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Erst in zweiter Linie würden zu nennen sein: das Dorf Sabanilla, die Bake
auf Verde-Insel und der Leuchtthurm. Die über denselben veröffentlichten
Angaben, ausgenommen die Länge, scheinen zu stimmen, doch ist der Thurm
Vormittags, wenn die Nordwestseite im Schatten, nur schwer aufzufinden.“
Hierzu bemerkt Capitain Freiherr von der Goltz: „Auch ich bin der
Ansicht, dass die bei Sabanilla liegenden Inseln und die Wassertiefen in
der Bucht sich fortwährend ändern und dass Special-Karten dieses Theiles der
Küste immer in einigen Jahren veralten werden. Der Leuchtthurm, der in der
That an der möglichst ungünstigsten Stelle erbaut ist, — ich würde vorschla-
gen, bei Ansegelungen am Tage lieber das Zollhaus bei Salgar als Marke zu
nehmen —, und die bei Culebra-Bank ausgelegte Boje lassen den Ankerplatz
gut finden und machen eine Specialkarte unnöthig.“
Einsegelung in den Randers Fjord. Jütland. Kattegat,
Die Hafenbehörde von Randers hat in der „Berlingske Tidende“ No. 299
vom 22, Dezember 1875 bekannt gemacht, dass die Wassertiefe auf der Barre
bei Udbyhoi, vor der Einfahrt in den Randers Fjord*) 3.77 Met. beträgt; die-
jenige im Fjord von Udbyhoi bis Mellerup beträgt gleichfalls 3.77 Met. und
von Mellerup bis Randers 3.45 Met.; letztere soll in den nächsten Jahren auch
auf 3.77 Met. gebracht werden.
Die Lootsen besetzen ausserhalb der Barre die einkommenden Schiffe,
sobald das Signal für dieselben von den Schiffen frühzeitig genug gemacht wird.
Sollte aber ein Sturm oder zu hoher Seegang die Lootsen daran verhindern, so
wird auf dem Signalmast, welcher vor dem Lootsenhause zu Udbyhoi an der Süd-
seite des Fjords steht, die Wassertiefe des Fahrwassers der Barre durch Kugeln,
welche unter einander aufgezogen werden, angegeben.
Eine Kugel bedeutet. . . 3.14 Met. (10‘ dänisch)
Zwei Kugeln bedeuten . . 3us „ (11 Pa
Drei Kugeln bedeuten . 3 GE nn I
Vier Kugeln bedeuten . . 408 „ (13 „= ) u 8, w. für je
(0.sı Met.) eine Kugel mehr.
einen Fuss
Bei conträrem Winde können die Schiffe einen Bugsirdampfer erhalten,
das Signal für denselben ist eine Flagge im Want. Der Bugsirpreis ist nach
einer Taxe festgesetzt.
Auf einer vorspringenden Sandspitze dicht an der südlichen Seite der Ein-
fahrt in den Fjord steht eine Bake, und südlich von dieser eine ähnliche
ungefähr !/2 Seem. vom. Strande entfernt. Hält man diese Baken in Deck-
peilung, so gelangt man über die Barre; weiterhin ist das Fahrwasser durch
rothe und weisse Tonnen gekennzeichnet. Von letzteren liegen die rothen Tonnen
an der nördlichen Seite und die weissen an der südlichen Seite des Fahrwassers.
Während des Winters werden diese Tonnen durch Treibbaken mit blauen
resp. weissen Flaggen ersetzt.
Zwei Kabellängen von dem äussersten Seezeichen (Besen) liegt eine
Glockenboje, nach welcher die Schiffe bei nebeligem Wetter sich richten können.
Ist ein Schiff gezwungen, ausserhalb der Barre zu ankern, so findet es im NO
des äussersten Besen, auf 6.6 Met. Wasser, einen guten Ankerplatz. Innerhalb
der Barre bis nach Udhyhoi können die Schiffe auf 7.5 bis 9.5 Met, Wasser
ankern.
*) S. „Den Danske Lods‘“, pag, 41; „The Danish Pilot“, pag. 48; „Den Svenske Lotsen“,
pag. 60; und „Sailing Directory for the Kattegat ete.“ von Findlay, pag, 8.