notice 31, London 1875), dass an der West-
seite der Sandwich Bucht, 2'/2 Seem. von der Mündung des Eagle Flusses, sich
sine Untiefe von ungefähr 2 Kblg. Ausdehnung befindet. Dieselbe liegt 1.s Met.
unter der Meeresfläche und ist von 5.5 Met. Wasser umgeben. Von der Mitte
dieser Untiefe peilt die Spitze Separation in NWzW'/AW, die südliche Ein-
fahrtsspitze des Flusses Eagle in W’/2S, und das Ostende einer kleinen Halb-
insel nördlich der Insel Lumpy in SzW. Die Variation in der Sandwich Bucht
beträgt 41° West. (1875.)
Segelanweisung für das
Fahrwasser nach Belize. Britisch
Honduras.
Einem Briefe des britischen Schiffsführers William Chas. Armstrong
an die Redaetion des „Nautical Magazine“, welcher im Oetoberheft 1875 dieser
Zeitschrift, pag. 868 — 869 veröffentlicht ist, entnehmen wir über die Ein-
segelung von English Cay nach Belize *) Nachstehendes. Da die Segelhand-
yücher nur eine unvollständige Anweisung über diese gefährliche Einfahrt ent-
1alten und die Schiffsführer deshalb sich ganz in die Hände der eingeborenen
Lootsen geben müssen, so hielt sich der Schiffsführer W.C. Armstrong für
verpflichtet, seine auf 36 Reisen mit dem Königlich Britischen Postdampfer
„Belize“ gesammelten Kenntnisse dem nautischen Publikum zugänglich zu
machen.
Bei der Einsegelung in dieses Fahrwasser, welches auch „Grennel Channel“
genannt wird, findet man südlich der Untiefe Sand-Bore (Sanbour) einen guten
Anukerplatz auf 11 bis 12.3 Met. Wasser, Schlamm und Muscheln, wenn man
Goffs Cay zwischen NzW und NzO und den Leuchtthurm von English Cay in WSW
peilt. Um einzusegeln, muss man Englisch Cay gleichfalls in WSW bringen und
dann WNW auf die 1'/2z Seem. entfernte Water-Cay-Spit Tonne zu steuern.
Die Leitmarken English Cay in OSO, welche von Water-Cay-Spit frei füh-
ren, sind:
Sergeants (Serjeants) Cay dicht an dem SO - Ende von Water Cay und
Spanish-Look-Out (Riff) frei von Water Cay. Nachdem man diese Sandzunge
*) S. West-India
Magazine“ ist durchweg
Zarte Tit. VII. No. 62.
Pilot Vol. I, London 1872, pag. 326—329. In dem Artikel des „Nautical
irrthümlich Bay statt C ay (Key oder Klippe) gebraucht worden. = auch
A_d. R.