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braunen Rauche. In dem Innern des Vulkans grollte und donnerte es
ununterbrochen, wobei es in Zwischenräumen von ungefähr 10 Minuten mit
zanonenschussartigem Knall ohne Unterlass dichte Wolken von Asche und
Steinen ausschüttete, erstere rollte zu unseren. Füssen herab, während letztere
ıoch auf weite Entfernung hin das Schiff erreichten.“
Saipan oder Saypan.!) „Die Insel Saipan hat eine Längen-Ausdehnung
von 13—14 Seem, in der Richtung NNE—SSW; der sich etwas östlich von
ihrer Mittellinie hinziehende Höhenzug zeigt nur wenige und mässig hohe
Hügel, welche auf der nördlichen Hälfte von einem jetzt unthätigen Vul-
kane von ungefähr 500 Met. Höhe merklich überragt werden. Der südliche
Theil der Insel ist der flachere; das Land erscheint hier als ein ausgedehntes,
sich wellenförmig nach den Hügeln hinziehendes Weideland. Der Strand ist
von Baumwuchs eingeschlossen, unter welchem sich die Kokospalme als Zeichen
der Nähe der Menschen, besonders hervorhebt. Weiter nordwärts reichen die
Kokospflanzungen mehr und mehr landeinwärts, bis der Baumwuchs bei dem
Hauptorte der Insel, dem höchst armseligen Dorfe Garapang, schon an dem
Fusse des Höhenzuges angelangt ist (s. Skizze) und am Nordende der Insel
dichte Waldungen zu bilden scheint.
Die Insel wurde erst im Anfange des vierten Decenniums dieses Jahr-
hunderts durch Carolinier bevölkert, deren frühere Wohnsitze, flache Koral-
‚eninseln der Carolinen, überfluthet und untergegangen worden waren. Von
dem damaligen spanischen Gouverneur wurde ihnen die Insel Saipan als
Wohnsitz übergeben, als sie mit ihren Kanoe’s daselbst anlangten. Somit
gehören die jetzigen ungefähr 700 Seelen zählenden eigentlichen Einwohner
Saipans, zum überwiegend grössten Theile der Race der Carolinier an, während
seit Kurzem. deportirte Verbrecher (oder zur Deportation Verurtheilte) und eine
kleine Truppenabtheilung von 3 Offizieren und 47 Mann zur Bewachung der-
selben hinzugetreten sind.“
Tinian oder Buenavista.?) „Die Insel Tinian ist von ähnlicher Küstenge-
staltung wie Saipan, doch etwas kleiner und flacher, obwohl die dunklen Lava-
felsen der überall steilen Küste den vulkanischen Ursprung der Insel deutlich er-
kennen lassen, Fast die ganze Insel ist Weideland, hier und da mit niedrigem
Gebüsch bewachsen; seit langen Jahren ward sie auch lediglich zur Viehzucht
für die übrigen Inseln benutzt. Das Fleisch wird in Streifen zerschnitten und
getrocknet, versandt und soll sich lange kräftig und wohlschmeckend erhalten,
Auch die ungefähr 200 Seelen betragende Einwohnerschaft Tinians sind fast
3ämmilich Carolinier, nur wenige Familien der Chamorros (so nennen die Spanier
die eigentlichen Urwohner der Marianen) sollen sich unter ihnen befinden. Auch
auf der nicht grossen Insel Rota, wo jetzt 70 Verbrecher untergebracht sind,
sollen früher 250 Chamorros gewohnt haben. Die Insel Aguijan ist nicht be-
wohnt.“
Guam (Guajan).?) „Die wichtigste und grösste Insel der Ma-
rianen-Gruppe, oder Guam Guajan hat in der Richtung NNE—SSW eine grösste
Längenausdehnung von 27 Seem. bei einer durchschnittlichen Breite von 9 Seem.
in ihrer südlichen und von 5 Scem. in ihrer nördlichen Hälfte, Entgegen den
hohen, steilen und kleineren nördlichen Inseln der Marianen, ist Guam, wie Sat-
van und in geringerem Maasse auch Tinian von Korallenriffen eingefasst und
hauptsächlich an den Stellen, wo die Küste flach in die See eintritt. Bei Guam ist
dies ganz besonders an der Küste ihrer südlichen Hälfte der Fall und hier auch
wieder am bedeutendsten in der Nähe von Agarna und an der SW-Spitze der Insel.
Es sind dies eben die flachsten Theile der Inselküste, wo meistens schöner Sand-
strand oder Wiesengrund zu dem Meere führt, während die übrigen Theile, und vor
allem der nordöstliche Theil, welcher zumeist den ewigen Anprall der durch den
Nordost-Passat getriebenen Wogen des Stillen Oceans auszuhalten hat, auch hier-
1) Findlay a. a, 0. pag. 807. Rosser-Imray a, a. O. pag. 86. The China Sea Direct, Vol. IV,
pag. 122. Meinicke a. a, O. pag. 8393. .
?) Findlay a, a, O. pag. 805. Rosser-Imray a. a. O. pag. 83. The China Sea Direct, Vol. IV,
pag. 121. Meinicke a. a. O. pag. 392,
3) Findlay a. a. O. pag. 797. Rosser-Imray a. a. O. pag. 78. "The China Sea Direct. Vol. IV,
sag. 116. Meinicke a, a. O. pag, 390,