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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

Don 
Geschwindigkeit gemessen, Es erscheint wahrscheinlich, dass der erstere ein 
Ebbestrom ist, da an der Küste Cerams von der genannten Bai ostwärts nur 
sin ganz unbedeutender nordwestlicher Durchschnittsstrom ermittelt wurde. 
Oestlich der Bai von Savaai hat Ceram flaches Vorland, während das 
Hinterland zu bedeutender Höhe ansteigt. Die Nordost-Spitze dieser grossen 
Insel hat weit mehr gestreckte Berge, als der übrige Theil und endigt als Cap 
Lengova (Semgum) in einem Hügel von rundlicher Form, jedoch mit ein paar 
Unebenheiten. 
Die Inselchen südlich der Insel Mysole scheinen steil, aber nicht hoch 
zu sein. In Bezug auf die Lage dieser Inselchen sind die Karten wahrscheinlich 
ziemlich ungenau, wie auch die Längen des östlichen Theiles von Ceram nebst 
ler Insel Parang zu östlich gefunden wurden, indess gestattete Wetter und 
Kntfernung keine zuverlässige Beobachtung. 
4. Die Inseln Saboeda ( Wonimelot) und die Pisangs, sowie die Neue Insel, 
Geographische Lage. Die Insel Saboeda und die Pisangs liegen in den 
Karten falsch, namentlich in der Breite. Es wurde für die Ostspitze der Insel 
Saboeda folgende Position bestimmt: 2° 36,7” Süd - Br. und 131° 41‘ Ost- Lg. 
(die holländische Karte giebt 2° 32‘ Süd-Br. und die englische gar 2° 30‘ Süd-Br. 
an), *) während die Pisangs (Dampiers Fledermaus - Inseln) . auf ungefähr 2° 41‘ 
Süd-Br. (nach der holländischen Karte 2° 42‘, nach der englischen 2° 35‘) liegen. 
Neue Insel. Nordwestlich der Insel Saboeda liegt eine in den. Karten 
überhaupt nicht angegebene Insel, deren Lage (Mitte) auf 2° 33.2‘ Süd-Br. und 
131° 34.2‘ Ost-Lg. bestimmt worden ist. . 
Allgemeines Aussehen, Die Ostspitze Saboeda’s ist entweder auch eine 
besondere kleine Insel oder.nur durch niedriges Land mit der Hauptinsel ver- 
bunden. Die Insel Saboeda ist mittelhoch mit welligen Conturen und bewaldet, 
während die Prisangs niedriger sind und etwas weniger sanfte Conturen haben. 
Sie markiren sich, aus südlicher Richtung gesehen, als drei grössere hügelige 
Inselchen oder Gruppen und ein paar ganz kleine Inselchen rosp. Felsen, sie 
sind alle mit Vegetation bedeckt. 
Wassertiefe. Die Wassertiefe nimmt von der Pitt-Passage her auf dem 
Breitenparallel der Pisangs nach diesen Inseln zu allmälig ab, indem nördlich 
von Cap Lengova (Ceram) 1810 Met, und 40 Seem. östlicher (in Sicht der 
Pisangs) noch über 183 Met., bei den Pisangs selbst 91 bis 110 Met. Tiefe 
gefunden wurde, und die Tiefen von hier nach dem Mac-Cluer-Golf sich zwischen 
$2 und 55 Met. halten. 
Im Allgemeinen scheinen sie gleichmässig, d. h. ohne bedeutende Sprünge 
zu verlaufen, obgleich der Boden bei den Tiefen unter 183 Met., ausser in dem 
Mac-Cluer-Golf und den Baien desselben, aus Fels oder grobem Muschelsand 
vesteht, Bei den tieferen Lothungen in der Pitts-Passage war der Grund ein 
yrünlich grauer Mud. 
B. Der Golf von Mac-Cluer und die Insel Pinon. 
Wassertiefen, Der Golf von Mac-Cluer?) hat in einiger Entfernung von 
der Küste, abgesehen von der auch in den bisherigen Karten eingetragenen 
2 bis 4 Faden (3.6 bis 7.8 Met.)-Bank und einer 2 Faden (3.6 Met.)-Stelle, 
1) Raper giebt die Lage der Südwestspitze der Insel Saboeda zu 2° 35‘ Süd-Br. und 131° 928‘ 
Ost-Lg. 
.. 2% Dieser Golf ist schon 1663 von Vink entdeckt, später von Mac-Cluer (zu Ende des 
18. Jahrhunderts) besucht und nach ihm benannt worden. Seitdem ist er aber noch nicht wieder 
arforscht und daher wenig bekannt gewesen. Erst durch die Offiziere S. M. S. „Gazelle“ ist er 
näher untersucht und zum Theil vermessen worden (s. Karte), Der Golf, welcher gegen 30 Seem. 
lang und in seinem westlichen Theil 15 Seem. breit ist, wird im Osten von der Geelvinkbai durch 
ine schmale Landenge getrennt, die von einem gegen 1000 Met. hohen Bergzuge durchschnitten wird, 
iber welchen der berühmte Neu-Guinea-Reisende Meyer 1873 von der Geelvinkbai her unter grossen 
Beschwerden bis an den Mac-Cluer-Golf vorgedrungen ist. Ueber die Bai von Geelvink (1705 ent- 
deckt) vergl. Cosmos di Guido Cora, Vol. XII, 1875, Heft II und III, pag. 88 #. und Karte der- 
selben nach den Aufnahmen von O0. Beccari im Jahre 1878, welche von der englischen Admiralitäts- 
karte No. 2759 erheblich abweicht, A. d. Rı
	        
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