m
Variation der Magnetnadel = 2° 30%.0 Ost
Inclination der Magnetnadel = -+- 32° 0%.
Die Schwingungen der horizontalen Nadel betrugen in der Minute — 53.
Nach diesen Beobachtungen ist die geographische Lage der Insel Faral-
/on de Pajaros in der Karte um 2.5 zu südlich und um 19%.5 in Länge zu östlich
angegeben. (s. Tab. pag. 285) Auf Grund dieser Beobachtungen wurde, vom
nächsten Besteckpunkte aus, nämlich observirt in 19° 57‘.9 Nord-Br. und 144° 56‘.5
Ost-Lg., die Lage der Inseln Urracas und Asumption festgesetzt. Die gefundene
nam
AZ
aM. HAM
Uratas Insel
Lage dieser Inseln war darnach nur wenig von der für dieselben in der Karte
angegebenen verschieden. Dies sprach des Weiteren für die Richtigkeit der
gefundenen Abweichung in der geographischen Lage der Insel Farallon de Pajaros.
Was die magnetischen Beobachtuugen anbetrifft, so gestattete der kurze
Aufenthalt nicht, durch eine Reihe von mehrfachen Beobachtungen nachzuweisen,
ob oder inwieweit der in Thätigkeit befindliche Vulkan einen Einfluss auf
las, gegen die Angaben der Karte abweichende Ergebniss in der Variation
ausgeübt hat, Letztere stimmt dagegen mit der diesseits bekannten Karte der
Isogonen dieser Gegend ziemlich genau überein.
Nach dem von mir gesteuerten Kurse stimmte die Lage der Insel Agrigan
mit der in der Karte gegebenen überein.
Die Insel Pagan erscheint auf weitere Entfernung zuerst wie zwei Inseln
’s. Skizze) da zwischen den beiden ungefähr 250—300 Met. hohen Kratern ein
Streifen verhältnissmässig niedrigen Landes liegt. Von den als thätig bezeichneten
Vulkanen stieg nur aus dem westlichen der am Südwest-Ende der Insel ge-
iegenen beiden Vulkane leichter Rauch auf. Die selbst in den, vor dem Winde
ganz geschützten Einbuchtungen an der Leeseite stehende bedeutende Braudung,
scheint das Landen auf der Insel zur Zeit des NE-Passats sehr schwierig zu
machen. Die in der Karte gegebene geographische Lage der Insel Pagan
fanden wir richtig. !)
Die geogr. Länge der Inseln Alamagan und Guqguan fanden wir um 4’
östlicher als in der Karte angegeben.”) Die diesseitigen Beobachtungen ergaben
zwischen diesen Inseln eine, nach WSW und W setzende Strömung von 0,8 bis
] Knoten Geschwindigkeit. ;
Die in der Karte gegebene geographische Lage von der Insel Saipan
's, pag. 267) stimmte mit den gemachten Beobachtungen, Die Auslothung der
Einfahrt in den Hafen von Tanapag (s. Skizze) ergab, dass, selbst für Schiffe von nur
4 Met. Tiefgang, ein Einlaufen, ohne vorherige Kennzeichnung des Fahrwassers,
mit Gefahr verbunden ist. Die grossen über die ganze Einfahrt zerstreut umher
liegenden Felsblöcke lassen sich auf dem weissen Korallensand zwar recht gut
erkennen; jedoch lässt sich nicht ohne Weiteres wahrnehmen, ob 10 oder
3 Met. Wasser darüber sind. Zwischen unserem Ankerplatz: Garapang in EN
und der Insel Managajat, wurde noch eine Untiefe gefunden, auf welcher die
See stark, jedoch nur alle 15—20 Minuten einmal brandete; leider erlaubte
das ungünstige Wetter nicht, diese der Schifffahrt gefährliche Stelle näher zu
untersuchen. Dem Anscheine nach waren 3—4 Met. Wasser darauf; sie hatte
eine Länge von ungefähr 14—15 Met. Die Tortugas-Bunk, welche in der Karte
‚Brit. Adm.-K. No. 1101) Tit. XI, No. 399 ebenfalls nicht verzeichnet ist, liegt
nach Angabe der Insulaner etwas näher nach dem Lande, dicht am ein-
achliessenden Riffe. Die Rhede von Garapang ist zur Zeit der NE- und
1) Vgl. dagegen Tabelle der neu bestimmten geographischen Positionen. S. pag. 285 A. d. R.
2) Die nach Peilung und Segelung gemachten Bestimmungen sind allerdings nicht genau und
möglicherweise von einer westlichen Strömung abhängig gewesen; die Ungenauigkeit in der Länge
st aber hier von geringerer Wichtigkeit, da die Küste und Umgebung frei von allen verborgenen
Gefahren ist.