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W 8, Borkum SW 8, Wilhelmshaven SSW 9, Helgoland WSW 9, Cuxhaven
WSW 9, Hamburg SW 8, Kiel SW 9, Somsö SW 8, Vestervig SW 8, Oxö
SSW 8. ; ;
Am 16, März Liverpool W 8. — Wilhelmshaven W 8, Helgoland WNW 8,
Keitum W 8, Fanö WNW 8, Bogö W 8, Vestervig W 8, Kiel W 8, Warne-
münde W 9, Kopenhagen WSW 8, Bornholm SW 8, Swinemünde WSW 8,
Neufahrwasser SW 8, Thorn W 8, Wisby SW 8.
Am 17. März Liverpool W 8, Scarborough NW 8, Borkum W 8, Cux-
baven WSW 8, Warnemünde SW 8.
Am 18, nur Warnemünde W 10. .
Obwohl in den folgenden Tagen noch eine Anzahl Minima über Europa
hinweggingen, riefen sie doch nur vereinzelte Winde von bedeutender Stärke
hervor. Kin sehr hoher Luftdruck lagerte vom 20. März an über einem grösseren
oder kleineren Theile von Skandinavien, während im Osten und im Westen
schwache barometrische Minima sich hinbewegten. In rascher Aufeinanderfolge
gingen zwei Depressionen (VII und VII) an den Tagen vom 18, bis 21. März und
andererseits am20—23, März von Italien über Ungarn nach Norden, nach der Ostsee
und Finnland hin. Ebenso verfolgten zwei ebenfalls schwache barometrische
Minima (IX und XI) kurz nacheinander einen nahezu gleichen Weg von Irland
nach dem südlichen Frankreich, das eine vom 21. bis 23., das zweite vom
24, bis 25. März; vom Mittelmeer wandte sich dieses letztere jedoch nordost-
wärts, um in den folgenden Tagen bis zum 28. März einen ähnlichen Weg durch
Oesterreich nach Nordrussland zu verfolgen, wie die eben genannten (VII und
VIII). Diese letzte Depression rief am Morgen des 27. März in Breslau stür-
mischen West und in Bornholm stürmischen NE hervor, während der Gradient
zwischen der Depression VIII und dem Maximum auf der Skandinavischen Halb-
insel am Morgen des 22. März NNE 8 in Kopenhagen und NE 8 in Wisby zur
Folge hatte. Sonst waren diese Minima nur von mässigen bis höchstens starken
Winden begleitet.
Einen kurz dauerden stürmischen Wind an der deutschen Küste hatte
auch der Vorübergang eines geringen partiellen Minimums (No. IX) zur Folge,
welches am 23. März Morgens auf der Nordsee vor dem Skagerak sich zeigte
and von da an Tiefe abnehmend, über Dänemark nach der Ostsee schritt. Der
starke Wind dauerte in Hamburg von 11* a. m. bis 5* p. m. als WSW, in
Swinemünde von 6* bis 11* Abends als NW; in den darauf folgenden Stunden
wehte schwacher Wind aus denselben Richtungen, welcher in Hamburg allmälig
abenfalls nach NW umging.
Mit Ausnahme der letzten Tage, welche warm und schön waren, zeichhete
sich das letzte Drittel des März in dem grösseren Theile von Europa durch kalte
Witterung aus, die an vielen Orten späte Schneefälle brachte und als einen
Rückfall in den Winter erscheinen musste nach der verhältnissmässigen Wärme
des vorhergehenden sturmreichen Zeitraums.
Ueber einige Fahrwasser, Inseln u. s. wı an der Ostküste
von China.
Der Führer des zu der „Peninsular and Oriental Steamship Company“
zehörenden Dampfers „Orissa“*, Capt. E. M. Edmond, hat an das Hydro-
zraphische Amt zu London über einige Untiefen und Fahrwasser an der Ost-
züste von China!) einen Bericht eingesendet, welcher in der „Hydrographie
Notice“ No. 2, London 1876, veröffentlicht worden ist. Die dabei vorkommen-
len Peilungen sind missweisend, die Variation beträgt im Jahre 1876 1° West.
) S. „China Sea Directory“ Vol. III, pag. 158, 159, 188, 323.