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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

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Die Reisen nach Norden oder Süden im Chinesischen Meere mit günstigem 
Monsun bieten keine Schwierigkeiten, es handelt sich nur darum, ob man öst- 
lich oder westlich von den Paracels passiren soll. } 
Im NE-Monsun nach Süden bestimmt, würde in den Monaten Oktober bis 
Januar incl. die innere Route unter gewissen Umständen einen Vortheil bieten, 
indem das Wetter hier im Allgemeinen nicht so stürmisch- zu sein pflegt, als 
auf der äusseren Route, von Februar ab ist aber stets die äussere Route vor- 
zuziehen, weil dann der Wind in der offenen See regelmässiger und günstiger, 
auch das Wetter gleichmässiger ist, als auf der inneren Route. Mit einem guten 
Schiffe würde während des ganzen Monsuns die äussere Route zu nehmen sein, 
am aus den kräftigen Winden den vollen Nutzen zu ziehen, 
Auf der inneren Route steuere man von Hongkong etwa SSE, wobei man 
Jarauf rechnen kann, dass der Strom das Schiff soweit westlich setzen wird, 
dass man frei von den Paracels an der Westseite derselben passirt, dann steuere 
man südlicher und mache die Küste von Cochinchina bei Cap Varela, laufe bei 
klarem Wetter Pulo Sapata in Sicht, und westlich von der Charlotte-Bank nach 
Pulo Aor und durch die Singapore-Strasse nach Singapore. 
Auf der äusseren Route steuere man von Hongkong recht Süden herunter 
bis man die Maccesfield-Bank angelothet hat, dann directen Kurs nach Pulo 
Sapata und wie oben angegeben nach Singapore. ; 
Nach Saigon bestimmt, steuere man auf beiden Routen Cap Varela an, 
gehe dann dicht um Cap Padaran herum zwischen der Holland-Bank und Point 
Vinai durch, und ausserhalb der Britto shoal nach Cap St. James. Man achte 
von Cap Varela ab gut auf die Stromversetzung, damit man in dickem Wetter 
nicht auf Holland-Bank oder Pulo Ceicer de Mer gesetzt werde. Britto shoal 
passire man nur bei Tage und klarem Wetter an der Nordseite, um genaue 
Landneilungen .zu erhalten. 
Im SW-Monsun nach Norden bestimmt, würde stets die äussere Route zu 
wählen sein, weil hier die Winde und die Strömungen immer am beständigsten 
sind. Man steuere von der Singapore-Strasse westlich von den Andamanen-Insel 
und nördlich von den Natuna-Inseln nach Pulo Sapata, dann suche man die 
Maccesfield-Bank auf und lothe sie an. Von hier erreicht man in kurzer Zeit 
auf direetem Kurse die Lema-Inseln und Hongkong. 
Beschreibung einiger Buchten der Insel Tsu-Sima in der Korea- 
Strasse und eines Theiles der Südküste von Nipon. Japan. 
Die englische Admiralität hat in der „Hydrographic Notice“ No. 9, 
(London d. 13. April 1876) aus einem Bericht des Commander Charles E. Buckle 
von I. Br. M. S. „Frolic“ vom Jahre 1875 nachstehende Beschreibung einiger 
Buchten der Insel Tsw- Sima und eines Theiles der Südküste von Nipon 
veröffentlicht.) Die hier vorkommenden Peilungen ‚sind missweisend; und die 
Variation beträgt 41/.° West 1876, 
Insel Tsu-Sima in der Korea-Strasse. 
Die Idzu-No-Hara oder Fatchion-Bucht ist von EzS bis SEzE 
zu offen. Eine kleine Untiefe erstreckt sich. von ihrer südlichen Spitze, aber 
dicht an ihrem Nordufer findet man 9 bis 11 Met. Wasser. An der Seite des 
Berges, welcher oberhalb der Nordspitze liegt, steht eine Bake; man beab- 
sichtigt, einen kleinen Leuchtthurm hierselbst zu errichten. 
Diese Bucht bietet bei einem Südost-Sturm keinen empfehlenswerthen 
Ankerplatz, da alsdann die See hinein steht. Der südliche Arm dieser Bucht ist 
flach und ist deshalb auch nicht zum Ankern geeignet. Dem Anschein nach ist 
hier ein bedeutender Handel; die Fahrzeuge (Dschunken) liegen sicher ver- 
ankert hinter einer starken Mole. 
Js 
„China Sea Directory“ Vol 4, pag. 72, 73, 164, 168, 252,
	        
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